Foto: Bernhard Limberger/Volvo

Interview mit Leiter Großkunden

Volvo V60 Cross Country: "Kombi- und Offroad-Qualitäten"

Axel Zurhausen, Leiter des Vertriebs Großkunden bei der Volvo Car Germany GmbH verrät, was den neuen Volvo V60 attraktiv für Flotten macht.

Von Sabine Neumann

bfp: Welche Bedeutung wird der Volvo V60 Cross Country für den Fuhrpark haben?

Zurhausen: Die gesamte Baureihe Volvo V60, mit Kombi und Cross Country, hat eine hohe Bedeutung. Mit dem Volvo V60 setzen wir eine lange Tradition fort und wollen an die Erfolge von V50 und V70 anknüpfen. Der neue V60 ähnelt von der Größe her dem V50, besitzt aber nahezu das Kofferraumvolumen eines V70. Damit ist er perfekt positioniert und wird den meisten Wünschen gerecht.

Volvo V60 Cross Country ist "perfekte Alternative"

Die Cross Country Version ist indessen ein Auto für Menschen, die bewusst keinen SUV wählen, aber sich dessen Vorzüge wünschen, beziehungsweise deren Fuhrpark-Policy keine SUV zulassen. Da ist der Cross Country mit seiner Kombination aus Kombi- und Offroad-Qualitäten und der Möglichkeit, sich vom normalen Kombi abzuheben, eine perfekte Alternative. Von daher ergänzt der Cross Country die Modellvielfalt. Das Volumenmodell im Flottengeschäft ist aber ganz klar der Volvo V60.

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bfp: Welche Modelle sind derzeit die Top Drei im Fuhrpark?

Zurhausen: Der XC60 ist seit Jahren der Bestseller von Volvo und das gilt auch für das Flottengeschäft. Auf dem zweiten Platz steht mittlerweile der Volvo XC90. Dann folgen aber schon der V90 und auch der im vergangenen Jahr eingeführte V60 hat sich gut entwickelt. Beim V60 wollen wir ganz klar weiter zulegen, deshalb steht der Mittelklasse-Kombi klar im Fokus unserer Aktivitäten. 2019 ist das erste volle Verkaufsjahr für das Modell.

bfp: An welche Maßnahmen haben Sie dabei gedacht?

Zurhausen: Unter anderem werden wir den Volvo V60 beim bfp Fuhrpark Forum im Mai in den Mittelpunkt unseres Auftritts stellen. Darüber hinaus habe ich einen besonderen Wunsch: Noch bevor der neue Volvo S60 im Sommer breitflächig im Handel eingeführt wird, würde ich die Limousine gerne auch bei der Veranstaltung im Mai präsentieren. Das wäre genau der richtige Zeitpunkt für eine Premiere im speziellen Rahmen für Flottenkunden. Ich hoffe, dass wir ein Fahrzeug rechtzeitig aus dem neuen US-Werk in Charleston nach Europa bekommen.

"Sehr starke Verschiebung in Richtung der Ottomotoren"

bfp: Welchen Antriebsmix erwarten Sie beim V60 Cross Country?

Zurhausen: Wir sehen, dass sich insgesamt der Anteil an Benzinern in der Flotte erhöht hat. Die Quote ist jedoch abhängig vom Modell. Bei kleineren Fahrzeugen wie dem V40 beobachten wir eine sehr starke Verschiebung in Richtung der Ottomotoren. Beim V60 und V60 Cross Country wird auch weiterhin der Dieselanteil überwiegen. Wir haben den V60 Cross Country momentan ja auch nur in einer D4-Variante im Angebot. Etwas später wird es zwar noch eine T5-Version geben. Aber im Fuhrpark spielt weiterhin der Diesel eindeutig die größere Rolle.

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bfp: Wie sieht es mit alternativen Antrieben, sprich Elektrifizierung aus?

Zurhausen: Der Volvo V60 wird auch als T8-Variante, also als leistungsstarker Plug-in-Hybrid mit Benzin- und Elektromotor angeboten. Wir sehen in diesem Bereich eine deutlich stärkere Nachfrage als noch vor wenigen Monaten. Allerdings hat bei den größeren Funktionsflotten nach wie vor der Diesel einen höheren Stellenwert. Der Hybrid-Antrieb ist insbesondere für kleinere Fuhrparks und Gewerbetreibende, die ihre eigene Car Policy festlegen, interessant.

Die um 50 Prozent reduzierte Dienstwagenbesteuerung für elektrifizierte Modelle trägt natürlich ihren Teil dazu bei, dass es gerade ein größeres Interesse an dieser Antriebsart gibt. Im vergangenen Jahr lag der Hybridanteil bei Volvo über alle Baureihen und Verkäufe bei vier Prozent. Die erhöhte Nachfrage und eine erweiterte Produktionskapazität werden im laufenden Jahr 2019 diesen Anteil spürbar nach oben treiben. Damit liegen wir auch im Plan unserer Elektrifizierungsstrategie.

bfp: Wie ordnen Sie den V60 Cross Country bezüglich der TCO ein?

Zurhausen: Der Volvo V60 Cross Country hat einen höheren Einstiegspreis als der Kombi, er startet bei 52.350 Euro. Damit ist er ein Fahrzeug für Menschen, die im Rahmen der Fuhrpark Policy sehr viel Freiraum genießen. Von daher wird er nicht das Modell für Funktionsflotten sein, sondern eher ein Management- oder User-Chooser-Fahrzeug.

bfp: Es gibt derzeit Unternehmen, die ihren Fuhrpark komplett auf Volvo umstellen. Welche Rolle spielt da der V60?

Zurhausen: Tatsächlich haben wir Flottenkunden gewonnen, die komplett auf Volvo umgestellt haben – und der Kreis dieser Kunden wird glücklicherweise größer. Das ist für uns neu und eine Erfahrung, die wir in Deutschland so bisher noch nicht gemacht haben. Wir freuen uns natürlich sehr darüber. Der Volvo V60 trägt zu diesem Erfolg bei.

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"Der Kofferraum muss ausreichend Platz bieten"

In der Vergangenheit war die Größe des Gepäckabteils der Kritikpunkt am gleichnamigen Vorgänger. Die Dimension des Kofferraums aber ist ein wichtiges Thema für viele Kunden. Dieser Kritikpunkt wurde bei der Gestaltung des neuen Volvo V60 gelöst. Schließlich wird gerade der V60 häufig von User-Choosern gewählt, die das Fahrzeug auch in der Freizeit mit Familie nutzen wollen. Da muss der Kofferraum ausreichend Platz bieten, sonst fällt ein Auto in der Kundenbewertung oftmals gleich durch.

bfp: Vielen Dank für das Gespräch.

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