Foto: Opel Automobile GmbH

Restwerte

Restwerte: Crossland X und Arona vorn

Kleine Crossover werden hierzulande immer beliebter. In Sachen Restwertbeständigkeit fährt ein Opel vorweg.

Ute Kernbach

Mehr als 480.200 SUVs und Crossover-Modelle sowie knapp 277.000 Geländewagen wurden in den ersten elf Monaten 2017 in Deutschland neu zugelassen, das entspricht einem Plus von 23,5 beziehungsweise 4,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. „Crossover – englisch klingt immer besser als das unromantische Deutsch: Mischmasch wäre demnach die teutonische Entsprechung des schicken Anglizismus und damit wohl der Marketing-Supergau. Das Segment boomt und wird im Laufe der kommenden Jahre den SUV als Hauptziel der Begierde ablösen“, progonstiziert Dieter Fess der Bähr & Fess Forecasts GmbH.

Warum Crossover?

Diese Fahrzeuge folgen dem fortschreitenden Wunsch der Fahrer nach Individualisierung und versuchen, eine Melange aus den ehemaligen und aktuellen Publikumslieblingen Kombi, Van und SUV herzustellen. Die Fahrzeuge versprühen einen Hauch von Abenteuer mit ihrem Outdoor-Look und sind gut für die Stadt geeignet, büßen dafür jedoch an Geländetauglichkeit ein, da sie nur selten über einen Allradantrieb verfügen.

Wer wahrt den Wert am besten?

Die zu erwartenden Restwerte ausgewählter City-Kraxler haben die Prognoseexperten von Bähr & Fess durchleuchtet. Die Hitliste in dieser Klasse führt knapp der Crossland X 1,6 Diesel an. Der gefällige Rüsselsheimer steht auf der Citroën-C3-Plattform und entstammt einer Kooperation mit PSA. Mit einem Restwert von 47,5 Prozent steht der kleine Opel um einen halben Prozentpunkt besser da als die Zweitplazierten Seat Arona 1,2 TSI und 1,6 TDI, die beide nach diesem Zeitraum noch 47 Prozent ihres ehemaligen Neupreises wert sind.

Wer verliert prozentual am meisten?

Der Spanier führt die Mini-Crossover-Offensive des VW-Konzerns an und ist das erste SUV des Konzerns, das auf dem modularen Querbaukasten des A0-Segments – wie der Ibiza – basiert. Platz vier mit einem Restwert von 46 Prozent kann der Kia Stonic 1,6 CRDI für sich in Anspruch nehmen. Mit dem neuen Stonic hat Kia seine SUV-Palette nach unten abgerundet.

Am unteren Ende der Wertbeständigkeitsskala mit prognostizierten Restwerten von weniger als 43 Prozent in zwei Jahren sind der Renault Captur 1,2 Energy und die beiden Citroen-C3-Aircross-Modelle 1,2 Pure-Tech und 1.6 Blue-HDI zu finden.

Die wertbeständigsten Crossover:

  • Opel Crossland X 1,6d

  • Seat Arona 1,2 TSI und 1,6 TDI

  • Kia Stonic 1,6 CRDI

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