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Foto: Christian Frederik Merten
Stolz auf den Neuzugang: Gerald Lautenschläger, Country Manager Deutschland beim Maxus-Importeur Maxomotive, präsentiert den eDeliver 9.

Elektro-Transporter

SAIC-Marke Maxus: Elektrische Lastenträger

Die chinesische Transporter-Marke Maxus ist jetzt auch in Deutschland aktiv. Country Manager Gerald Lautenschläger erklärt, wohin die Reise geht.

Seit Ende 2020 buhlt ein neuer Transporter-Hersteller um die Gunst der Kunden. Maxus, Marke des chinesischen SAIC-Konzerns, setzt dabei vornehmlich auf Elektro-Nutzfahrzeuge. Mit dem eDeliver 3 im Größensegment des VW Transporter T6.1 und dem eDeliver 9 im Sprinter-Segment besteht die Maxus-Palette fast ausschließlich aus batterieelektrischen Transportern, nur der Deliver 9 ist auch in einer Diesel-Variante lieferbar. Dazu kommt der ebenfalls vollelektrische EV80, der aber in den nächsten Monaten ausläuft und jetzt vom eDeliver 9 ersetzt wird. Der Selbstzünder des Deliver 9 wird auch langfristig lieferbar sein, spielt praktisch aber nur eine Nebenrolle im Maxus-Portfolio.

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Maxus setzt auf Händler mit Großkundenerfahrung

2021, im Anlaufjahr des Deutschland-Vertriebs, hat Maxus in Deutschland eine dreistellige Zahl seiner Transporter an den Mann gebracht. Für 2022 liegt das Ziel deutlich höher, so Gerald Lautenschläger, Country Manager Deutschland beim Maxus-Importeur Maxomotive: „Die derzeitigen Planungen liegen für den nächsten Schritt im hohen dreistelligen Bereich.“ Lautenschläger ist optimistisch, dass Elektro-Transporter im Allgemeinen und Maxus im Speziellen auf eine steigende Resonanz in den Unternehmen treffen. Mit Reichweiten von rund 300 Kilometern im Falle des eDeliver 9 wüchsen die Batterie-Nutzfahrzeuge immer stärker in das reguläre Nutzungsprofil der Transporterkunden vor. Mit Blick auf die Fahrprofile ist er schon heute überzeugt: „50 Prozent des Transporter-Bestands lassen sich ohne Einschränkungen im Alltag durch Elektro-Fahrzeuge ersetzen.“

Dabei helfen sollen die langfristig 150 Vertriebs- und Servicestandorte in Deutschland. Ende 2022 soll das Netz auf diese Größe angewachsen sein: „Transporter- und Großkundenerfahrung spielen bei der Auswahl unserer Partner eine große Rolle“, unterstreicht Lautenschläger. Und auch sonst setzt Maxomotive auf den Ausbau seines Partner-Netzes, zum Beispiel in Sachen Aus- und Umbauten. Lösungen von Bott, Sortimo und Würth sind für die chinesischen Elektro-Transporter heute bereits verfügbar.

Kooperationen bestehen außerdem mit Santander, E-Cuno und The Mobility House. Mit Santander habe man bereits eine pragmatische Zusammenarbeit etabliert, unterstreicht Lautenschläger. „Maxus-Transporter sind bei Santander gelistet und als Leasing-Fahrzeuge im Santander-Leasingtool für die Händler verfügbar.“ Bei unter 200 Euro netto starte die Leasingrate für einen eDeliver 3, so Lautenschläger, den BAFA-Umweltbonus als Sonderzahlung eingerechnet. Alle Maxus-Elektrotransporter erhalten den Umweltbonus, bei der Beantragung dieser und anderer Fördermittel unterstützt seit Kurzem E-Cuno, beim Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur vor Ort The Mobility House.

Neue Maxus-Fahrgestelle ab 2022

Den eDeliver 9, die Elektro-Variante des Deliver 9, liefert Maxus seit Mitte dieses Jahres aus. Eine weitere Abrundung des Modellportfolios, zum Beispiel ein Transporter unterhalb des eDeliver 3, plant Maxus derzeit nicht. „Wir decken mit den vorhandenen und geplanten Varianten 80 bis 90 Prozent des Segments ab“, so Gerald Lautenschläger. So ganz ohne Neuigkeiten bleibt die SAIC-Marke 2022 dann aber doch nicht: Fahrgestelle soll es geben, ab Frühjahr für den eDeliver 9 und ab dem zweiten Quartal für den kleineren eDeliver 3. Bis dahin ist der große Maxus als Kastenwagen der Formate L2H2, L3H2 sowie als L3H3 bestellbar. Mit brutto 51,5, 72,0 oder 88,6 kWh stehen außerdem drei Batteriegrößen zur Wahl, wobei der größte Akku nicht für den eDeliver L2H2 bestellbar ist. Die Ladeleistung beträgt 11 kW beim AC- und maximal 72 kW beim DC-Schnellladen. Für stromeffizientes Fahren gibt es im immer dreisitzigen eDeliver 9 eine dreistufige Rekuperation.

Der Elektromotor des eDeliver 9 leistet 204 PS, als maximale WLTP-Reichweite im Stadtverkehr gibt Maxomotive 353 Kilometer an. Kombiniert sind es bis zu 296 Kilometer. Das Laderaumvolumen der H2-Varianten beträgt 9,7 bis 11,0 m3, das maximale Gesamtgewicht 3,5 Tonnen. Bei der H3-Version sind es maximal 12,95 m3 und 4,05 Tonnen (H3). Die Preise starten bei 51.490 Euro (netto zzgl. USt.) für den L2H2 mit 51,5-kWh-Akku. Auf der BAFA-Liste der förderfähigen Elektro-Fahrzeuge vom 1. Oktober 2021 stehen die Varianten L2H2 und L3H2 ohne spezifische Angabe der Akku-Größen.

Grundsätzlich robust: der Maxus eDeliver 9

Wir durften den eDeliver 9 bereits für eine kurze Runde unter unsere Fittiche nehmen. Das Auto machte auf der ersten Fahrt im Stadtverkehr einen soliden Eindruck, das Cockpit überzeugt mit robusten, bestens für den Arbeitseinsatz geeigneten Kunststoffen. Auch an der Verarbeitung im Cockpit gab es beim ersten Kennenlernen nichts zu meckern. Kleine Details fielen aber doch auf in unserem Probe-Exemplar, etwa nachlässig angeklebte Gummidichtungen an der Hecktür oder die offene Lenksäule im Fahrer-Fußraum als Serien-Standard. Zur praktischen Reichweite des eDeliver 9 können wir noch keine Auskunft geben, zu kurz war unsere Ausfahrt mit dem Maxus. Aufschluss darüber wird sicher bald ein Test des neuen Transporters geben.

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Zweites und Einstiegs-Modell der Maxus-Palette in Deutschland ist der eDeliver 3 (links im Bild).
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Der eDeliver 9 ist die vollelektrische Variante des Deliver 9. Alternativ gibt es den Transporter der Sprinter-Klasse auch mit Diesel-Antrieb.
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Mit den wichtigen Ausbauern arbeitet Maxus ebenfalls zusammen. Neben Bott gibt es Lösungen auch von Sortimo und Würth.
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Modernes und sauber verarbeitetes Cockpit des Maxus eDeliver 9.
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Blick in den eDeliver-9-Laderaum mit Ausbaulösung.
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Deutlich chromverziert: der neue Maxus eDeliver 9.

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