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Foto: Volkswagen AG

"Segmente, wo Kooperation sinnvoll ist"

Volkswagen und Ford kooperieren bei Nutzfahrzeugen

Ford entwickelt in dieser Zusammenarbeit Pick-ups und Transporter, VW arbeitet derweil an einem City-Van.

Volkswagen und Ford wollen künftig bei der Entwicklung leichter Nutzfahrzeuge zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben die Vorstands-Vorsitzenden Herbert Diess (VW) und Jim Hackett (Ford) während der Detroit Auto Show bekanntgegeben.

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Volkswagen noch zu schwach aufgestellt

Volkswagen ist in diesem Segment mit Caddy und Amarok nicht besonders gut aufgestellt, vor allem der Pick-up schwächelt bei den Verkäufen. Im wichtigen Pick-up-Markt USA ist der Amarok noch gar nicht vertreten: Für die preissensible US-Kundschaft ist der in Deutschland gefertigte Lastesel schlicht zu teuer. Interesse an einem VW-Pickup ist allerdings vorhanden, wie die Reaktionen auf die im Frühjahr 2018 auf der New York Auto Show gezeigte Studie Atlas Tanoak zeigen.

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Ab 2022 soll ein gemeinsamer Pick-up von Ford und VW als erstes Kooperations-Modell auf den Markt kommen, Entwicklungs-Hoheit und auch die Produktion übernehmen die Amerikaner. Auch die Verantwortung für größere Transporter im Transit-Format liegt bei Ford, Volkswagen dagegen arbeitet an einem City-Van für beide Marken. Zusammen gehen beide Marken von einem Markt-Volumen von mehr als 1,2 Millionen Fahrzeugen pro Jahr aus, damit wären VW und Ford branchenführend.

"Auch die Kooperationsmodelle werden echte Volkswagen sein."

Bedenken, dass ein nicht im Volkswagen-Werk gefertigter VW nicht den hohen Qualitäts-Ansprüchen der Marke entsprechen könnte, hat Vorstands-Vorsitzender Herbert Diess nicht: Man habe schon bei der gemeinsamen Entwicklung von VW Sharan und Ford Galaxy gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit gemacht. Der Konzernlenker verspricht: "Auch die Kooperationsmodelle werden echte Volkswagen sein."

Neben den Nutzfahrzeugen denken beide Autobauer auch über eine Kooperation im Bereich Elektromobilität und autonomes Fahren nach, momentan prüfen Teams beider Autobauer entsprechende Möglichkeiten. "Die Zusammenarbeit wird es uns ermöglichen, die neue Ära der Mobilität mit zu prägen", so Ford-Chef Jim Hacket.

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Auch VW-Boss Diess steht Entwicklung- und Produktionsallianzen offen gegenüber: "Es gibt Segmente, wo Kooperation sinnvoll sind", so der VW-Chef. "Wir sind grundsätzlich bereit, unsere Elektroplattform mit anderen zu teilen." Die Zusammenarbeit mit einem Partner biete bei der E-Mobilität sogar mehr Vorteile als bei konventionellen Plattformen.

Elektroautos: Volkswagen muss auf große Stückzahlen kommen

Schließlich hat auch VW großes Interesse daran, bei den E-Fahrzeugen schnell auf große Stückzahlen zu kommen, um die Kosten zu senken. Gelingt das nicht, sieht es vor allem für das Kleinwagensegment finster aus: Um zukünftige CO2-Grenzen einhalten zu können, kommen die Autobauer auch bei den Minis nicht um die Elektrifizierung umhin, weniger als 95 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer seien auch bei den Kleinsten nur mit Verbrennern kaum machbar. Ob ein Fahrzeug von der Größe des VW Up dann allerdings noch für unter 10.000 Euro angeboten werden kann, hängt stark von den Kosten für den Elektroantrieb ab. (SP-X/tibü)

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