Studie BMW 8er von schräg vorne,fahrend
Foto: BMW

Auto-Neuheiten 2018

Teil 3: Oberklasse und Sportler

Im Kanon von Audi, BMW und Porsche taucht auch ein Opel Insignia auf. Da mag sich mancher Leser fragen: "Was hat der denn hier zu suchen?"

Erstens ragt die zweite Generation des Insignia mit einer Länge von 4,90 Meter aus der Mittelklasse heraus (Mercedes E-Klasse 4,83 m). Zweitens, auch wenn der Insignia nicht eindeutig zur Oberklasse zählt, so hat er doch das Zeug zum Chefwagen. Das gilt besonders für die neue Variante GSi, die Opel im Frühjahr nachschiebt. Der sportliche GSi kommt mit 260 PS, Allradantrieb und Torque Vectoring für ein agileres Kurvenverhalten. Zudem gibt es für den GSi, aber auch für die übrigen Insignia Varianten die Ausstattung Exclusive. Darin enthalten sind besondere Lackfarben, AGR-Vollledersitze mit Ventilation, spezielle Innenraumfarben und weitere Komfortextras.

Alpine - Renault holt eine ruhmreiche Marke zurück ins Leben

Einen extrem sportlichen Chefwagen bringt die Renault Submarke Alpine mit dem zweisitzigen A110 im Januar auf den Markt. Die Kombination aus Mittelmotor, 252 PS und einem Gewicht von nur rund 1.100 Kilo verspricht viel Fahrspaß. Als Amateur-Rennfahrer-Spielwiese und Beleg für die Sportlichkeit startet Alpine zusätzlich mit dem A110 einen europäischen Markenpokal.

Weniger kostet mehr - Porsche lanciert eine weitere 911-Variante

Mindestens ebenso sportlich beginnt das Jahr bei Porsche. Im Januar startet der 911 Carrera T im Handel. Nach dem Motto „Mehr Fahrspaß durch Verzicht“ ist der T rund 20 Kilo leichter, 20 Millimeter tiefer und besitzt eine reduzierte Ausstattung samt verkürztem Schalthebel. Die Leistung bleibt mit 370 PS unverändert. Echte Mehrleistung gibt es dafür ab Januar bei Boxster und Cayman. Beide Vierzylinder-Mittelmotor-Sportler erscheinen als GTS-Varianten. In beiden Karosserie-Varianten leistet der 2,5-Liter-Turbomotor dann 365 PS, das reicht für Tempo 290 km/h.

Der neue A7 läutet den Modellwechsel bei der A6-Familie ein

Audi lockt Inhaber und Topmanager ab Februar mit dem neuen A7 Sportback. Das viertürige Coupé wird mehr Innenraum bieten als der Vorgänger und nutzt mit 48-Volt-Mildhybrid, Allradlenkung sowie autonomen Fahrfunktionen viele Technik-Features des neuen A8. Entsprechend der neuen Audi Nomenklatur startet der A7 55 TFSI Quattro mit einem 3.0-V6-Turbo und Vierradantrieb. Weitere Vier- und Sechszylinder sind in der Pipeline, sowohl als Diesel wie als Benziner. Ebenfalls im Februar bringen die Ingolstädter den 450 PS starken RS4 Avant.

Zum Frühsommer gehen weitere Motorisierungen der frisch vorgestellten A8 Limousine in den Handel. Zuerst der 60 (4.0) TFSI mit 460 PS starkem V8 und danach der 70 (6.0) TFSI mit einem 585-PS-V12. Der wichtigste Modellwechsel bei Audi erscheint ebenfalls im Sommer mit dem neuen A6 und im Herbst dann mit dem A6 Avant. Insider bezeichnen den Wettbewerber zum 5er BMW und zur E-Klasse bereits als „kleinen A8“. Fest steht, dass der A6 im Design kantiger und sehniger wird und, dass er jede Menge Technik aus dem A8 übernimmt. Auch teilautonomes Fahren ist vorgesehen. Als Motoren kommen 2,0-Liter-Vierzylinder und 3.0-Liter-V6 zum Einsatz. Die Leistungsspanne soll von 150 PS bis rund 350 PS reichen, ein 48-Volt-Bordnetz ermöglicht die Auslegung als Mildhybrid und damit eine Verbrauchsreduzierung. PHEV-Versionen sind erst für einen deutlich späteren Zeitpunkt zu erwarten. Gegen Ende 2018 wird es dann auch wieder eine höhergelegte Allroad-Version des A6 Avant geben.

Autos für Unternehmer und Senior-Executives – aber auch für Millionäre in China und Russland

BMW will Selbstständige und Firmenlenker 2018 mit sportlichen Angeboten ködern. Voraussichtlich im September erscheint das neue 8er Coupé. Mit extrovertiertem Design und Motoren ab V8 aufwärts soll das Preissegment oberhalb von 150.000 Euro abgeschöpft werden. Im Oktober kommt der neue Z4 Roadster (Technik-Kooperation mit Toyota), der nun wieder über ein Stoffverdeck verfügt. Mit einem 184 PS starken Zweiliter-Vierzylinder wird der Einstiegspreis sicher volksnäher als beim 8er Coupé. Eindeutig Oberklasse sind der neue BMW X5 (ca. ab Oktober) und der noch größere X7 (voraussichtlich ab November). Die Erneuerung des X5 nach nur fünf Jahren Bauzeit hat ihren Grund in der Einführung einer neuen Plattform, die leichter, verwindungssteifer und vermutlich in der Produktion billiger sein wird. Größe und Technik des Full-Size-SUV ändern sich nur wenig. Noch größer und wuchtiger als der X5 wird der X7 (Länge ca. 5,20 m). So unpassend wie dieses „SUV-Monster“ bei der Premiere der Studie auf der IAA in Frankfurt auf europäische Betrachter gewirkt hat, so sehr scheint es doch passend für solvente Kunden in den USA und China.

Jaguar reicht im Sommer noch einen 300-PS-Benziner im bereits eingeführten XF Sportbrake nach. Und Alfa Romeo erweitert seine SUV-Baureihe Stelvio im ersten Quartal um das 510 PS starke Topmodel Quadrifoglio. Damit bietet das italienische SUV, das in der Größe einem Audi Q5 entspricht, eine Performance wie ein Porsche Cayenne Turbo und läuft bis zu 283 km/h schnell. Mit einem Preis von netto 74.790,- Euro (brutto: 89.000 Euro) ist der Top-Stelvio aber deutlich preiswerter.

(Thomas Wüsten/AutoAmbition)

Zu diesem Thema lesen Sie mehr hier:

Teil 1: Kompakte

Teil 2: Kombis, Mittelklasse und SUV

Teil 4: Leichte Nutzfahrzeuge

Teil 5: Hybride und Elektroautos

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