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Vorn XC40, ab B-Säule Coupé: der neue C40 ist Volvos zweites Elektroauto.
Foto: Christian Frederik Merten
Vorn XC40, ab B-Säule Coupé: der neue C40 ist Volvos zweites Elektroauto.

bfp-Fahrbericht

Volvo C40: XC40 auf dynamisch

Zweites Elektroauto von Volvo. Das kompakte SUV-Coupé C40 kommt mit bekannter Technik und sportlichem Heck.

C40 lautet der Name des jüngsten Mitglieds der Volvo-Familie, wohl das letzte Modell der Schweden mit Buchstaben-Zahlen-Kürzel. Bereits der XC90-Nachfolger soll Ende 2022 einen klassischen Namen bekommen. Wie dem auch sei: Schon Volvo C70 und C30 versprachen eine gewisse Dynamik, und so will es auch der neue C40. Wobei der, seit Mitte 2021 bestellbar, Dynamik ganz individuell interpretiert. Er ist Volvos erstes SUV-Coupé, zudem ist er ausschließlich als reines Elektroauto lieferbar.

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C40 mit derzeit größten Volvo-Heckleuchten

4,43 Meter lang ist der Volvo C40 Recharge Pure Electric, wie der Schwede mit vollem Namen heißt. Trotz optischer Differenzierungen wie schärfer geschnittenen Scheinwerfern zeigt sich beim Blick auf die C40-Front schnell: Der Neue ist eine enger Verwandter des Kompakt-SUVs XC40, dessen vollelektrische Variante seit 2020 auf den Straßen rollt. Wie der Elektro-XC40 kommt auch der C40 mit vollverkleidetem Grill.

Silhouette und Heck bergen dagegen keine Verwechslungsgefahr mit dem XC40: Bei identischem Radstand zeichneten die Volvo-Designer ihrem kompakten SUV-Coupé eine ganz individuelle Seitenlinie. Ab der B-Säule fällt das Dach deutlich ab und mündet flach in einen hohen Heckabschluss mit kleinem Spoiler. Die größten Heckleuchten der aktuellen Volvo-Palette ziehen sich aus der C-Säule über den hinteren Seitenbereich weit in die Heckklappe, ein durchgehendes Leuchtenband wie beim technischen Zwilling Polestar 2 gibt es aber nicht. Auffällig sind die zwei Höcker hinten auf dem Dach, die die außenliegenden Scharniere der Heckklappe verkleiden. Apropos Dach: Das ist beim C40 immer schwarz lackiert.

Kein Leder im Volvo C40

Im Wesentlichen aus dem XC40 bekannt ist das C40-Interieur. Serienmäßig gibt es 12,3-Zoll-Digitalinstrumente und auch der 9-Zoll-Touchscreen über der Mittelkonsole zählt zum Standard. Über ihn lässt sich das Google-Infotainmentsystem mit Google Maps, Google Assistant und Google Play Store bedienen, das ebenfalls immer an Bord ist und für das Volvo in den ersten vier Jahren unbegrenztes Datenvolumen mitliefert. Neu ist dagegen das Design der Dekorblende im Armaturenträger, das die Höhenlinien schwedischer Gebirgszüge wiedergibt. Auf Leder verzichtet Volvo im C40 dagegen komplett.

Und der Platz? Trotz dynamischer Coupé-Linien zeigt sich der Volvo C40 durchaus alltagstauglich. Nicht nur Fahrer und Beifahrer, auch die Fondpassagiere sitzen kommod. Entgegen der Erwartung finden die Hinterbänkler nicht nur genug Bein-, sondern auch Kopffreiheit vor. Auch der Kofferraum von Volvos kompaktem Elektro-SUV zeigt sich mit 413 bis 1.205 Litern Fassungsvolumen alltagstauglich.

