Foto: David Ulrich I photo&retouch

Ridesharing

Taxi-Konkurrent Moia startet Regelbetrieb

Nach fast einem Jahr Testbetrieb bringt die VW-Tochter Moia nun ihr reguläres Ridesharing-Angebot auf den Weg.

Mit Moia hat VW ein Ridesharing-Konzept auf den Markt gebracht, das nun in Hannover in den Regelbetrieb übergeht. Schrittweise soll die Anzahl der registrierten Nutzer und der eingesetzten Fahrzeuge steigen. Damit erhöhen sich aber auch die Preise.

In den vergangenen 300 Tagen hat Moia in Hannover einen Testbetrieb mit 140 Fahrern und 35 Fahrzeugen absolviert. Zum Stichtag 30. Juli beginnt nun der Regelbetrieb. Damit geht auch die Einführung eines regulären Fahrpreises sowie ein schrittweiser Ausbau der Flotte einher.

Jetzt steigt der Preis

In der Testphase konnten gut 3.500 registrierte Nutzer mit Moia noch zu einem symbolischen und konkurrenzlos günstigen Preis fahren. Ab sofort soll sich der Tarif oberhalb vom Angebot des öffentlichen Nahverkehrs und unterhalb der Kosten für ein Taxi bewegen. Dabei variiert der Preis abhängig von Wochentag, Uhrzeit und Entfernung. Einen konkreten Wert, etwa ein Preis pro Kilometer, gibt Moia nicht an. Allerdings buchen Nutzer ihre Strecke per Festpreis, der dem Kunden von der Smartphone-App vor Abschluss einer Buchung angezeigt wird.

Schrittweise Vergrößerung

Zunächst hat die Stadt Hannover die Betriebsgenehmigung für 150 Moia-Taxis erteilt. Schrittweise will die VW-Tochter in den nächsten Monaten die Zahl der Fahrzeuge ebenso wie die Zahl der registrierten Teilnehmer erhöhen. Für die Probephase war die Nutzerzahl auf 3.500 Personen beschränkt, darüber hinaus gab es 15.000 weitere Bewerber, die nun eingeladen werden, sich als Nutzer zu registrieren. Diese Möglichkeit soll ab Ende 2018 dann allen Hannoveranern offen stehen.

Parallel zum Regelbetrieb hat die Stadt Hannover einen unabhängigen

Forschungsauftrag erteilt, der die Auswirkungen des neuen Mobilitäts-Angebots auf das öffentliche Verkehrsinteresse untersuchen soll. Abhängig von diesem Ergebnis könnte die Moia-Flotte ab Sommer 2020 sogar auf bis zu 250 Fahrzeuge wachsen.

T6 Vans

Zunächst kommen als Moia-Shuttle leicht umgebaute T6 mit Benzin- oder Dieselmotor zum Einsatz, doch folgen sukzessive auch elektrisch angetriebene Shuttle-Fahrzeuge. Bis Ende 2020 soll ihr Anteil auf über 50 und bis 2022 auf 100 Prozent steigen. (KH/SP-X)

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