Foto: Frank Ratering/NIssan

Kleinwagen im Check von bfp

Nissan Micra: kleiner Feiner, feiner Kleiner

Zwei neue Motoren machen die Japaner für den Nissan Micra locker. Zusätzlich soll das Sondermodell N-Sport Interessierte locken.

Von Timo Bürger

Alcantara in einem Kleinwagen. Ja, das bietet Nissan tatsächlich für seinen City-Flitzer Micra N-Sport. Nicht nur für die sehr üppig gepolsterten und mit weißen Ziernähten versehenen Alcantara-Sitze, sondern auch für die Armaturenverkleidung. Und das sieht richtig schick aus und fühlt sich klasse an. Genau so sportlich wirken die schwarzen 17-Zoll-Felgen mit den ebenfalls schwarzen Spiegelklappen und den abgedunkelten Heckscheiben. Alles in allem ein frech-poppiger Auftritt.

117 Turbo-PS für den Nissan Micra

Neben dem wertigen Interieur und dem sportlichen Exterieur hat der japanische Kleinwagen noch allerhand andere Benefits zu bieten. Neue Motoren zum Beispiel: Sehr gut gefallen hat auf einer ersten Testfahrt der frische, 117 PS starke 1,0 Liter große Turbobenziner. Der DIG-T 117 ist durchzugsstark, dank Overboost-Funktion (kurzzeitig 200 statt 180 Newtonmeter maximales Drehmoment) sind Überholvorgänge auf der Landstraße ein Klacks. Die sechs Gänge lassen sich schaltfaul bedienen, wenngleich das Ganze etwas knackiger sein dürfte.

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Trotzdem: Den Nissan Micra über das wellige Lissabonner Hinterland zu steuern, macht einfach Laune – zumal der Turbo keinen allzu gierigen Durst nach Benzin entwickelt: Mit sechs Litern kann man den Japaner bewegen, bei zurückhaltendem Gasfuß steht vermutlich eine Fünf vor dem Komma der Verbrauchsanzeige.

Benziner auch mit Automatikschaltung

Wer nicht ganz so viel Power braucht – auch eine 100-PS-Variante bietet Nissan nun an. Auch dieses Triebwerkchen kann sich sehen – und vor allem spüren lassen. Der Dreizylinder ist zwar deutlich weniger agil als sein 117-PS-Bruder, allemal ausreichend für die üblichen Aufgaben, die ein B-Segment-Fahrzeug zu erfüllen hat, ist er allemal.

Wem die Fünfgang-Schaltung zu fummelig ist, der kann ab sofort auf die CVT-Automatik zurückgreifen. Das stufenlose Xtronic-Getriebe macht seine Sache ordentlich. Und bei beiden Motorisierungen hält sich der eigentlich für einen Dreizylinder charakteristische akustisch raue Lauf zurück.

Auch das Fahrwerk bietet kaum Anlass zu Kritik, hält es doch die richtige Balance zwischen "Halt und Komfort", wie ein Mitinsasse völlig zu Recht bemerkt. Klasse Halt bei angenehmem Komfort – das lässt sich auch über die weich gepolsterten Velours-Kunstledersitze sagen.

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Fast schon forsch gehen die Bremsen zu Werke. Und wenn bei der Testfahrt nicht ein Tag der stürmischen Brisen erwischt worden wäre, würde man im gut gedämpften Innenraum wohl nur wenig an Außengeräuschen mitbekommen.

Das bietet der Nissan Micra in Serie

Ab 11.990 Euro ist der Nissan Micra in der Basis-Ausstattung "Visia" (71 PS, Fünfgang-Schalter, Berganfahr-Assistent, Fensterheber vorne elektrisch) zu bekommen, die tatsächlich auch recht karg daherkommt. Die gefahrene N-Sport-Variante bietet beispielsweise 17-Zöller, elektrisch anklappbare Außenspiegel, eine Rückfahrkamera oder Klimaautomatik. Einziger Kritikpunkt: Im 300 Liter fassenden Kofferraum waren allerdings weder Ösen noch Taschenhaken zu entdecken.

Das bleibt aber auch der einzige Tadel: Denn unterm Strich ist der Nissan Micra ein flott gezeichneter Kleinwagen, der mit einem quirligen Antrieb ebenso überzeugt wie mit Fahrwerk, Platzverhältnissen, der sehr ordentlichen Verarbeitung und der einen oder anderen Besonderheit in dieser Fahrzeugklasse. Wie zum Beispiel mit der Alcantara-Auskleidung.

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