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Leichte Design-Retuschen und die neue Variante Sportline: so fährt seit Anfang 2022 der Skoda Karoq vor.
Foto: Christian Frederik Merten
Leichte Design-Retuschen und die neue Variante Sportline: so fährt seit Anfang 2022 der Skoda Karoq vor.

bfp-Fahrbericht

Skoda Karoq: Detail-Pflege fürs SUV

Leichte Retuschen und eine neue Ausstattungslinie: Seit Anfang des Jahres fährt Skodas Kompakt-SUV Karoq im Detail geliftet auf die Straße.

2017 folgte der massentaugliche Skoda Karoq auf den etwas individualistischen Yeti, da war es Anfang 2022 Zeit für eine Modellpflege. Seitdem rollt das kompakte SUV in überarbeiteter Form von Band. Leichte optische Retuschen, verbesserte Konnektivität und Assistenzsysteme sowie die neue Ausstattungslinie Sportline sind die Kennzeichen des gelifteten Karoq. Spoiler: Seinen praktischen Charakter hat das Skoda-SUV aber behalten.

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Skoda Karoq jetzt auch mit Matrix-LED-Licht

Vom Vorgängermodell unterscheidet sich der geliftete Karoq durch schmalere Leuchten vorn und hinten, veränderte Schürzen sowie den neuen Sechseck-Grill. Die Scheinwerfer-Gehäuse beherbergen erstmals im Karoq Matrix-LED-Licht. Serienmäßig allerdings nur im neuen Topmodell Sportline und für 1.387 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) zusammen mit dem LED-Ambientelicht im Style. Die Basis Active und die zweitniedrigste Linie gehen in Sachen Matrix-LED-Licht dagegen komplett leer aus.

Innen bietet das 4,39 Meter lange Kompakt-SUV weiterhin viel Platz für seine Größe. Für die Passagiere vorne wie hinten, aber auch für das Gepäck. 521 bis 1.630 Liter Koffer und Co. schluckt der Karoq, genug auch für die größere Tour zu viert. Für Ambition und Style ist für 529 Euro außerdem das Varioflex-Sitzsystem für die zweite Reihe bestellbar Außerdem gibt es neue Interieur-Materialen. Bedeutet verschieb-, versetz- und herausnehmbare Außensitze sowie einen herausnehmbaren Mittelsitz und maximal 1.810 Liter Ladevolumen.

Digitale Instrumente im Jahresverlauf immer Serie im Karoq

Außerdem betont Skoda den höheren Digitalisierungsgrad im aufgehübschten Karoq. Für die Basis Active soll es eine 8-Zoll-Version geben, ab Ambition die Version mit 10,25 Zoll. Derzeit beginnen die Freuden volldigitaler Instrumente serienmäßig aber erst ab Style. In der Basis gab es sie Ende Juli laut Skoda-Konfigurator gar nicht, im Ambition nur in einem der Infotainment-Pakete ab 773 Euro.

Auch im Skoda Karoq ist ein Touchscreen ein wichtiges Infotainment-Bedienelement. Serie im Active und Ambition ist ein 6,5-Zoll-Bildschirm, die höheren Varianten bekommen standardmäßig eine 8-Zoll-Variante. Für den Ambition gibt es den größeren Monitor gegen Aufpreis in den Infotainment-Paketen. Generell wirkt das Karoq-Cockpit auch nach dem Facelift ergonomisch aufgeräumt und für die Preisklasse passend.

Kompakt-SUV mit Verbrauch knapp oberhalb der WLTP-Marke

Drei Benziner und einen Diesel bietet Skoda für den Karoq an. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner liefert 110 PS, der bekannte 1,5-Liter-Turbo 150 PS und der 2,0-Liter-Spitzenbenziner 190 PS. Beim 2,0-Liter-Diesel haben Interessenten die Wahl zwischen 115 und 150 PS, wobei die beiden jeweils stärksten Aggregate ausschließlich mit Doppelkupplung und Allradantrieb lieferbar sind. Und der Spitzen-Benziner auch nur für die neue Ausstattung Sportline.

Wir sind den Skoda Karoq mit dem 150-PS-Benziner und Sechsgang-Handschaltung gefahren. Dabei agiert das Kompakt-SUV aus Tschechien auffällig unauffällig. Es hängt gut am Gas, das Getriebe lässt sich leicht schalten und die Federung findet einen guten Kompromiss aus Komfort und Straffheit. Maximal 7,6 Liter Benzin soll der Tscheche nach WLTP je 100 Kilometer mit diesem Motor verbrauchen, bei uns waren es laut Bordcomputer 7,4 Liter. Damit haben wir die Theorie-Marke trotz überwiegender Stadtfahrten kaum gerissen.

Unsere Wahl: Karoq Ambition oder Style mit 150 PS

Ab 22.118 Euro steht der Skoda Karoq derzeit in der Preisliste. Dann mit dem Basis-Benziner und in der fast gar nicht aufrüstbaren und daher wenig empfehlenswerten Active-Ausstattung. Da der Active aber sowieso nur mit 110 PS lieferbar ist und wir in dieser Klasse durchaus zu 150 PS greifen würden, geht es realistisch bei 26.034 Euro für den Benziner los. Der 150-PS-Diesel ist ab 32.563 Euro zu haben, der neue Karoq Sportline kostet als 150-PS-Handschalter mindestens 30.798 Euro. Allerdings: Die Karoq-Topausstattung bietet vor allem optische Gimmicks, wir denken, der Karoq Ambition oder Style sind ebenfalls eine gute Wahl.

Technische Daten Skoda Karoq:

  • Segment: Kompaktklasse
  • Karosserie: SUV fünftürig
  • Maße | Kofferraum: 4.390 x 1.841 x 1.629 mm | 521-1.810 l
  • Diesel: 115-150 PS | 4,3-6,6 l | 112-172 g CO2 | ab 26.933 Euro
  • Benziner: 110-190 PS | 5,3-8,5 l | 119-193 g CO2 | ab 22.118 Euro
  • Versicherung: KH: 12-13 | VK: 17-21 | TK: 20-22

(Verbrauch, Emissionen und Reichweiten nach WLTP; Preise netto zzgl. USt.)

Auch am Heck des Kompakt-SUVs von Skoda wurdendie Leuchten schmaler.
Das Karoq-Cockpit wird mit dem Facelift digitaler, im Laufe des Jahres sollen alle Versionen serienmäßig mit digitalem Cockpit kommen. Noch ist das erst ab  der Version Style Serie.
Großzügiger Kofferraum: Je nach Konfiguration schluckt der Karoq  521 bis 1.810 Liter Gepäck.
Schlankere Scheinwerfer für den gelifteten Skoda Karoq, erstmals gibt es Matrix-LED-Licht für die Baureihe.

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