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Dunklere Jahreszeit

Ratgeber: Sicher fahren im Herbst

Rutschiges Laub auf den Straßen, Regen, Nebel und Sturm: Im Herbst sollten Autofahrer ihren Fahrstil an die Wetterverhältnisse anpassen.

Inhaltsverzeichnis

Mal Sonne, mal Regen, dazu Wind oder Sturm und Temperaturen von warm bis eiskalt - hier ein paar Tipps und Hinweise, wie Autofahrer sicher durch den Herbst kommen:

Laub und Erde machen Straßen glatt

Es kann schon rutschig auf den Straßen werden, bevor der erste Schnee fällt oder die Temperaturen unter Null fallen. Bei Schnee sind Autofahrer zwar meist vorsichtig unterwegs, sie unterschätzen aber gerne die Gefahren von verschmutzen Straßen. Im Herbst fallen nicht nur bunte Blätter auf die Fahrbahnen, sondern durch landwirtschaftlichen Maschinen kommt viel Erde auf die Straßen.

Sowohl Laub als auch Erde können Straßen gefährlich glatt werden lassen. Neben einer möglichen Rutschpartie muss man mit längeren Bremswegen rechnen. Damit nicht genug: Unter einer Blätterdecke verbergen sich außerdem häufig Schlaglöcher, Steine oder andere Hindernisse.

Parken unterm Baum vermeiden

Blätter sind aber auch auf dem Fahrzeug nicht ohne. Sie können in den Belüftungsschacht vor der Frontscheibe fallen und das Fahrzeuggebläse verstopfen. Dann funktioniert die Belüftung des Innenraums nicht richtig und die Scheiben beschlagen. Ratsam ist es deshalb, regelmäßig das Blattwerk von der Karosserie zu entfernen.

Wer kann, parkt sein Auto daher am besten nicht direkt unter einem Baum. Ein solcher Parkplatz ist auch bei Sturm ein denkbar schlechter Ort: Herabfallende Äste können erheblichen Schäden verursachen.

Vorsicht, Seitenwind!

Beim Thema Wind sollten Autofahrer sowieso nicht leichtsinnig sein und die Verkehrsschilder, die etwa auf die Gefahr von Seitenwind hinweisen, auch ernstnehmen. Damit man sein Fahrzeug bei unvorhergesehenen Böen unter Kontrolle hat, muss die Geschwindigkeit den Verhältnissen angepasst werden. Besonders auf Brücken oder Waldschneisen ist Vorsicht geboten, denn hier droht kräftiger Seitenwind. Nur wer beide Hände am Lenkrad hat, kann schnell reagieren und gegebenenfalls gegensteuern.

Für gutes Licht sorgen - auch bei Nebel

Nebel zählt sicherlich zu den unangenehmsten Wetterbedingungen. Um so wichtiger ist es, dass die Lichtanlage einwandfrei funktioniert. Registriert man aus der Ferne trüben Dunst, kann man rechtzeitig das Abblendlicht einschalten, das Tempo drosseln und den Abstand zum Vordermann erhöhen. Auch der Verkehrsfunk informiert über Straßenabschnitte, die von Nebel betroffen sind. Diese Warnhinweise sollte man beachten.

Gerät man doch überraschend in eine Nebelbank, sollte man sofort das Tempo reduzieren und das Abblendlicht aktivieren. Auf die Lichtautomatik zu vertrauen, ist keine gute Idee. Da sie auf Helligkeitsunterschiede reagiert, erkennt sie Sichtbehinderungen wie Nebel häufig nicht oder spät.

Nebelscheinwerfer darf man unter einer Sichtweite von 150 Metern nutzen. Das Einschalten der Nebelschlussleuchten ist hingegen erst bei einer Sichtweite von unter 50 Metern erlaubt, sonst blendet man den Hintermann.

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Bodenfrost kann plötzlich auftreten

Je nach Region und Wetterlage tritt im Oktober schon der erste Frost auf. Unterhalb von drei Grad müssen sich Autofahrer stets auf Glätte einstellen. Winterreifen sollten spätestens dann aufgezogen sein, wenn sich winterliche Straßenverhältnisse auch nur vorübergehend einstellen. Das kann im Herbst über Nacht passieren.

Überrascht erster Bodenfrost, sollte also ein Auto mit Sommerreifen stehen bleiben. Zwar besteht in Deutschland keine Winterreifenpflicht, wer aber bei winterlichen Bedingungen mit Sommerreifen unterwegs ins Rutschen kommt, dem droht ein Bußgeld von mindestens 60 Euro sowie ein Punkt auf dem Flensburger Konto.

Helle Kleidung und Reflektoren erhöhen die Sicherheit

Sehen und gesehen werden gilt auch für Radfahrer und Fußgänger. In der früher eintretenden Dämmerung werden sie schlechter erkannt und tauchen häufig als für andere Verkehrsteilnehmer unerwartetes Hindernis auf. Idealerweise tragen Fußgänger und Radfahrer helle Kleidung und nutzen Reflektoren, um besser wahrgenommen zu werden.

Nicht vergessen: Der nächste Winter kommt bestimmt

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Im Herbst stehen aber noch weitere Verkehrsteilnehmer im Fokus: Wildtiere. Seit der Zeitumstellung Ende Oktober fällt der Berufsverkehr wieder in die Zeit von Sonnenauf- und –untergang. Damit erhöht sich die Gefahr von Wildunfällen, denn Rehe, Hirsche und Wildschweine sind um diese Zeit auf Nahrungssuche oder kehren in ihre Ruhezonen zurück und überqueren dabei Straßen.

Nicht nur bei der Durchfahrt von Wäldern ist daher Vorsicht geboten, sondern auch auf Straßen entlang von Feldern und Wäldern. Taucht ein einzelnes Reh oder Wildschwein auf, muss man damit rechnen, dass weitere Tiere aus dem Rudel folgen. Droht eine Kollision, ist Ausweichen oft die gefährlichste Reaktion. Im Zweifel ist der kontrollierte Zusammenstoß vorzuziehen, bei dem das Tier möglichst frontal getroffen wird. (SP-X/cr)

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