Foto: Wolfgang Schäffer - bfp

Modisches Kompakt-SUV

Stärkerer Hybrid im Toyota C-HR

Mit insgesamt 85 Prozent Anteil steht die Hybridversion des Toyota C-HR bei den Kunden hoch im Kurs. Nun gibt es eine zweite, kraftvollere Version.

Wolfgang Schäffer

Zugegeben, an der extravaganten Optik des Toyota C-HR reiben sich die Gemüter. Doch 40.000 verkaufte Einheiten seit der Markteinführung im Januar 2017 sprechen eine deutliche Sprache. Das gilt ebenfalls für die Eroberungsanteil. 55 Prozent der Fahrer des Kompakt-SUV waren zuvor mit einer anderen Marke unterwegs. Eine enorme Quote. Die soll 2020 gesteigert werden – ebenso wie der Hybridanteil.

Deshalb bietet Toyota neben dem 1,8-Liter-Hybridsystem mit 122 PS Systemleistung künftig parallel eine Variante mit 184 PS an. Deren Zweiliter-Benziner liefert 152 PS und 190 Nm Drehmoment, die E-Maschine 109 PS und 202 Nm. Beim Anfahren ist zunächst, im Rückwärtsgang immer der Elektro-Motor im Einsatz. Das spart Kraftstoff, sorgt gleichwohl für einen zügigen Antritt beim Start. Der Verbrauch des kompakten SUVs laut WLTP-Norm liegt mit 5,2 Liter 0,4 Liter über der schwächeren Variante, der CO2-Ausstoß steigt um neun auf 118 Gramm.

Obwohl das stufenlose Automatikgetriebe für die neue Hybrid-Version des Toyota C-HR überarbeitet wurde, stimmen Motorengeräusch und tatsächlicher Vortrieb noch nicht wirklich überein. Erfreulich aber immerhin, dass das Aufheulen beim schnellen Beschleunigen reduziert werden konnte.

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In der Stadt 80 Prozent der Fahrt elektrisch

Da vor allem während der Fahrt in der Stadt aufgrund der Energierückgewinnung beim Rollen und Bremsen fast unentwegt wieder Strom in den C-HR-Akku fließt, legt er Fahrtstrecken dort im besten Fall zu 80 Prozent elektrisch zurück. Das Hybridsystem sucht dabei immer das optimale Verhältnis für reinen E-Antrieb oder die Kraftunterstützung der E-Maschine für den Benziner.

Außerhalb der City liegt der rein elektrische Anteil des C-HR natürlich deutlich zurück. Dennoch sind wir bei einer keineswegs auf Sparsamkeit ausgelegten Fahrweise mit 6,1 Litern recht nahe an den WLTP-Wert gekommen. Selbst in flott gefahrenen Kurven macht der C-HR noch eine gute Figur, bleibt brav in der vorgegebenen Spur. Und das, obwohl Toyota Federung und Dämpfung seines modischen Kompakt-SUVs eher auf Komfort ausgelegt sind.

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Konnektivität erweitert

Reagiert hat Toyota indessen auf die Ansprüche der Kunden in Sachen Konnektivität. Das neue Infotainmentsystem verfügt über Apple CarPlay und Android Auto. So ist eine schnelle Smartphone-Anbindung garantiert. Zudem ermöglich das System Aktualisierungen ohne Werkstattaufenthalt. Neues Kartenmaterial für das Navigationssystem beispielsweise lässt sich über die Internetverbindung des eingebundenen Smartphones aufspielen. Hilfreich ist zudem die App MyT, die Handy und C-HR jederzeit und von jedem Ort aus vernetzt. Routen können auf der heimischen Couch geplant und ins Navi-System übertragen werden. Zudem erinnert die App an fällige Wartungsarbeiten und kann online Termine mit der Werkstatt vereinbaren.

Das kommt User-Choosern, für Toyota die Hauptkunden unter den C-HR-Dienstwagenfahrern, ebenso zu Gute wie den Nutzern, die das SUV als reines Flottenfahrzeug bewegen. Für beide Gruppen bietet Toyota die Ausstattung Business Edition an, die zusätzlich zur Basisversion mit LED-Scheinwerfern, 17-Zoll-Alurädern, elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegeln, Klimaautomatik, Digitalradio und diversen Assistenzsystemen noch unter anderem Parksensoren vorne und hinten, Navigationssystem, Sitzheizung vorn und eine elektrisch bedienbare Lendenwirbelstütze für den Fahrer beinhaltet.

Ein Blick lohnt sich allerdings auch auf das Paket "Team Deutschland". Für netto etwa 750 Aufpreis gibt’s dann 18-Zoll-Räder, Metallic-Lack, Privacy-Glas, Parksensoren mit Bremsunterstützung, Einparkhilfe und Regensensor. Das Leasing-Angebot für Geschäftskunden liegt bei netto etwa 190 Euro im Monat bei einer Laufleistung von 10.000 Kilometern pro Jahr.

Technische Daten Toyota C-HR

© bfp FUHRPARK & MANAGEMENT

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