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Foto: Christian Frederik Merten
Der Volvo XC60 geht mit nur marginalen Design-Änderungen ins neue Modelljahr. Neu sind Grill und Stoßfänger.

bfp-Fahrbericht

Volvo-Modelljahr 2022: Mehr Google, mehr Fahrassistenz

Modellpflege für Volvo XC60, S90 und V90. Google Android und eine neue Sensorplattform halten Einzug, der XC60 bekommt ein bisschen Schminke.

Mehr Digital-Features für den Volvo XC60. Im Zuge der Modellpflege spendieren die Schweden ihrem mittelgroßen Erfolgs-SUV vor allem neue oder verbesserte Elektronik-Funktionen. Die Optik bleibt dagegen, wie sie ist. Zumindest im Großen und Ganzen, neue Details machen den Jahrgang 2022 des Volvo XC60 vor allem für Insider erkennbar.

Neu gestaltet sind die je nach Ausstattung unterschiedlichen Front- und Heck-Schürzen des SUVs. Vorn betonen die seitlichen Lufteinlässe nun die Vertikale. Im XC60 Inscription zieht sich außerdem eine Chromleiste quer über die Fahrzeugbreite. Die gibt es dann auch am Heck, dort verdeckt die Schürze nun die Auspuff-Endrohre. Außerdem gibt es neue Farben und Felgen, und – zwar nicht sichtbar, aber praktisch – einen auf 60 Zentimeter vergrößerten Sensor-Bereich für Fußbetätigung der elektrischen Heckklappe.

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XC60, S90 und V90 ab jetzt mit Google Android

Weiter hält sich Volvo beim neuen XC60 mit Äußerlichkeiten aber nicht auf, vielmehr geht’s ans Eingemachte. Und das ist bei modernen Autos? Richtig, das Infotainment und digitale Funktionen allgemein. Deshalb hält im SUV XC60 – und übrigens auch im S90, V90 und V90 Cross Country – ab sofort das schon aus dem vollelektrischen XC40 bekannte Infotainmentsystem auf Android-Basis Einzug. Heißt konkret? Navigation mit Google Maps, Sprach- und Bedienungsassistenz via Google Assistant und App-Downloads aus dem Google Play Store. In S90, V90 und V90 Cross Country sind die Google Services immer dabei, im XC60 fehlen sie nur in der Basis Momentum. Dort gibt es sie für 1.261 Euro Aufpreis inklusive induktiver Smartphone-Ladefunktion (alle Preise netto zzgl. USt.). Damit die neuen Features einwandfrei funktionieren, liefert Volvo unbegrenztes Datenvolumen für die genannten Services gleich mit. Zumindest für die ersten vier Jahre – aber danach sind die meisten Dienstwagen ja eh schon aus dem Leasing.

Wer das neue Infotainment nicht per Sprachbefehl bedienen möchte, dem steht wie gewohnt der 9-Zoll-Touchscreen im Hochformat zur Verfügung. Er ist schon in der Basis Serie, seine Menüführung hat mit Einzug der Google-Systeme deutlich gewonnen. Serie sind weiterhin auch die 12,3-Zoll-Digitalinstrumente. Sie kommen nun allerdings in zweiter Generation und damit in neuem, ebenfalls gut ablesbarem Layout. Außerdem: Schiebedach und Innenlicht lassen sich im SUV nun per Touch-Funktion steuern.

Neue Sensorplattform für Fahrerassistenzsysteme

Ebenfalls neu in XC60, S90, V90 und V90 Cross Country: Die Sensorplattform ADAS als Basis für die Fahrerassistenzsysteme. ADAS steht für Advanced Driver Assist System, das ebenfalls bereits aus dem Elektro-XC40 bekannt ist. Die Plattform soll für schnellere Reaktionsgeschwindigkeiten sorgen, außerdem lassen sich Zahl und Funktion der Assistenten laut Volvo künftig leichter erweitern. Sichtbares Zeichen sind die Radarsensoren vorn, die aus dem Bereich des Innenspiegels zurück in den Kühlergrill gewandert sind.

Zum neuen Modelljahr erweitert Volvo das Portfolio seiner Fahrerassistenzsysteme in den genannten Baureihen um drei – teil serienmäßige, teils optionale – Bausteine:

  • den „Emergency Stop Assist“, der das Fahrzeug automatisch zum Stehen bringt, sollte der Fahrer nicht mehr reaktionsfähig sein
  • die „Ready to Drive Notification“, die im Stau Hinweise gibt, sobald die Fahrt fortgesetzt werden kann sowie
  • den neuen Ausparkassistenten mit automatischen Bremseingriff.

Antriebe in XC60, S90 und V90 unverändert

Unverändert breit bleibt die Motoren-Palette des XC60. Zur Wahl im SUV steht der bekannte 2,0-Liter-Benziner mit 197, 250 oder 300 PS sowie der gleich große Diesel mit 197 oder 235 PS. Außerdem im Angebot: Die Plug-in-Hybride mit 253, 303 oder 318 PS großem Benziner plus 87-PS-Elektromotor. Auch in S90, V90 und V90 Cross Country bleibt antriebsmäßig alles beim Alten.

Für eine kurze Testfahrt wählten wir den XC60 mit dem Spitzen-Plug-in-Hybrid. Wie das SUV fährt, ist hinlänglich bekannt. Im Hybrid-Modus bietet der XC60 T8 Recharge Polestar Engineered mehr als genug Power, rein elektrisches Fahren sollte man sich aber für den urbanen Ballungsraum aufsparen: Die 87 PS des Elektromotors sind auf der Landstraße schnell überfordert mit den mindestens 2,2 Tonnen des schwedischen SUVs. Um die Kurven tänzelt der XC60 sicher und wieselflink, gefahren sind wir ihn mit 6,3 Litern je 100 Kilometer.

Kurz zu den Preisen: Los geht es beim XC60 ab 39.328 Euro für den Einstiegsbenziner, der günstigste Diesel ist ab 41.765 Euro zu haben. Einen Plug-in-Hybrid bietet Volvo für sein SUV ab 56.807 Euro. Bis auf den Spitzen-PHEV mit dem Zusatz Polestar Engineered liegen die Basispreise aller Plug-in-Hybride unter 65.000 Euro, weshalb sie zu den förderfähigen Plug-in-Hybriden zählen.

Geht es um S90 und V90, ist der Kombi Favorit in Deutschland. Beim Kombi V90 starten die Preise bei 45.210 Euro für den günstigsten Benziner, einen Plug-in-Hybrid gibt es ab 58.319 Euro. Der hochgelegte V90 Cross Country kostet mindestens 53.908 Euro.

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Auch das Heck von Volvos mittelgroßem SUV ist bekannt. Wie an der Front gibt es eine neu gestaltete Schürze.
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Größer sind die Änderungen im Innenraum. Zwar ist auch das Grund-Layout des XC60 bekannt …
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… komplett ersetzt hat Volvo aber das Infotainmentsystem. Es basiert ab sofort auf Google-Technik – übrigens auch im S90, V90 und V90 Cross Country.
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Unverändertes Design auch in der XC60-Silhouette.

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