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Foto: Christian Frederik Merten
Der neue Astra steht auf der EMP2-Konzernplattform, kommt aber im aktuellen Opel-Look.

Neuer Kompakter

Opel Astra L: Ab 2023 auch vollelektrisch

Opel lüftet den Vorhang vom neuen Astra. Auf Stellantis-EMP2-Plattform kommt der Kompakte erstmals auch als Plug-in-Hybrid und vollelektrisch.

Opel fährt den Astra Nummer sechs ins Rampenlicht. Entwickelte auf der dritten Evolutionsstufe der Konzern-Plattform EMP2 und in komplett neuem Marken-Design, läutet der Astra L ab Anfang 2022 die Zukunft der Opel-Kompaktklasse ein. Dazu passend: Als erster Opel-Kompakter fährt das Rüsselsheimer Traditionsmodell – der Segment-Startschuss erfolgte bereits vor 85 Jahren mit dem Kadett – nicht nur als Plug-in-Hybrid vor, sondern ab 2023 auch als reines Elektroauto.

Mit Stellantis-Genen: Opel Astra L am Start

Opel erneuert seinen Kompakten Astra. Er steht auf der EMP2-Plattform von Stellantis und kommt erstmals auch als Plug-in-Hybrid.
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Opel-Vizor auch für den neuen Astra

Optisch bricht der neue Astra komplett mit seinen Vorgänger. Passé die weit nach vorn gezogene Frontscheibe, mit langer Haube und steilem Heckabschluss hauchen die Opel-Designer dem Astra eine ordentliche Portion Dynamik ein. Dazu passen die dreidimensional modellierten Kotflügel, außerdem das Erkennungszeichen aller neuen Opel: der Vizor genannte Grill. Anders als bei Mokka, Crossland und Grandland kommt er aber nicht vollverkleidet, sondern mit Lüftungsschlitzen. Typisch Opel auch die Bumerang-förmigen LED-Tagfahrleuchten, deren Form sich in den Heckleuchten widerspiegeln. Die ziehen sich wie gewohnt in die Heckklappe, sind aber deutlich scharfkantiger geformt als bei den Vorgängern. Erstmals prangt der Astra-Schriftzug mittig auf der Heckklappe, ein farblich abgesetztes Dach ist optional erhältlich.

Innen geht der Astra L ebenfalls mit der Opel-Zeit. Heißt: Das „Pure Panel“ genannte Cockpit-Layout ist auch im neuen Kompakten am Start. Zwei optisch miteinander verbundene und jeweils maximal 10 Zoll große Monitore – digitales Kombiinstrument und Touchscreen – bilden wie in Mokka und Grandland die Bedienkomposition. Wesentliche Funktionen lassen sich aber weiterhin über analoge Tasten steuern. Bei einer ersten Sitzprobe hinterließ der Astra einen qualitativ überzeugenden Eindruck. Vorn bietet er durchschnittlich großen Menschen ausreichend Platz, im Fond mehr als genug Kopffreiheit. Lediglich der Knieraum dürfte auf den ersten Blick ein paar Zentimeter großzügiger ausfallen. Auffällig die Verwandtschaft zu weiteren Stellantis-Modellen: Die Mittelkonsole mit der Automatik-Schaltkulisse findet sich so zum Beispiel auch im Citroen C4 wieder.

Zunächst kommt der neue Astra als fünftüriges Steilheck, 422 bis maximal 1.250 Liter Gepäck schluckt der Kompakte dann bei umgeklappter Rückbank, sofern er als konventioneller Verbrenner kommt. Bei den Plug-in-Hybriden werden es bauartbedingt ein paar Liter weniger sein. Mehr Platz gibt es dann beim Kombi Sports Tourer, der im Laufe des Jahres 2022 Premiere feiern wird.

Opel Astra L: Auch als Plug-in-Hybrid und vollelektrisch

Als erster Opel bietet der Astra L den Kunden freie Antriebswahl: Zu haben sind Benziner, Diesel, Plug-in-Hybride und wie erwähnt ab 2023 erstmals ein rein elektrischer Astra-e. Der bekannte 1,2-Dreizylinder-Benziner aus dem Konzernregal steht mit 110 oder 130 PS zur Wahl. Serie ist ein Sechsgang-Handschalter, für die stärkere Version bietet Opel optional die bewährte Achtgang-Automatik an. Ebenfalls 130 PS liefert der 1,5-Liter-Diesel, auch hier haben die Kunden die Wahl zwischen Handschaltung und Automatik.

Die Spitze der Motorenpalette bilden die beiden Plug-in-Hybride. 180 oder 225 PS Systemleistung bringen sie auf die Straße, geliefert von einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 150 oder 180 PS plus 110-PS-Elektromotor. Der Antrieb erfolgt in beiden Fällen über die Vorderräder, der 12,4-kWh-Akku soll für etwas 60 WLTP-Kilometer rein elektrische Fahrt reichen. Technische Details zum rein elektrischen Astra-e verrät Opel noch nicht.

Basis-Astra für unter 19.000 Euro netto

Dafür gibt es bereits einen Einstiegspreis. Ab 18.879 Euro (netto zzgl. USt.) steht der neue Astra in der Preisliste. Bestellstart ist Oktober, auf die Straße rollen die ersten Exemplare Anfang 2022. Teils Serie, teils optional sind dann viele weitere Technik-, Digital- und Assistenz-Features. Angefangen bei den Matrix-LED-Scheinwerfern mit jetzt 84 LED-Einheiten über eine breite Palette von Fahrerassistenzsystemen oder neue Infotainmentsysteme bis hin zu AGR-zertifizierten Sitzen, auf die Opel traditionell besonders stolz ist. Die von Opel bekannten Business-Linien zu günstigeren Einstiegspreisen bei gleichzeitig aufgewerteter Ausstattung sind in der Überlegung. Ob sie wirklich kommen, wollte Opel heute aber noch nicht bestätigen.

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Lange Haube, steiles Heck – der neue Opel Astra wirkt deutlich dynamischer als sein Vorgänger.
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Die Rückleuchten mit typischen Opel-LEDs reichen weit in die Heckklappe hinein.
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Auch im Astra hält das Pure-Panel-Cockpit von Opel Einzug: Die Monitor-Größe beträgt jeweils maximal 10 Zoll.
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Rein digital wird aber auch die Astra-Bedienung nicht, wichtig Funktionen lassen sich weiter per analoger Taste steuern.
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Die Automatik-Schaltkulisse ist aus anderen Stellantis-Modellen bekannt, zum Beispiel aus dem Citroen C4.
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422 bis 1.250 Liter fasst der Kofferraum der konventionell betriebenen Astra, die Plug-in-Hybride schlucken etwas weniger.
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Scharf geschnittenes Astra-Heck.
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Der Opel-Vizor genannte Grill ziert auch den neuen Astra.

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