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Foto: Clemens Noll-Velten
Peugeot 3008 Hybrid 225 e-EAT8 im Test. Das überarbeitete Kompakt-SUV soll am Erfolg seiner Vorgänger anknüpfen.

Dienstwagen

Peugeot 3008 Hybrid: Für den Fuhrpark geschaffen?

Das überarbeitete Kompakt-SUV soll am Erfolg seiner Vorgänger anknüpfen. Peugeot verspricht Leistung, Reichweite und ein umfangreiches Ausstattungsangebot - also optimal für den Fuhrpark? Wir sagen es in unserem Test.

Die von PSA entwickelte EMP2-Plattform ist die Basis für unseren Testwagen, den Peugeot 3008 Hybrid 225 e-EAT8. Auf ihr können verschiedene Antriebsformen, wie Benziner, Diesel und zusätzliche E-Antriebe bis hin zum Plug-in Hybrid gebaut werden. Bei den Kompakt-SUVs von DS, Opel und Peugeot stellt ein Plug-in Hybrid mit zwei Elektromotoren und einem Benzinmotor mit 300 PS Systemleistung das jeweilige Topmodell dar. Außerdem gibt es eine weitere PHEV-Variante, die auf den hinteren Elektromotor verzichtet, mit der wir unterwegs waren.

Äußerlich entspricht das Kompakt-SUV Peugeot 3008 dem aktuellen Peugeot-Löwendesign. Die Front markiert ein rahmenloser Kühlergrill. Die Scheinwerfer sind um längsförmige Tagfahrlichter mit Chromspitze erweitert, so dass die Lichtgrafik der bekannten Vampirzahnoptik von 508 und 208 entspricht. Je nach Ausstattungsniveau gehören LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht sowie integrierte Nebelleuchten (Foggy-Mode) zum Serienumfang. Auf der Motorhaube prangt die Modellbezeichnung. Die Rückleuchten sind in Krallenform mit 3D-Effekt ausgeführt. Die Rückscheinwerfer sind in ein klares, rauchfarbenes Glas eingesetzt, die die schwarze Blende zwischen den Heckleuchten optisch verlängern.

Infotainment: i-Cockpit ersetzt Head-up-Display

Ein starker Kontrast zum großen Fahrzeug ist das kleine Lenkrad, das sich vor dem überarbeiteten so genannten i-Cockpit befindet. Das vielfach konfigurierbare Kombiinstrument hinter dem Lenkrad ist weit oben angesiedelt. Dadurch erreicht Peugeot einen Effekt, der fast an ein Head-up-Display herankommt. Touchscreen und Kombiinstrumente wurden mit dem Facelift erneuert. Die wichtigsten Komfortfunktionen lassen sich direkt über einzelne Chromschalter ansteuern: Radio, Klimaanlage, 3D-Echtzeitnavigation mit Sprachsteuerung, Fahrzeugeinstellungen, Telefon, Smartphone-Apps und Warnblinkanlage. Die Klimaeinstellungen erfolgen über den schnell reagierenden Touchscreen problemlos. Gut gelungen sind Verarbeitung und die Auswahl der Materialien, Stoff, Chrom und in unserem Fall Kunstleder.

Optionale Assistenzsysteme

Peugeot spendiert dem 3008 eine Reihe optionaler Assistenzsysteme: Der adaptive Tempomat bietet eine Stop&Go-Funktion und fährt nach einem Stillstand automatisch wieder an, ein Spur-Positionierungsassistent, der dezent eingreift, eine Infrarotkamera mit 200 Meter Reichweite und erweiterte Funktionen der Verkehrszeichenerkennung. Letztere informiert auch über Stoppschilder, Einbahnstraßen und Überholverbote.

Systemleistung passt zum Gewicht

Der Hybrid-Antrieb besteht aus einem 181-PS Benzin-Motor und einem Elektromotor mit 110 PS bei einer Systemleistung von 225 PS und 360 Newtonmetern. Für das lautlose und sanfte Anfahren und Vorankommen in Stadt und über Land sorgt standardmäßig der elektrische Antrieb an der Vorderachse. Über den Wählhebel „B“ rekuperiert der E-Motor deutlich stärker. Stromreserven hält man durch Aktivieren der Blitztaste in der Mittelkonsole vor. Das Bremspedal ist anfangs nicht leicht zu dosieren, was aber nach einiger Fahrzeit erlernbar ist. Besonders der Übergang zwischen Rekuperation und zupackenden Bremsbacken fühlt sich nicht klar an.

