Neigetechnik, wie sie etwa die Marke Sblocs für ihre dreirädrigen Lastenräder bietet, kann nach Ansicht der UDV der Sicherheit zuträglich sein
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Neigetechnik, wie sie etwa die Marke Sblocs für ihre dreirädrigen Lastenräder bietet, kann nach Ansicht der UDV der Sicherheit zuträglich sein.

Unfallforschung

Studie: Lastenräder für Kindertranssport zu gefährlich

Lastenfahrräder sind wichtige Vehikel in Sachen Mikromobilität, z. B. bei Letzte-Meile-Diensten. Laut aktueller UDV-Studie sind sie für den Transport von Kindern indes ungeeignet.

Das dürfte Fahrradhipstern unter anderem im Berliner Prenzlberg oder in Hamburg-Eimsbüttel wenig gefallen: Lastenräder sind aus sicherheitstechnischer Sicht in der Regel nicht ausreichend für den Transport von Kindern geeignet. Zu diesem Ergebnis kommt die Unfallforschung der Versicherer (UDV) in einer neuen Studie zum Kindertransport per Fahrrad, für die Unfalldaten ausgewertet, Nutzer befragt und Crashtests durchgeführt wurden. Die UDV kritisiert unter anderem günstige dreirädrige Cargobike-Einstiegsmodelle, die schwer zu fahren und zudem kippanfällig sind. Bei einem Unfall bieten sie keinen Schutz für Kopf und Oberkörper, zumal die Kinder oft keinen Helm tragen und nicht angeschnallt sind. Sitzbänke und Rückenlehnen halten die Unfallforscher für den Transport von Kindern für unzureichend. Mehr Sicherheit böten Lastenräder mit Neigetechnik, Sitzen mit Kopfschutz, wirksamen Gurten und einer Sicherheitszelle. Die UDV sieht hier eine gesetzliche Regelungslücke und fordert deshalb verbindliche Vorschriften in der Straßenverkehrsordnung für den Kindertransport mit Lastenrädern.

Anhänger vergleichsweise sicher

Als Transportalternativen wurden in der Studie auch Fahrradanhänger und Gepäckträgerkindersitze untersucht. Demnach sind Anhänger für den Kindertransport eine vergleichsweise sichere Alternative, die aber auch ihre Tücken hat. Insbesondere bei Anhängern plädieren die Unfallforscher für eine fest eingebaute Beleuchtung und ein Blinklicht sowie eine eigene Bremse. Bei Kindersitzen hingegen sollte das derzeit geltende Höchstgewicht von 22 Kilogramm gesenkt und der Seitenschutz im Kopfbereich von den Herstellern verbessert werden. Fahrräder mit Kindersitzen auf dem Gepäckträger sollten zudem mit stabilen Dreibeinständern ausgestattet sein. Die UDV weist in ihrer Studie darauf hin, dass Fahrradunfälle mit mitfahrenden Kindern grundsätzlich selten sind. 222 dieser Unfälle, bei denen 12 Kinder schwer verletzt wurden, wurden für die Unfallstatistik 2022 in Deutschland registriert. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 entspricht dies einem Anstieg um 45 Prozent, was vor allem auf die wachsende Zahl von Lastenrädern zurückzuführen sein dürfte. (SP-X/MN)

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