News 09.08.2017

Stylisch und dynamisch

Erste Fahreindrücke mit dem Range Rover Velar

Land Rover haut weiter kräftig auf die Pauke. Beim neuesten Modell, dem Range Rover Velar, vor allem mit dem „Verzicht auf optischen Lärm.“ Aber auch in Sachen Komfort, Dynamik und Geländegängigkeit hat der neue Range Rover einiges zu bieten.

 - Auf den ersten Blick als Land Rover zu erkennen: Velar.
Auf den ersten Blick als Land Rover zu erkennen: Velar.
Land Rover

Mit dem Statement des „Verzichtes auf optischen Lärm“ meint Marketingdirektor Brian Fousse vor allem die Gestaltung des Innenraums. Denn mit dem Blechkleid des Midsize-SUV der Luxusklasse kann die englische Nobelmarke durchaus den Lauten machen. Der stylische Auftritt des Autos werde dazu beitragen, viele Geschäftskunden zu begeistern, ist Fousse überzeugt. Er geht von einem Anteil von 60 Prozent aus. Auf bis zu 70 Prozent schätzt er die Eroberungsrate, die das nach Range Rover, Range Rover Sport und Evoque nunmehr vierte Modell von Range Rover erzielen wird.

 - Leicht abfallendes Dach, kurze Überhänge tragen dazu bei, dass der Velar ein Hingucker ist.
Leicht abfallendes Dach, kurze Überhänge tragen dazu bei, dass der Velar ein Hingucker ist.
Land Rover/Lena Willgalis

Das Design des 4,80 Meter langen, 2,03 Meter breiten und 1,67 Meter hohen Fahrzeugs, das oberhalb des Evoque angesiedelt ist, besticht mit einem hohen Maß an Eleganz, gepaart mit Dynamik. Weich gezeichnete Linien und glatte Flächen stehen im Kontrast zur kraftvoll geformten Frontpartie mit großen Lufteinlässen und schmal geschnittenen Scheinwerfern, den muskulös ausgeformten Radhäusern sowie einem ausdrucksstarken Heck. Das nach hinten leicht abfallende Dach und die kurzen Überhänge (Radstand 2,87 Meter) tragen zudem dazu bei, dass der Velar ein echter Hingucker ist. Unterstrichen wird der besondere Charakter des Äußeren noch durch die herausfahrbaren Türgriffe. Das ist nicht nur ein optisches Gimmick. Sie tragen auch dazu bei, dass der Velar mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,32 das aerodynamischste Modell der Land-Rover-Geschichte ist.

Hochwertige Materialien

Im Innenraum hingegen ist die Beschreibung des „Verzichts auf optischen Lärm“ durchaus nachzuvollziehen. Trotz der hochwertigen Materialen und der erkennbaren Verarbeitungsqualität ist die Art von Purismus bei der Gestaltung zu erkennen, die die Kunden in diesem Segment schätzen. Es sind die klaren Linien sowie die Reduzierung von Schaltern und Bedieneinheit, mit denen die Designer stilistisch Ruhe ins Passagierabteil gebracht haben.

 - Hochwertiges Interieur mit zwei großen Monitoren.
Hochwertiges Interieur mit zwei großen Monitoren.
Land Rover/Lena Willgalis

Verzicht ist deshalb aber keineswegs angesagt. Zwei hochauflösende 10,2-Zoll-Touchscreens, von denen der obere in der Neigung verstellbar ist, sind als Bestandteil des Infotainment-Systems Touch Pro Duo oberhalb der Mittelkonsole übereinander angesiedelt. Symbole und Bedienung – zwei Multifunktions-Drehregler - erschließen sich schnell, so dass intuitive Handhabung gegeben ist. Übersichtlich auch die Anzeigen im eigentlichen Instrumententräger, der als visuelles Cockpit ausgelegt ist. Etwas gewöhnungsbedürftig hingegen ist das große Lenkrad. Die dahinter liegenden Bedienhebel für Licht und Scheibenwischer sind so verdeckt, dass nur mühsam zu erkennen ist, was dort gerade eingestellt ist.

