Foto: Gudrun Muschalla - Jaguar Land Rover Germany

bfp-Fahrbericht

Schon gefahren: Neue Plug-in-Hybride bei Land Rover

Land Rover liefert den Discovery Sport und den Range Rover Evoque ab sofort auch als Plug-in-Hybrid. Benziner und E-Motor liefern zusammen bis zu 309 PS.

Von Christian Frederik Merten

Jaguar Land Rover erweitert seine Palette an elektrifizierten Fahrzeugen. Für den Range Rover Evoque und den Land Rover Discovery Sport gibt es erstmals einen Plug-in-Hybrid. Da sich beide Fahrzeuge dieselbe Plattform teilen, sind auch ihre Leistungsdaten identisch. Abweichungen ergeben sich lediglich beim Verbrauch, bei den Emissionen und der Reichweite.

Schnellladen möglich

Auf 309 PS Systemleistung bringen es der Range Rover Evoque P300e PHEV und der Land Rover Discovery Sport P300e PHEV. Die schöpfen sie aus einem komplett neu entwickelten 1,5-Liter-Dreizylinder-Turobobenziner mit 200 PS sowie einem 109-PS-Elektromotor. Letzterer ist für den Hinterachsantrieb verantwortlich, heißt beide Modelle kommen serienmäßig mit Allradantrieb.

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Mit 540 Nm Drehmoment warten die Plug-in-Hybride auf, die Kraftübertragung erfolgt über die aus anderen Jaguar-Land-Rover-Modellen bekannte Automatik, in diesem Fall mit acht Gängen. Für beide Modelle geben die Engländer maximal 55 Kilometer rein elektrische Reichweite nach WLTP an, der Benzin-Verbrauch liegt bei 1,9 (Evoque) beziehungsweise 2,0 Litern (Discovery Sport) je 100 Kilometer. Seinen Strom zieht der Elektromotor aus einer brutto 15 kWh und netto rund 12 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie.

Ist sie leer, lassen sich Discovery Sport und Ranger Rover Evoque P300e PHEV auch mit Gleichstrom schnellladen. Bei maximal 32 kW Ladeleistung lässt sich ihr leerer Akku in rund 30 Minuten auf bis zu 80 Prozent füllen. Wer via Mode-3-Kabel an der 7-kW-Wallbox oder an der öffentlichen Ladesäule lädt, schafft die 80 Prozent in 1:24 Stunden. Eine Komplettladung an der regulären Haushaltssteckdose via Mode-2-Kabel dauert 6:42 Stunden. Der Ladestatus lässt sich über das Smartphone abrufen, dort lässt sich zudem der Ladzeitpunkt voreinstellen. Auch die Vorkonditionierung von Akku und Innenraumtemperatur sind per App möglich.

Drei Fahrmodi für die Plug-in-Hybride

Für ihre neuen Plug-in-Hybride haben die Jaguar-Land-Rover-Ingenieure drei verschiedene Fahrmodi vorgesehen. Im Hybrid-Modus, dem Standard-Modus, steuert das System bis Tempo 135 selbst die bestmögliche Nutzung von Benziner und Elektromotor. Bei höheren Geschwindigkeiten sorgt allerdings ausschließlich der Benziner für Vortrieb. Ist ein Ziel im Navi eingestellt, nutzt es dazu auch die Navigationsdaten. Im EV-Modus fahren Evoque und Discovery Sport PHEV ausschließlich elektrisch, im Save-Modus vorrangig mit dem Verbrenner. So lässt sich der Akkustand auf einem vorab gewählten Niveau halten, zum Beispiel um am Ziel in einer Umweltzone ausschließlich elektrisch fahren zu können.

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Wir konnten eine erste Runde mit dem Discovery Sport P300e PHEV drehen. Unsere Fahrt absolvierten wir in geschlossenen Ortschaften und auf Landstraßen, und zwar ausschließlich im alltagstauglichen Hybrid-Modus. Einen nicht unerheblichen Teil der Strecke waren wir rein elektrisch unterwegs. Auf die zwei Liter Verbrauch sind wir trotz der relativ gemächlichen Fahrt nicht gekommen, für eine wirkliche Verbrauchsabschätzung fehlt an dieser Stelle allerdings zumindest eine kurze schnellere Etappe. Übrigens: typische Dreizylinder-Vibrationen verkneift sich der Turbo, die Ausgleichswelle des Aggregats erfüllt ihren Zweck auch in der Praxis.

Ab 47.798 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) steht der Discovery Sport P300e PHEV in der Preisliste, mindestens 47.037 Euro kostet der Antrieb im Range Rover Evoque. Für diesen Preis bringen beide Modelle serienmäßig bereits die Ausstattungslinie S mit. Immer mit an Bord ist also auch das neue Infotainmentsystem Pivi Pro, das unter anderem neue Funktionen integriert. Auch Over-the-Air-Updates der Software sind in beiden Modellen nun möglich.

Dreiphasiges Laden im Jaguar I-Pace

Neben der Premiere der beiden Plug-in-Hybrid-Modelle frischen die Engländer aber auch ihr vollelektrisches Crossover Jaguar I-Pace auf. Wichtigste Neuerung: Das Elektroauto lässt sich nun auch dreiphasig laden. Über das jetzt serienmäßige 11-kW-Bordladegerät lassen sich über eine 11-kW-Wallbox pro Stunde 53 Kilometer Reichweite nach WLTP auffüllen, so Jaguar Land Rover. Für eine komplette Ladung sollen es unter diesen Bedingungen 8:36 Stunden sein. An einer 50-kW-Ladesäule können Fahrer in einer Viertelstunde 63 Kilometer Reichweite in den Akku laden, an einer 100-kW-Säule sind es demzufolge 127 Kilometer. Außerdem gibt es für den I-Pace ebenfalls das Pivi-Infotainmentsystem, Over-Te-Air-Updates und neue Ausstattungs-Features wie eine neue 3D-Surround-Kamera oder ein in den Rückspiegel projiziertes Kamerabild.

Foto: Matthew Howell - Jaguar Land Rover

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