Foto: TraXall

Matthias Rotzek im Interview

TraXall: In 20 Ländern aktiv

Seit März 2018 heißt HLA Fleet Services TraXall Germany. Matthias Rotzek, Geschäftsführer der HLA Fleet Services GmbH/Managing Director TraXall Germany im Gespräch.

Von Clemens Noll-Velten

bfp: Seit März 2018 heißt HLA Fleet Services jetzt TraXall Germany. Was hat sich verändert?

Matthias Rotzek: Zusätzlich zu unseren bisherigen Produkten und Serviceangeboten gibt es einen Mehrwert. Das, was wir bislang nur in Deutschland und Österreich angeboten haben, können wir jetzt mit unseren TraXall-Partnern auch europaweit und inzwischen auch in Südamerika anbieten. Insgesamt sind wir in 20 Ländern.

bfp: Wie ist das Ganze zustande gekommen?

Matthias Rotzek: Wir haben die HLA Fleet Services 2014 gegründet als eigenständiges Unternehmen und waren auf den deutschen und österreichischen Markt konzentriert. Allerdings haben wir gerade bei großen Fuhrparks immer wieder festgestellt, dass der Bedarf nach einer internationalen Expertise da war. Für Europa und mehr. Dann ergab sich über einen unserer Kunden der Kontakt zu TraXall, unseren jetzigen Partnern.

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Es hat sich sehr schnell gezeigt, dass TraXall und die HLA Fleet Services sehr gut zusammenpassen was die Philosophie, was das Geschäftsmodell betrifft, was auch das Handeln betrifft. Das war für uns der Schritt in die Partnerschaft mit TraXall International und das hat sich sehr positiv entwickelt. Jetzt heißen wir TraXall Germany und TraXall Austria.

Doch die juristische Person dahinter ist nach wie vor die HLA Fleet Services GmbH, die haben wir belassen. TraXall ist letztendlich ein Verbund von Fuhrparkmanagementunternehmen, die sehr stark in ihren Märkten verwurzelt sind. Unsere Partner in ihren Märkten – sei es Benelux, Frankreich, Italien, Spanien, UK und auch Südamerika – kennen ihre Märkte jeweils genau. Alle arbeiten unter dem Dach TraXell International, um in der Lage zu sein länderübergreifend internationale Kunden bedienen und zufriedenstellend zu können.

bfp: Wie unterscheiden sich denn die Märkte im Vergleich zu Deutschland?

Matthias Rotzek: Es sind schon deutliche Parallelitäten auszumachen. Wir merken es sehr, wenn wir unsere Services und Produkte vergleichen. Im Kern gibt es schon sehr viele Dinge, die identisch oder sehr ähnlich sind. Die Unterscheidung kommt sehr oft durch Marktgegebenheiten. In Deutschland sind wir sehr stark getrieben durch die starke Präsenz der Autohersteller mit ihren eigenen Finanzorganisationen. Was in anderen Ländern wie Benelux beispielsweise in der Form so natürlich nicht der Fall ist. Und wir haben in Deutschland ja immer noch eine erhebliche Anzahl von Kauffuhrparks, während andere Länder wesentlich stärker leasingorientiert sind.

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bfp: Ich nehme an, Sie haben ein globales Reporting?

Matthias Rotzek: Ja. Das ist ganz wichtig. Entspricht auch unserer Philosophie, die ich erklärt habe. Wir haben natürlich in allen Ländern sehr ausführliche Reporting-Lösungen und zwar sowohl aus Managementsicht, bis runter in einzelne, operative Details.

bfp: Stichwort – Digitalisierung. Was bedeutet das Thema für Ihr Geschäft?

Matthias Rotzek: Es betrifft sehr stark die Kommunikation zwischen uns als Dienstleister mit unseren Kunden auf der einen Seite und auf der anderen Seite mit den angeschlossenen Providern. In unserem Geschäftsmodell sind wir letztendlich Konsolidierer und Optimierer, wenn man so will. Das heißt, wir konsolidieren unsere Situationen mit unterschiedlichen Providern, das können Leasinggesellschaften sein, es könnten Car Rental Unternehmen sein, das sind Schadenmanager, Tankkartenprovider etcetera. Im Prinzip das ganze Spektrum. Unsere Aufgabe besteht darin, diese Heterogenität für den Kunden so zu konzipieren, zu optimieren, dass er das wirtschaftlich beste Ergebnis bekommt.

bfp: Die Diskussionen rund um den Diesel sind ein typisch deutsches Thema - oder was sagen ihre Kollegen im Ausland?

Matthias Rotzek: Nicht ganz. Wenn wir mit unseren französischen Kollegen sprechen, auch mit den spanischen, dann ist das in den Großstädten überall ein Thema. Auch in Paris werden Fahrverbote heiß diskutiert. Genauso in Madrid und Barcelona. In Deutschland wird natürlich mit einer besonderen Intensität diskutiert, weil wir ein Automobilland sind und das Auto eine große Bedeutung nicht nur für die Nutzer hat, sondern auch für unsere gesamte Industrie.

bfp: Verändert sich der Markt Richtung Mobilitätsbudget oder anderen Mobilitätslösungen?

Matthias Rotzek: Das ist die heiße Diskussion, die im Moment geführt wird. Aber einen eindeutigen Trend kann ich noch nicht ausmachen. Ich glaube wir haben im Prinzip immer noch das Aufeinanderprallen von alter und neuer Welt. Wir haben das Automobil als Individualitätsfaktor und darauf setzen auch immer noch viele Menschen. Übrigens nicht nur ältere, auch jüngere. Das ist das, was wir merken bei unseren Kunden, wenn wir mit Nutzern sprechen.

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Und auf der anderen Seite haben wir die neue Welt mit neuen Mobilitätskonzepten über die sich viele Gedanken machen. Aber wir können heute noch nicht feststellen, dass sich im Prinzip die klassische Mobilität, also mit einem individuellen Dienstfahrzeug oder Servicefahrzeug, so wie wir es kennen, jetzt rasant ändern würde, hin zu einem intermodalen Mobilitätskonzept oder Mobilitätsbudget. Es hängt natürlich immer auch von dem Unternehmen selbst ab. Und es hängt auch oftmals ab von den geografischen Standorten. Ist natürlich klar, dass in einer Stadt wie Berlin, München oder Frankfurt eher so ein Gedanke Nährboden findet, als es in Rosenheim oder in Brandenburg der Fall ist.

Genau das ist meines Erachtens der Punkt. Da schwören die Menschen in ländlicheren Regionen auf die Individualmobilität beziehungsweise können gar nicht darauf verzichten, um in die nächste Stadt und zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Ich glaube in der Tat, dass die Diskussion über neue Mobilitätskonzepte und auch die ersten Lösungen, die am Markt existieren, interessant sind. Sie werden sicherlich auch eine weitere Entwicklung finden und wir sehen unsere Aufgabe wiederum darin, unsere Kunden dabei zu begleiten, auch zu beraten was möglicherweise sinnvoll sein oder eine sinnvolle Ergänzung sein kann.

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