Neuer Toyota Aygo X: Zweifarblackierung mit schwarzem Dach Serie ab Ausstattung Pulse.
Foto: Martina Göres
Neuer Toyota Aygo X: Zweifarblackierung mit schwarzem Dach Serie ab Ausstattung Pulse.

bfp-Fahrbericht

Toyota Aygo X: Klein, aber oho!

Tschüß Aygo, hallo Aygo X! Toyotas neuer Mini kommt als stylischer Mikro-Crossover mit viel Sicherheitsausstattung, aber ohne Elektrifizierung.

Als nahezu baugleicher Bruder von Citroen C1 und Peugeot 107/108 wuselt der bei Pflegediensten beliebte Toyota Aygo seit 2005 durch die Stadt. Während die beiden französischen Modelle nach dem Auslaufen der zweiten Generation keinen Nachfolger erhielten, bleibt Toyota den Kleinstwagen treu. Der pfiffig gestylte Aygo X – gesprochen: Aygo Cross – ist im Vergleich zum Vorgänger ordentlich gewachsen, aber auch deutlich teurer geworden. Das 3,70 Meter lange, stets fünftürige City-Crossover startet am 23. April ab 12.933 Euro (alle Preise netto zzgl. USt). Sind die 2.000 Euro Aufpreis zum bisherigen Aygo gerechtfertigt? Wir haben den Neuling genauer unter die Lupe genommen.

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Verkürzte Yaris-Plattform für mehr Platz

Der neue Aygo X basiert auf der verkürzten GA-B-Plattform von Toyota, auf der auch der größere Yaris aufbaut. Im Vergleich zum vorherigen Aygo ergibt sich für das Crossover ein Längenwachstum von 24 Zentimetern, die Sitzposition liegt um fünf Zentimeter höher. Während sich Fahrer und Beifahrer dank der zwölf Zentimeter breiteren Karosserie (jetzt 1,74 Meter) über luftigere Platzverhältnisse freuen, setzt der Zustieg auf die beiden Rücksitze wegen der schmalen Fondtüren immer noch eine gewisse Gelenkigkeit voraus. Einmal Platz genommen, sind den Hinterbänklern aber kürzere Strecken durchaus zuzumuten.

Den beim Vorgänger als zu mickrig kritisierten Kofferraum hat Toyota beim Aygo X um 60 auf 231 Liter vergrößert. Die Ladekante ist allerdings hoch, und das Gepäck muss innen zusätzlich über eine 25 Zentimeter tiefe Stufe nach unten gewuchtet werden. Nach dem Umklappen der Rücksitzlehnen passen bis zu 829 Liter auf eine nicht ganz ebene Fläche, für den Wochenend-Einkauf sollte das allemal genügen.

Einliter-Dreizylinder-Benziner als einziger Motor im Toyota Aygo X

Den Antrieb übernimmt der Aygo X vom Vorgänger. Es bleibt also beim schnatterigen Einliter-Dreizylinder-Benziner ohne Turbounterstützung mit 72 PS. In der Stadt ist das kleine Crossover damit durchaus flott und wendig unterwegs. Sportliche Fahrleistungen darf man aber nicht erwarten. Von 0 bis 100 km/h vergehen mehr als 15 Sekunden, der Vortrieb endet bei 158 km/h. Überzeugen können die präzise Lenkung und die komfortable Federung.

Zudem lässt sich der rund eine Tonne schwere Fronttriebler sparsam bewegen. Auf ersten längeren Ausfahrten verzeichneten wir 5,1 Liter Super in Kombination mit dem leicht bedienbaren Fünfgang-Schaltgetriebe und 5,5 Liter mit CVT-Getriebe. Letzteres ersetzt das im Vorgänger eingesetzte automatisierte Schaltgetriebe und kostet 924 Euro Aufpreis. Im Stop-and-go-Verkehr in Barcelona konnte die stufenlose Automatik ihre Vorteile ausspielen, im hügeligen Hinterland wirkte sie aber arg angestrengt und nervte mit hohen Drehzahlen und dröhnendem Motor. Den Hybrid-Antrieb aus dem Yaris wird der Aygo X aus Kostengründen nicht bekommen.

Stylischer Innenraum, hohe Sicherheitsausstattung im kleinsten Toyota

Junge und stilbewussste Menschen habe man mit dem Aygo X im Visier, sagt der Hersteller, und das merkt man allerorten. In schicker Zweifarblackierung in den höheren Ausstattungen (ab 15.118 Euro) ist Toyotas Kleinster ein echter Hingucker. Modern präsentiert sich auch das Interieur mit kugelrunden Lüftungsdüsen und bis zu 9 Zoll großem, zentralem Touchscreen-Bildschirm im extravagant geformten, ovalen Gehäuse.

Ungewöhnlich gut für einen Kleinstwagen ist die Sicherheitsausstattung. Verkehrszeichenerkennung, Spurhaltewarner und adaptiver Tempomat sind bereits in der Basisversion an Bord. Einen Totwinkelwarner gibt es aber auch gegen Aufpreis nicht. Rückfahrkamera sowie Apple Carplay und Android Auto bietet die zweite Ausstattungslinie Pulse ab 13.857 Euro. Der Aygo X Explore für mindestens 17.218 Euro wartet darüber hinaus mit Teilledersitzen, Klimaautomatik und cloudbasierter Navigation auf.

Fazit: Mit mehr Platz und dem Plus an Sicherheit und Konnektivität ist der Aygo X zwar teurer, aber auch erwachsener als sein Vorgänger. Das große elektrische Faltdach für 840 Euro macht das kleinste Toyota-Modell zum Frischluft-Mobil, den passenden Sound liefert das optionale, 300 Watt starke Audiosystem von JBL.

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