Die 225 PS sehen auf dem Papier recht viel aus. Doch von einer Übermotorisierung kann keine Rede sein, im Gegenteil, sie sind genau richtig für das fast zwei Tonnen schwere SUV. Bis zu einer Autobahngeschwindigkeit von 135 km/h fährt der Peugeot 3008 Hybrid rein elektrisch. In gut sechs Sekunden, in denen er dabei dezent und durchgehend anzieht, ist Tempo 100 erreicht. Wer es darauf anlegt, kann den 3008 zu Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 235 km/h bewegen, allerdings mit Verbrennermotor. Mit einem kernigen Brummen macht sich dieser bemerkbar, ist dabei aber nie störend laut. Die Achtgangautomatik arbeitet unaufgeregt und flink und ohne zu ruckeln. Der Akku ist bei dieser Fahrweise auch schnell leer. 22kW schafft der Peugeot 3008 PHEV an einer Wallbox. Damit ist die 13,2-kWh-Batterie (netto 10,8 kWh) des Hybriden nach gut 4 Stunden wieder komplett gefüllt, an einer Haushaltssteckdose dauert es gut acht Stunden. Für das öffentliche Laden an Ladepunkten in der Stadt und zu Hause ist der 3008 damit gut aufgestellt. Alternativ lädt der 181 PS starke Benzinmotor den Akku unterwegs. Das ist zwar energetisch ineffizient, ermöglicht jedoch lokal emissionsfreies Fahren am Ende einer längeren Route. Auf den Akku gewährt Peugeot eine Garantie von acht Jahren oder auf 160.000 Kilometer bei 70 Prozent der Ladekapazität.

Im Durchschnitt war nach rund 48 Kilometern (59 laut Hersteller) rein elektrischen Fahrens, eines Mixes aus Stadt, Land und Autobahn, der Akku soweit entladen, dass der 3008 uns nur noch Strom für elektrisches Anfahren gab. Der Verbrenner übernahm das weitere Vorankommen. Dabei verbrauchten wir im Schnitt 7,1 Liter Super auf 100 Kilometer. Fuhrparkmanager müssen mit 44,54 Cent pro Kilometer an Betriebskoten rechnen.

Peugeot 3008 Hybrid mit gutem Handling

Durch den niedrigen Schwerpunkt liegt der Peugeot 3008 gut auf der Straße. Flott wedelt der Peugeot 3008 PHEV durch Kurven mit Geschwindigkeiten, die man einem SUV normal nicht zutrauen würde. Das Fahrwerk ist straff und schluckt dennoch Unebenheiten, ohne sie direkt an die bequemen Sitze weiterzugeben. Auch in der Stadt und beim Einparken kann der 3008 mit gutem Handling punkten. Sein Wendekreis ist für ein Auto dieser Klasse sehr klein. Durch die 20 Zentimeter Bodenfreiheit und verbauten Akku-Pakete sitzt man vorne und hinten relativ hoch. Im Fond wird es ab einer Körpergröße von 1,85 Metern für den Kopf eng. Das Kofferraumvolumen ist mit 395 Litern Ladevolumen ausreichend. Legt man die Rückenlehnen der Fondsitze um, wächst das Fassungsvermögen des Gepäckabteils auf 1.357 Liter.

Mit einem Netto-Einstiegspreis von weniger als 40.000 Euro (28.690 Euro zzgl. gesetzl. MwSt.) qualifiziert sich der Peugeot 3008 Hybrid für den Umweltbonus. Zudem profitieren Fahrer von der Dienstwagenbesteuerung für elektrifizierte Fahrzeuge, die bei 0,5 Prozent des Listenpreises liegt. 

Fazit

Attraktiv machen den Peugeot 3008 Hybrid 225 e-EAT8, neben der Optik, die guten Fahrleistungen,  die ausreichend elektrische Reichweite von knapp 50 Kilometern und ein umfangreiches Assistenzangebot. Die Betriebskosten sind moderat und am meisten profitieren die Dienstwagennutzer, die nur 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil bei privater Nutzung zahlen müssen. Er eignet sich also für User Chooser, die hauptsächlich pendeln und ab und zu zur Dienstreise weitere Strecken zurücklegen müssen, ohne aufladen zu können.

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Peugeot 3008 Hybrid: Die 225 PS sehen auf dem Papier recht viel aus. Doch von einer Übermotorisierung kann keine Rede sein, im Gegenteil, sie sind genau richtig für das fast zwei Tonnen schwere SUV.
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Die Rückleuchten sind in Krallenform mit 3D-Effekt ausgeführt. Die Rückscheinwerfer sind in ein klares, rauchfarbenes Glas eingesetzt, die die schwarze Blende zwischen den Heckleuchten optisch verlängern.
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Das Fahrwerk ist straff und schluckt dennoch Unebenheiten, ohne sie direkt an die bequemen Sitze weiterzugeben. Auch in der Stadt und beim Einparken kann der 3008 mit gutem Handling punkten.
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Das vielfach konfigurierbare Kombiinstrument hinter dem Lenkrad, namens i-Cockpit, ist weit oben angesiedelt. Dadurch erreicht Peugeot einen Effekt, der fast an ein Head-up-Display herankommt.
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Das Kofferraumvolumen ist mit 395 Litern Ladevolumen ausreichend. Legt man die Rückenlehnen der Fondsitze um, wächst das Fassungsvermögen des Gepäckabteils auf 1.357 Liter.

Betriebskosten/TCO Peugeot 3008 Hybrid 225 e-EAT8

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