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Firmenwagenwissen

Rote Karte für die Alkoholfahne - Alkolocks

Obwohl die Zahlen leicht rückläufig sind, spielt Alkohol als Unfallursache weiterhin eine bedeutende Rolle. Bei schweren Unfällen mit Personenschäden und Getöteten ist Alkohol überproportional dabei. Jeder 14. Verkehrstote ist hierzulande Opfer eines Crashs, bei dem mindestens ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss stand. Auf dem Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar diskutierten die Experten über eine Zündschlosssperre, die nach einer Atemalkoholmessung angetrunkene Personen daran hindert, den Motor überhaupt zu starten. Der Verkehrsgerichtstag plädiert nun für einen Modellversuch, um wissenschaftliche Erkenntnisse über diese sogenannten Alkolocks zu sammeln.

Der Modellversuch solle für alle erstmalig alkoholauffälligen Kraftfahrer offenstehen, bei denen Blutalkoholwerte bis zu 1,59 Promille festgestellt worden seien, fordert der Verkehrsgerichtstag. Höhere Promillewerten wären schon aus rechtlichen Gründen ausgenommen. Voraussetzung der Teilnahme wäre die positive Bewertung einer qualifizierten Eingangsuntersuchung durch neutrale Sachverständige. Um Manipulationen an der Technik zu minimieren, etwa dadurch, dass das Auto durch die Atemprobe einer anderen Person gestartet werden könnte, plädieren die Experten dafür, das System eventuell mit einer Gesichtserkennungstechnik zu kombinieren.

Die Teilnahme an diesem Programm könnte beispielsweise als Alternative zur vorläufigen Entziehung oder Sicherstellung der Fahrerlaubnis oder einem Fahrverbot genutzt werden. Als Präventivmaßnahme sollte zudem europaweit verpflichtend der Einbau von Alkohol-Interlock-Geräten im gewerblichen Personen- und Güterverkehr umgesetzt werden.

In den USA werden Alkolocks bereits seit zwei Jahrzehnten bei Personen genutzt, die meist als Wiederholungstäter wegen Alkohol am Steuer verurteilt worden sind. Die Rückfallquote sank in der Folge um etwa um 60 Prozent. Und auch in europäischen Staaten wie Finnland, Schweden, Frankreich, Polen und den Niederlanden kommen mittlerweile Zündschlosssperren und verpflichtende psychologische Begleitprogramme zum Einsatz.

Quelle: spotpress.de/Klaus Lockschen/SP-X

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Praxisleitfaden

Die Unterweisung der Firmenwagennutzer

Eine der zentralen Aufgaben im Fuhrpark ist die Unterweisung der Fahrer. Doch worauf kommt es dabei an, und was muss genau behandelt werden?

Rückfahrkameras für alle

Die EU-Kommission will Fahrerassistenzsysteme zur Pflichtausstattung neuer Autos machen. Einem nun veröffentlichten Vorschlag zufolge sollen Rückfahrkameras, Müdigkeitserkennungen und intelligente Geschwindigkeitsbegrenzer künftig in allen Fahrzeugen zum Standard zählen. Bei Pkw wird zudem der verpflichtende Einbau von Spurhaltehelfern und Notbremssystemen vorgeschlagen, bei Lkws und Bussen sollen Maßnahmen zur Sichtverbesserung durchgeführt werden. Als obligatorisch vorgesehen sind auch Warnsysteme, die drohende Kollisionen mit Fußgängern und Radfahrern erkennen.

Pläne der EU-Kommission

Werden Rückfahrkameras für Neuwagen bald Pflicht?

Auch verschiedene andere Assistenzsysteme sollen bald verpflichtend in allen Neufahrzeugen eingebaut sein.

Auch Beihilfe zur Unfallflucht ist strafbar

Wer einem Unfallfahrer hilft, zu fliehen, macht sich ebenfalls strafbar. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe zur Unfallflucht gilt das auch, wenn der Helfer nicht selbst am Unfallort ist und den Flüchtigen erst später unterstützt – zum Beispiel, indem er ihn aus einem Versteck abholt.

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