Der Mazda2 liegt in Sachen Wartungskosten in etwa auf dem Niveau des Mini One.
Foto: Mazda

TCO

Viel Spreizung bei den Kleinwagen-Wartungskosten

Kleinwagen sind günstig in der Wartung? Nicht alle, für manche Modelle fallen im Unterhalt ganz schön hohe Kosten an.

Von Ute Kernbach

Wartungskosten sind ein wesentliches Element bei der Fahrzeugbeschaffung, können sie die TCO doch auch bei niedrigen Kaufpreisen oder Leasingraten spürbar in die Höhe treiben. Für beliebte fünftürige Kleinwagen hat unser Partner Tecalliance nachgerechnet, welche Wartungskosten bei drei Jahren Haltedauer und 45.000 Kilometer Gesamtfahrleistung auf die Halter zukommen. „Die größten Abweichungen liegen an den teilweise erheblichen Unterschieden der Wartungsintervalle. Von alle 12 Monate oder 15.000 Kilometer bis alle 24 Monate oder 25.000 Kilometer reichen die Wartungsintervalle in diesem Vergleich“, so Markus Diesch Sales Lead Fleetmanager bei Tecalliance. "Somit müssen einige Fahrzeuge über die Laufzeit dreimal zum Service, einige haben nur einen planmäßigen Werkstattaufenthalt."

Kleine Autos, kleine Kosten? Nicht immer!

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Seat Ibiza und Ford Fiesta mit günstigen Wartungskosten

Mit den niedrigsten Wartungskosten im Dreijahresvergleich können der Seat Ibiza 1.0 mit 115 PS und der 100 PS starke Ford Fiesta 1.0 Ecoboost aufwarten. Mit 711 Euro für den Ibiza und 712 Euro für den Fiesta liegen beide Benziner auf gleichem Niveau. Die Reifenkosten sind dabei nicht berücksichtigt, da bei der angenommenen Haltedauer und Laufleistung kein Ersatzbedarf zu erwarten ist. Laut TecAlliance sind für einen Radwechsel und Einlagerung der Reifen pro Saison zwischen 40 und 60 Euro zu kalkulieren.

Den Bronzeplatz kann sich der Seat Ibiza 1.6 TDI mit Gesamtkosten von knapp 740 Euro sichern. Unter die Top Five schaffen es auch der Škoda Fabia 1.0 TSI (816 Euro) und der Ford Fiesta 1.5 TDCI (874 Euro). Danach geht es Schlag auf Schlag: So werden für den Toyota Yaris Hybrid, den Mini One und den Mazda2 zwischen rund 885 und 895 Euro fällig. Rund 100 Euro teurer wird es beim 111 PS starken Yaris 1.5 Dual-VVT-iE, den Citroën-Modellen C3 PureTech 110 und C3 BlueHDI 100. Damit kommen die meisten hier ausgewählten Kleinwagen auf Wartungs- und Verschleißkosten zwischen 800 und unter 1.000 Euro.

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VW Polo, Hyundai i20 und Kia deutlich teurer

Kostenfresser in Sachen Wartung sind der VW Polo, der Hyundai i20 blue und der Kia Rio 1.0 T-GDI. Für den Polo 1.0 TSI mit 115 PS sind nach drei Jahren knapp 1.025 Euro fällig, für sein Diesel-Pendant Polo 1.6 TDI sogar fast 1.050 Euro. Auffällig sind hier die hohen Verschleißteilkosten, die mit jeweils 655 Euro zu Buche schlagen.

Nochmals rund 50 Euro höher sind die Folgekosten mit 1.097 Euro beim Hyundai i20 1.0 T-GDI. Mehr als 1.00 Euro, nämlich genau 1.136 Euro, sind es beim Schlusslicht Kia Rio 1.0 T-GDI. Seine Wartungs- und Verschleißkosten liegen damit um 425 Euro über dem Erstplatzierten. Tecalliance-Experte Diesch nennt einen Grund für die Spreizung der Verschleißkosten: "Einige Fahrzeuge sind mit Trommelbremsen an der Hinterachse ausgerüstet, welche einen deutlich längere Lebensdauer haben [als Scheibenbremsen]."

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