Markante Front mit Matrix-LED-Licht. Die Lichtsignatur ist das Aushängeschild des neuen Peugeot 408. Sie erstreckt sich nach unten mit zwei LED-Streifen in Form von Fangzähnen, die in die Stoßfänger übergehen.
Foto: Michael Neher
Markante Front mit Matrix-LED-Licht. Die Lichtsignatur ist das Aushängeschild des neuen Peugeot 408. Sie erstreckt sich nach unten mit zwei LED-Streifen in Form von Fangzähnen, die in die Stoßfänger übergehen.

Inhaltsverzeichnis

bfp-Fahrbericht

Peugeot 408: Schön schräg

Stylisch, smart und sportlich. Peugeot mixt SUV, Coupé und Limousine zum neuen Hingucker 408. Ein Fastback, der sich sehen lassen kann.

Manchmal sind Zahlen nur Schall und Rauch. Manchmal können sie auch der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein. Motto: „Vier gewinnt“. Mit dem neuen 408 bringt Peugeot einen echten Hingucker an den Start. Obwohl die Löwenmarke schon einige Vierer im Portfolio hatte, ist der neue 408 eigenen Angaben zufolge „der erste seiner Art in der Geschichte der Marke“. Ein stylisches Crossover im markanten Fastback-Design. Obgleich er mit einer Länge von 4,69 Meter bereits in der Mittelklasse anklopft, ordnet Peugeot den 408 noch dem C-Segment zu. Technisch möglich macht diesen Spagat die bewährte EMP2-Plattform.

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Neuer Peugeot 408 positioniert sich am oberen Ende des C-Segments

Die Silhouette des Peugeot 408 ist prägnant. Unten mit wuchtigen 20-Zöllern im SUV-Look, oben filigran mit nach hinten stark abfallender, coupéartiger Dachlinie. Vollendet wird der gelungene Auftritt mit einer ausdrucksstarken Front, knackigem Heck und mittig mit einem komfortablen Limousinen-Abteil samt geräumiger Gepäckzone. Dank 2,79 Meter Radstand geht es auch im Fond bequem zu.

Vorn dominiert auch im 408 das von Peugeot bereits bekannte i-Cockpit. Nach wie vor ein wenig unglücklich ist das Zusammenspiel von ergonomischem Lenkrad und dem digitalen Kombi-Instrument über dem Lenkradkranz. Zwar schwärmt Peugeot von einem Über- oder besser Durchblick auf Augenhöhe, doch zumindest Sitzgrößen gelingt dies nicht. Ein Head-up-Display wäre die Lösung gewesen. Ansonsten ist im 408 der neue 10-Zoll-Digitalbildschirm gediegen, in der Version GT sogar in 3D. Üppig präsentiert sich im neuen Peugeot-Crossover zudem die Armada von bis zu 30 elektronischen Helfern, die ausstattungsabhängig serienmäßig oder optional erhältlich sind und von bis zu sechs Kameras und neun Radargeräten unterstützt werden.

Kompakt-Crossover 408: Echter Hingucker durch markantes Fastback-Design

Deutlich spartanischer geht es bei den Ausstattungslinien und Motorisierungen zu. Schon jetzt kann der 408 als reiner Benziner mit 131 PS sowie mit dem Top-Triebwerk, einem Plug-in-Hybrid (PHEV) mit 225 PS, in den Linien Allure Pack oder GT geordert werden. Der Verbrenner ist ab 32.605 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) zu haben, für den PHEV werden mindestens 42.899 Euro fällig. Im Januar reicht Peugeot dann die Basisversion Allure und einen PHEV mit 180 PS nach.

Apropos PHEV. Trotz des Wegfalls der PHEV-Umweltprämie ab 2023 sieht Peugeot den Top-Teilzeitstromer bei Fuhrparkkunden ganz oben auf der Bestellliste und erwartet stramme 60 Prozent B2B-Kunden. Man wolle mit dem 408-PHEV speziell in kleineren Flotten und mit dem weiterhin gültigen Steuervorteil (nur 0,5 Prozent) punkten.

Für die erste Fahrt: der 225 PS starke Plug-in-Hybrid im Blick

Kein Wunder also, dass uns bei unserer ersten Fahrt im 408 nur der Top-Teilzeitstromer zur Verfügung stand. Die rund dreistündige Tour mit dem Peugeot-Crossover bot einen abwechslungsreichen Mix aus Autobahn, Landstraße und Serpentinen. Die zehnfach elektrisch einstellbaren Sitze sind straff gleichwohl bequem. Speziell Vielfahrer dürften Ergonomie und Verstellmöglichkeiten der Vordersitze mit AGR-Gütesiegel zu schätzen wissen. Materialien und Haptik fühlen sich wertig an, Handling und Fahrverhalten sind gut.

Besonders auf der Autobahn gleitet der 408 ruhig und geschwind dahin. Beim Überholen ist er zwar recht dynamisch, untermalt von einem leicht aufgeregten Röhren – indes noch ein ganz wenig mehr Pep würden guttun. Im Hybrid-Modus lag der Verbrauch nach 162 Kilometern bei 6,3 Liter.

Rein elektrisch schafft PHEV bis zu 63 Kilometer

Doch gerade da zeigt sich, dass ein Plug-in-Hybrid seine Grenzen hat. Ist der Akku leer, sowieso. Das passiert im E-Modus nach rund 60 Kilometern, maximal sind rein elektrisch Tempo 130 drin. Mit dem Verbrenner sollen es sogar bis zu 233 km/h sein. Zum Aufladen der 12,4-kWh-Lithium-Ionen-Batterie stehen serienmäßig ein einphasiger On-Board-Charger mit 3,7 kW und optional für 420 Euro einer mit 7,4 kW bereit. An einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose ist der neue 408 in zirka sieben Stunden von 0 auf 100 Prozent geladen, an einer öffentlichen Ladesäule mit 22 kW gibt’s die volle Ladung Saft innerhalb von rund einer Stunde und 40 Minuten.

Technische Daten Peugeot 408:

Segment: Kompaktklasse

Karosserie: Fünftüriger Crossover

Maße | Kofferraum: 4.687 x 1.848 x 1.486 mm | 536-1.611 l (PHEV: 471-1.545 l)

Benziner: 131 PS | 6,1-6,0 l | 138-136 g CO2 | ab 32.605 Euro

PHEV: 225 PS | 1,2 l + 14,7-14,4 kWh | 28-26 g CO2 | ab 42.899 Euro

Max. Ladeleistung PHEV (AC/DC): 7,4/- kW

E-Reichweite PHEV: 63 km

Versicherung: k.A.

(Verbrauch, Emissionen und Reichweiten nach WLTP; Preise netto zzgl. USt.)

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