Ladefläche nicht ganz eben

In Sachen Platzangebot hingegen gibt es keine Kritik. Sowohl vorne als auch hinten können groß gewachsene Personen bequem sitzen. Kopf- und Beinfreiheit sind bestens. So wie auch die Qualität der Polsterung, auf der sich lange Reisen beschwerdefrei zurücklegen lassen. Bei den Fächern in den Türen haben die Gestalter darauf geachtet, dass auch große Flaschen problemlos zu verstauen sind.

 - Der Laderaum fasst bis zu 1.731 Liter.
Der Laderaum fasst bis zu 1.731 Liter.
Land Rover/Lena Willgalis

Verstaut werden kann auch eine Menge an Gepäck oder anderem Ladegut. Mit einem Volumen von 673 Litern ist der Kofferraum großzügig bemessen, wenn alle Plätze besetzt sind. 1.731 Liter sind es, wenn die Lehnen der Rückbank vorgeklappt sind. Dann allerdings steigt der Ladeboden in diesem Bereich leicht an. Ein kleiner Minuspunkt, wenn es um die Alltagstauglichkeit geht.

Komfort und fit fürs Gelände

Das aber gerät bei der Fahrt im Velar schnell in Vergessenheit. Hier trumpft das SUV mächtig auf. Und das keinesfalls nur hinsichtlich des enormen Komforts, mit dem der Wagen selbst über schlechteste Wegstrecken rollt, ohne dass die Passagiere davon behelligt werden. Schon diese Souveränität beeindruckt. Doch die Entwickler haben es zudem geschafft, auch die Dynamik in eine für Range Rover neue Dimension zu bringen. Agilität und Handling sind schlichtweg gut. Schnell gefahrene Kurven meistert der Velar spurtreu und ohne jede Seitenneigung.

 - Mit einer Wattiefe von 650 Millimetern kommt der Velar auch durch flache Gewässer.
Mit einer Wattiefe von 650 Millimetern kommt der Velar auch durch flache Gewässer.
Land Rover/Lena Willgalis

Serienmäßig ist ein permanenter Allradantrieb an Bord, der die Antriebskraft automatisch nach Bedarf verteilt. So kann bei der Reise über die Autobahn die komplette Leistung auch ausschließlich auf die Hinterräder gebracht werden, um den Verbrauch zu reduzieren.

Anders im Gelände. Hier demonstriert der Luxus-SUV Offroad-Eigenschaften vom Feinsten. Steilste Rampen, rutschige Abfahrten, felsiger Untergrund, tiefe Schlaglöcher, Wasserduchfahrten – alles kein Problem für den Wagen, der mit einer Bodenfreiheit von bis zu 251 Millimetern (mit der optionalen Luftfederung) und einer Wattiefe von 650 Millimetern viele Hindernisse meistert.

Sechs Triebwerke zur Wahl

Für den entsprechenden Vortrieb bietet Range Rover drei Diesel und drei Benziner an, die alle mit einer weich die Stufen wechselnden ZF-Achtgang-Automatik gekoppelt sind und eine gebremste Anhängelast von 2,4 beziehungsweise 2,5 Tonnen haben.

Die Palette der Selbstzünder startet mit dem 180 PS starken Zweiliter, den es auch in einer Version mit 240 PS gibt. An der Spitze steht hier der Dreiliter-V6 mit einer Leistung von 300 PS, der mit Laufruhe und enormer Durchzugskraft überzeugt. Mit einem hohen Leistungspotenzial und leisen Arbeitsgeräuschen wartet auch der Top-Benziner auf. Das Dreiliter-V6-Kompressor-Triebwerk leistet 380 PS. Immerhin 300 beziehungsweise 250 PS können die beiden Zweiliter-Benziner in die Waagschale werfen.

