Abstandsregeltempomat ACC.

Fahrerassistenzsysteme

Verbreitung von Assistenzsystemen wächst rasant

Schon bald sind sie so selbstverständlich wie ABS und ESP – Fahrerassistenzsysteme sind längst kein Privileg der Oberklasse mehr.

Segmentübergreifend wächst die Ausrüstungsquote von Neufahrzeugen mit modernen Fahrerassistenzsystemen. Die modernen Helferlein finden immer schneller ihren Weg von den teuren Modellen der Luxusklasse in die Mittel-, die Kompakt-, ja sogar in die Kleinwagenklassen. In diesen werden sie zwar zumeist als aufpreispflichtige Extras angeboten, doch die „Take rate“, also die Quote mit die entsprechenden Optionen gewählt werden, zählen bei allen Herstellern zu den höchsten aller Sonderausstattungen. Wie der Automobilzulieferer Bosch festgestellt hat, verfügt heute bereits jeder dritte Neuwagen in Deutschland über eine Notbremssystem, Parkassistenten zählen in diversen Fällen bereits zur Serienausstattung.

Unterstützung beim Parken mit größter Verbreitung.

So sind 62 Prozent der neu zugelassenen Pkw mit einem Parkassistenzsystem ausgestattet – von Parkpiepsern bis zu automatischen Einparkfunktionen. Rang zwei der Beliebtheitsskala belegen Notbremssysteme, die den Fahrer warnen oder das Auto zur Not bis zum Stillstand abbremsen. Mit mehr als einem Drittel der Neuwagen (38 Prozent) ist die Verbreitung deutlich gestiegen: 2015 betrug der Anteil der Pkw mit automatischer Notbremse noch ein Viertel. Knapp dahinter rangiert die Fahrermüdigkeitserkennung – in 37 Prozent aller Neu-Pkw 2016 vorhanden.

Spursysteme und Abstandsregler mit größtem Zuwachs.

Den größten Zuwachs verzeichnen Spurassistenzsysteme. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie 2016 in doppelt so vielen Neuwagen an Bord. Und war der Abstandstempomat ACC 2013 gerade in vier Prozent der Neuwagen enthalten, steckt die Funktion 2016 bereits in fast jedem fünften Neuwagen (19 Prozent). Neun Prozent der Neuzulassungen realisieren mit einem Stauassistenten, der Gas gibt, bremst und lenkt, sogar bereits das teilautonome Fahren.

KBA liefert Datenbasis.

Ausgewertet haben die Stuttgarter Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBAI aus dem Jahr 2016, laut Bosch die neusten verfügbaren Zahlen. Im vergangenen Jahr dürfte die Verbreitung der elektronischen Helfer noch einmal gestiegen sein. Fahrerassistenzsysteme werden nach Einschätzung von Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel „bald so selbstverständlich zur Ausstattung von Autos gehören wie Radio und ESP.“

Assistenten auch im EU-Ausland auf dem Vormarsch.

Auch in unseren Nachbarländern sind immer mehr Neuwagen mit automatischen Helfern ausgestattet: In Frankreich unterstützen mehr als zwei Drittel der neuen Autos ihre Fahrer beim Parken, in Belgien und den Niederlanden verfügen jeweils 39 Prozent der neuen Pkw über einen Notbremsassistenten – Spitzenwert in Europa. (md/SP-X)

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