Foto: Tobia Kempe / Land Rover

Anders als die anderen

Range Rover Evoque: Augen-Blick mal!

Dienstwagenberechtigte dürfen mit starken Motoren Vorlieb nehmen. Auf Wunsch gibt es zwei sehr pfiffige Features.

Inhaltsverzeichnis

Von Timo Bürger Nachname

Das ist ein schicker Anblick: Eine Coupé-artige Silhoutte, eine abfallende Dachlinie bei gleichzeitig ansteigender Gürtellinie, wie zusammengekniffene Augen wirkende LED-Scheinwerfer-Schlitze, ausfahr- und versenkbare Türgriffe sowie ein markanter Dachspoiler. Im Englischen gibt es dafür die schöne Vokabel "iconic" – die mit "Kult" wohl recht treffend übersetzt ist.

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Der Range Rover Evoque ist einfach ein Design-Stück. Nun will Generation Nummer zwei den Erfolg des Vorgängers (800.000 verkaufte Einheiten seit 2011) fortsetzen, oder gar übertreffen. Kann das gelingen?

Der Range Rover Evoque kann Gelände richtig gut

Zwar werden wohl nur die wenigsten dieses edle Teile durch Matsch und Morast lenken, aber nichtsdestotrotz: Im Gelände macht dem Evoque mit seiner Allrad-Technik so schnell keiner etwas vor. Kaum eine Steigung, die er nicht erklimmt, kaum eine Schräge, die er nicht meistert, kaum eine Gefälle, das er nicht ohne Murren passiert.

Zuweilen scheint es, als setze Land Rover die Gesetze der Physik außer Kraft, so sicher lässt sich das Fahrzeug über Rampen, Wippen und bewegen. Das famose Allradsystem "Terrain Response 2" ist jetzt bei allen Allrad-und-Automatik-Varianten immer an Bord. Es bietet für jeden nur erdenklichen Untergrund insgesamt fünf Fahrprogramme.

Der Range Rover Evoque hat Durst

Wer sich für einen Range Rover Evoque entscheidet, kauft oder least in jedem Fall sehr potente Motoren: Unter 200 PS geht bei den Benzinern nichts, die stärkste Variante leistet gar 300 PS. Der gefahrene Ingenium 4-Zylinder-Turbobenziner hat zuweilen seine Mühe mit dem fast 1850 Kilogramm (Allradantrieb und Automatik sind abgesehen vom 150-PS-Diesel immer an Bord) schweren Fahrzeug. Beim impulsiven Tritte aufs Gaspedal jault das Aggregat auf, auch die 9-Gang-Wandlerautomatik wirkt zuweilen etwas unschlüssig.

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Auf einer tendenziell bedächtig gefahrenen 100-Kilometer-Runde um Hamburg flossen durch die Leitungen des 200 PS starken 4-Zylinder-Turbobenziner gut neun Liter Superbenzin. Der Motor ist (wie alle Allradvarianten) als 48-Volt-Mild-Hybrid kombiniert, dieser unterstützt den Motor beim Anfahren und Beschleunigen.

Da sind die drei Diesel (150 bis 240 PS) für die meisten Dienstwagenberechtigten vermutlich die bessere Wahl – vor allem die bärenstarke Variante überzeugt durch sofortigen Antritt und geschmeidigen Vortrieb. Dadurch wird das Fahrzeug zwar nicht leichter, der Normverbrauch der liegt allerding bei nur fünfeinhalb bis sechs Litern.

Ein Blick nach unten…

Eine gewitzte technische Lösung ist das neu "ClearSight Ground View"-System, das in diesem Modell zum ersten Mal optional eingesetzt wird. Kameras im Kühlergrill und in den Außenspiegeln projizieren Bilder auf den Touchscreen und zeigen so dem Fahrer, was sich vor beziehungsweise unter dem Vorderwagen befindet – eine hilfreiche Funktion bei hohen Bordsteinen, die sonst kaum oder nicht einsehbar wären.

…und ein Blick nach hinten

Ebenfalls optional ist der digitale Rückspiegel: Ein von einer Kamera auf der Finne aufgenommenes Bild des rückwärtigen Verkehrs wird in das Spiegelgehäuse projiziert. Diese Technik ("ClearSight Smart View") ist nützlich, wenn die Sicht nach hinten (beispielsweise durch Gepäck) verbaut ist; ein wenig gewöhnungsbedürftig ist dieses künstliche Bild auch.

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Ab selbstbewusst eingepreisten 38.100 Euro kann der neue Range Rover Evoque geordert werden. Für diesen Preis sind viele Ausstattungsdetails aber immer mit an Bord: Zum Beispiel bombensicher wirkende Verzurrösen im Laderaum sowie zwei Haken für Einkaufstaschen im Laderaum, Rückbank (im Verhältnis 40:20:40 teilbar); das Gepäckraumnetzt muss mit 109 Euro bezahlt werden.

Zudem offeriert Land Rover eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, beheizbare Außenspiegel mit Gehäusen in Wagenfarbe, das Terrain Response 2 Automatik, Berganfahr- und Bergabfahrhilfe, die Rückfahrkamera und etliche elektronische Assistenzsysteme

Fuhrparkleiter sollten bei der Wahl auf den Dieselmotoren bestehen. Wer sich für den Range Rover Evoque entscheidet, bekommt dann ein nicht alltägliches Kompakt-SUV, das auf der Straße eine ebenso gute Figur macht wie im Gelände.

Range Rover Evoque P200 technische Daten

  • Kompakt-SUV, Front- oder Allradantrieb

  • Neungang-Automatik, Allradantrieb

  • Länge: 4,37 Meter, Breite: 2,10 Meter Höhe: 1,65 Meter

  • Radstand: 2,68 Meter

  • Leergewicht: ab 1.787 kg,

  • Kofferraumvolumen: 591 – 1.383 Liter

  • 2,0 Liter Vierzylinder-Turbo-Benziner,

  • Leistung: 147 kW/200 PS

  • maximales Drehmoment: 340 Nm bei 1.300–4.500 U/min

  • Höchstgeschwindigkeit: 216 km/h

  • 0-100 km/h: 8,5 s

  • Verbrauch: 7,8–7,7 l/100 km

  • Testverbrauch: 9,3 l/100 km

  • CO2-Ausstoß: 178–176 g/km

  • Abgasnorm: Euro 6d-Temp, Effizienzklasse: C,

  • Preis: ab 43.600 Euro

Range Rover Evoque technische Daten

© Bürger, Timo

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