 - Die Geländegängigkeit lässt nichts zu wünschen übrig.
Die Geländegängigkeit lässt nichts zu wünschen übrig.
Land Rover/Lena Willgalis

Einerlei, welches Aggregat auch unter der Haube liegt, ausreichend Leistung ist immer vorhanden. Dass bei entsprechender Fahrweise die Normwerte in Sachen Verbrauch von 7,6 bis 9,4 Litern bei den Benzinern und 5,4 bis 6,4 bei den Dieseln kaum zu erreichen sind, haben die ersten Testfahrten mit den jeweils stärksten Varianten gezeigt. Zwei Liter mehr zeigte der Bordcomputer trotz eher ruhiger Fahrweise an. Die Preise für den Velar beginnen bei 56.400 Euro für den Einstiegsdiesel. Eine ziemlich komplett ausgestattete First Edition hingegen kostet 108.050 Euro (Diesel) beziehungsweise 108.750 Euro (Benziner). Wolfgang Schäffer

Land Rover Range Rover Velar – Technische Daten:

Viertüriges, fünfsitziges SUV der oberen Mittelklasse; Länge: 4,80 Meter, Breite: 2,03 Meter (mit Außenspiegeln: 2,15 Meter), Höhe: 1,67 Meter, Radstand: 2,87 Meter, Kofferraumvolumen: 673 – 1.731 Liter.

D180: 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel, 8-Gang-Automatikgetriebe, 132 kW/180 PS, maximales Drehmoment: 430 Nm bei 1.500 U/min, 0-100 km/h: 8,9 s, Vmax: 209 km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,4 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 142 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A, Preis: ab 56.400 Euro.

D240: 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel, 8-Gang-Automatikgetriebe, 177 kW/240 PS, maximales Drehmoment: 500 Nm bei 1.500 U/min, 0-100 km/h: 7,3 s, Vmax: 217 km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,8 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 154 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B, Preis: ab 60.600 Euro.

D300: 3,0-Liter-Sechszylinder-Diesel, 8-Gang-Automatikgetriebe, 221 kW/300 PS, maximales Drehmoment: 700 Nm bei 1.500–1.750 U/min, 0-100 km/h: 6,5 s, Vmax: 241 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,4 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 167 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B, Preis: ab 66.400 Euro.

P250: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 8-Gang-Automatikgetriebe, 184 kW/250 PS, maximales Drehmoment: 365 Nm bei 1.200–4.500 U/min, 0-100 km/h: 6,7 s, Vmax: 217 km/h, Durchschnittsverbrauch: 7,6 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 173 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C, Preis: ab 56.400 Euro.

P300: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 8-Gang-Automatikgetriebe, 221 kW/300 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 1.500–4.500 U/min, 0-100 km/h: 5,9 s, Vmax: 234 km/h, Durchschnittsverbrauch: 7,8 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 178 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C, Preis: ab 59.900 Euro.

P380: 3,0-Liter-Sechsylinder-Benziner, 8-Gang-Automatikgetriebe, 280 kW/380 PS, maximales Drehmoment: 450 Nm bei 3.500–5.000 U/min, 0-100 km/h: 5,7 s, Vmax: 250 km/h, Durchschnittsverbrauch: 9,4 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 214 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: E, Preis: ab 67.100 Euro.

Kommentar schreiben

Ihre persönlichen Daten:

Sicherheitsprüfung: (» refresh)

Bitte füllen Sie alle Felder mit * aus! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

1 Kommentar zu "Stylisch und dynamisch "

  1. Ulla-Maj Koivisto - 13.11.2017, 07:53 Uhr (Kommentar melden)

    Write more, that's all I have to say. Literally, it seems as though you relied on the video to make your point. You clearly know what you're talking about, why waste your intelligence on just posting videos to your site when you could be giving us something enlightening to read http://writingpaper.org?