Mit 46,5 Prozent DAT-Prognose Restwert-Riese unter den kleinen Kastenwagen mit Benzinmotor: Mercedes City-Transporter Citan 113.
Foto: Christian Frederik Merten
Mit 46,5 Prozent DAT-Prognose Restwert-Riese unter den kleinen Kastenwagen mit Benzinmotor: Mercedes City-Transporter Citan 113.

Inhaltsverzeichnis

Restwert-Prognose

Restwerte Kompakt-Transporter: Die Marke macht´s

Im Transporter-Segment kommt es auf jeden Cent an. Wie also performen kompakte Kastenwagen beim wichtigen TCO-Baustein Restwert?

Viel Platz auf wenig Raum bieten sie, die kompakten Kastenwagen. So sind sie unverzichtbar für das Handwerk oder den urbanen Lieferverkehr. Was aber zählt neben dem Stauraum am meisten auch bei kleinen Transportern? Richtig, die Kosteneffizienz und damit die TCO. Das Restwertverhalten beeinflusst auch die Unterhaltskosten der Kompakt-Transporter wesentlich – aber so praktisch die kleinen Kastenwagen im Alltag auch sind, zu den Restwertriesen zählen sie zumindest mit Benzinmotor nicht. Die 50-Prozent-Marke reißt kein Modell in unserem Vergleich, für den sich die Prognose-Experten der DAT das Restwertverhalten kleiner Transporter mit L1-Radstand genauer angeschaut haben.

Und ein weiteres Ergebnis vorweg: Die Marke spielt auch im rationalen Transporter-Segment eine wichtige Roll für die Restwert-Prognose. Das auch bei den kleinen Kastenwagen beliebte Badge Engineering zeigt, dass das Emblem auch bei technisch identischen und optisch nur leicht bis mäßig abgewandelten Modellen maßgeblich ist für die Restwertentwicklung.

Restwerte Kleinwagen: Ein Hybrid auf Platz eins

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Mercedes, VW und Ford mit den höchsten Restwerten

Ein Beispiel: unser erstplatzierter Kompakt-Transporter, der Mercedes-Benz Citan 113. Nach drei Jahren und 60.000 Kilometern auf der Uhr liegt sein Händlereinkaufspreis bei 46,5 Prozent. Seine Verwandten von Renault und Nissan kommen auf maximal 40,0 Prozent und landen damit in diesem Vergleich im (unteren) Mittelfeld.

Auf den nächsten beiden Plätzen des Restwert-Treppchens folgen zwei komplett verschiedene Modelle: der VW Caddy Cargo TSI mit 45,2 Prozent sowie der Ford Transit Connect 1.0 Eco Boost 210. Für ihn errechnet die DAT glatte 42,0 Prozent Restwert, was eine Differenz von 3,2 Punkten zum VW bedeutet – deutlich größer als die zwischen VW und Mercedes. Fakt am Rande: Beim Tourneo Connect, der Pkw-Version des Transit Connect, bedient sich Ford mittlerweile der Plattform des aktuellen VW Caddy. Nutzfahrzeug-Kunden bleibt bis auf Weiteres das hier berücksichtigte, rund zehn Jahre alte Modell.

Citroen Berlingo und Renault Express noch bei oder über 40 Prozent

Auf Platz vier folgt mit dem Citroen Berlingo Pure Tech 110 Stop & Start der erste Kompakt-Transporter aus dem Stellantis-Konzern. Mit einem erwarteten Restwert von 40,2 Prozent setzt er sich im Ranking von seinen Schwestermodellen, die mit Ausnahme des Fiat Doblo die hinteren Plätze belegen, deutlich ab.

So folgt auf den Citroen auf Platz fünf auch kein Stellantis-Produkt, sondern der Renault Express, die Einstiegsversion des Renault Kangoo. Mit glatten 40,0 Prozent Restwert-Prognose der DAT liegt er nur knapp hinter dem Berlingo.

Rote Restwert-Laterne für den Peugeot Partner

Weiter geht es dann mit dem Fiat Doblo, und jetzt landen wir erstmals unter der 40-Prozent-Marke. Der italienische Kleintransporter nutzt in neuester Generation die Kompakttransporter-Plattform des früheren Stellantis-Konzerns und landet mit 39,2 Prozent genau einen Punkt hinter seinem Schwestermodell Citroen Berlingo. Auf praktisch ähnlichem Niveau (39,1 Prozent) befindet sich der Nissan Townstar, wie sein Vorgänger NV250 ebenfalls ein Zwilling des Renault Kangoo.

Auf Rang acht und damit auf einem der hinteren Plätze landet mit 38,6 Prozent der Opel Combo Cargo 1.2 Direct Injection Turbo. So fährt der Rüsselsheimer genau in die Mitte der Stellantis-Kompakttransporter-Interpretationen. Besser performen der Citroen und der Fiat, auf den Rängen zehn und elf noch schlechter der Toyota Proace City 1.2 Turbo auf selber technischer Basis (38,3 Prozent) und der Peugeot Partner Pure Tech 110 Start & Stop (37,7 Prozent).

Dazwischen sortiert sich auf Platz neun – und das nur ganz knapp vor dem Toyota – der Renault Kangoo Rapid TCe 130 ein (38, 4 Prozent). Das Original des Quartetts aus Kangoo, Express, Townstar und Citan bringt also die niedrigste Restwert-Prognose mit.

Renault Express absolut am günstigsten

Auch mit Blick auf den absoluten Wertverlust zählen die drei erstplatzierten Kastenwagen zu unseren Restwert-Siegern. Mit rund 12.500 bis 13.500 Euro Wertverlust (alle Beträge netto zzgl. USt.) landen Mercedes Citan, VW Caddy Cargo und Ford Transit Connect hier auf den Rängen zwei bis vier. Was aber auch heißt: Der Sieger kommt aus einem anderen Stall und heißt Renault Express. Lediglich rund 11.200 Euro verlieren seine Halter nach drei Jahren und 60.000 Kilometern – Spitzenwert in diesem Vergleich. Am teuersten wird es dagegen für Opel- und Peugeot-Halter, die jeweils über 15.000 Euro Wertverlust hinnehmen müssen.

Platz 2 mit 45,2 Prozent Händlereinkaufswert: der VW Caddy Cargo TSI.
Platz 3 mit 42,0 Prozent Händlereinkaufswert: der Ford Transit Connect 1.0 Eco Boost L1 210.
Platz 4 mit 40,2 Prozent Händlereinkaufswert: der Citroen Berlingo Pure Tech 110 Stop & Start.
Platz 5 mit 40,0 Prozent Händlereinkaufswert: der Renault Express TCe 100.
Platz 6 mit 39,2 Prozent Händlereinkaufswert: der Fiat Doblo Pure Tech 110 Start & Stop (Bild: Fiat E-Doblo).
Platz 7 mit 39,1 Prozent Händlereinkaufswert: der Nissan Townstar DIG-T 130 Visia.
Platz 8 mit 38,6 Prozent Händlereinkaufswert: der Opel Combo Cargo 1.2 Direct Injection Turbo.
Platz 9 mit 38,4 Prozent Händlereinkaufswert: der Renault Kangoo Rapid TCe 130 Start.
Platz 10 mit 38,3 Prozent Händlereinkaufswert: der Toyota Proace City 1.2 Turbo Start & Stopp.
Platz 11 mit 37,7 Prozent Händlereinkaufswert: der Peugeot Partner Pure Tech 110 Start & Stop.

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