Bis zu 444 Kilometer Reichweite im kompakten SUV-Coupé

Kommen wir zum C40-Antrieb, und der ist aus dem XC40 Recharge Pure Electric bekannt: 408 PS aus zwei Elektromotoren, jeweils platziert an Front- und Hinterachse. 75 kWh fasst der im Fahrzeugboden platzierte C40-Akku, damit soll der Schwede laut WLTP 444 Kilometer weit fahren. Ist der Akku leer, lässt er sich mit Wechselstrom und maximal 11 kW Ladeleistung in mindestens acht Stunden wieder aufladen. Beim DC-Schnellladen füllt sich der Akku mit bis zu 150 kW Ladeleistung in 37 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Den WLTP-Verbrauch gibt Volvo mit bis zu 22,3 kWh an, auf unserer Proberunde mit wenigen schnelleren Etappen waren es 23,5 kWh.

Wie der elektrische XC40 verzichtet auch der Volvo C40 auf einen klassischen Startknopf. Sitzen Fahrerin oder Fahrer im Auto, startet der Motor durch Sitzbelegungserkennung und Wahl der Fahrstufen „D“ oder „R“. Dass seine 408 PS dem C40 beim Tritt aufs Fahrpedal ordentlich Schub verleihen, dürfte wenig überraschen. Auf der Straße macht der C40 einen souveränen Eindruck und federt auch deutlich komfortabler ab als Plattform-Bruder Polestar 2. Wer möchte, kann den C40 auch im One-Pedal-Modus fahren, was den Tritt aufs Bremspedal in der Regel überflüssig macht. Unverzichtbar sind aber vor allem beim Abbiegen sorgfältige Kontrollblicke, denn nach hinten sieht man so gut wie nichts im C40.

C40-Preisliste: Vollausstattung und fünf Optionen

Derzeit ist der C40 ausschließlich in der Variante „1st Edition“ bestellbar, zu einem Basispreis von 52.143 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.). Allerdings legt Volvo Wert auf die Feststellung, der C40 sei nahezu komplett ausgestattet. An Bord sind zum Beispiel bereits Matrix-LED-Licht, sämtliche bekannten Assistenzsysteme der Marke, ein feststehendes Glas-Panoramadach oder auch eine Wärmepumpe für eine erhöhte Batterie-Effizienz. Sogar Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung sowie Service, Wartung und Verschleiß sind für die ersten drei Jahre im Preis inbegriffen. Lediglich fünf Optionen bietet Volvo gegen Aufpreis an: Metallic- oder Mineraleffekt-Lack, 20-- statt 19-Zoll-Rädern, getönte Seiten- und Heckscheiben, die Anhängerkupplung für maximal 1.800 Kilogramm Anhängelast sowie eine Ledernachbildung für die Sitze.

Wem der Einstieg in die C40-Welt dennoch zu teuer ist, der kann ab Sommer zum elektrischen SUV-Coupé mit nur einem Motor, Frontantrieb und 231 PS greifen. Diese Single Motor genannte Variante bietet Volvo neuerdings auch für den XC40 Recharge Pure Electric an, der dann ab 40.882 Euro in der Preisliste steht. Allerdings: Die komplette XC40-Produktion des Modelljahrs 2022 ist bereits ausverkauft. Wer jetzt bestellt, erhält ein Fahrzeug des Modelljahrs 2023, das ab Mai analog zum C40-Design mit leichten optischen Retuschen an der Front und serienmäßigem Matrix-LED-Licht von den Bändern rollt.

Vollverkleideter Grill und innen angeschnittene Matrix-LED-Scheinwerfer für den C40 – das sind die Unterschiede zum bekannten XC40-Gesicht.
Flaches Heck mit hohem Abschluss, außerdem die größten Rückleuchten der derzeitigen Volvo-Palette – so präsentiert sich der C40-Rücken.
Das C40-Interieur ist grundsätzlich aus dem XC40 bekannt. Klassisches Volvo-Layout eben.
413 bis 1.205 Liter fasst der C40-Kofferraum und ist damit absolut alltagstauglich.
Auch im Volvo C40 gibt es einen doppelten Ladeboden.

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Technische Daten Volvo C40 Recharge Pure Electric Februar 2022

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