Foto: momius - Fotolia.com

Fuhrparkmanager-Qualifizierung

Warum Weiterbildung für den Fuhrpark wichtig ist

Wer im Berufsalltag selbstsicher durch Fachkompetenz und frischem Know-how punkten will, muss sich – auch und gerade als Fuhrparkmanager – weiterbilden.

Von Esra Tatlises

Es ist die alles entscheidende Frage: Welche Hard und Soft Skills braucht ein Fuhrparkmanager, um seine Flotte erfolgreich und effizient verwalten zu können? "Neben betriebswirtschaftlichem, technischem und rechtlichem Wissen braucht der Fuhrparkmanager weitere Fachkenntnisse und Management- sowie Führungserfahrung", sagt Axel Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement.

Und er hat absolut recht: Die Fuhrparkleitung umfasst viele Aufgabenbereiche – von der Fahrzeugbeschaffung über die Halterhaftung, das Controlling und das Steuerrecht bis hin zur Konzeption neuer Mobilitätslösungen oder das Outsourcing. Zudem sind auch kommunikative Fähigkeiten gefragt, denn im Fuhrpark kommen nicht nur Mitarbeiter mit den unterschiedlichsten Mobilitätsanforderungen zusammen – auch bei Importeuren und Dienstleistern sollte der Flottenmanager Verhandlungsgeschick zeigen, um gute Deals rausholen zu können.

Sie wollen Ihre Flotte elektrifizieren? So geht’s!

Ein E-Fuhrpark birgt viele Vorteile. Wie Sie ihn aufbauen und mit profitieren können, vermitteln Ihnen unsere Experten der bfp AKADEMIE in nur einem Tag.
Artikel lesen >

Ausgebildete und zertifizierte Fuhrparkmanager sind heute aber in der Minderheit: So lautet das Ergebnis einer Dataforce-Studie vom letzten Jahr. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass diese Position so viele Fähigkeiten abverlangt. Aber auch ein deutlicher Vorteil: So können sich angehende und bestehende Fuhrparkleiter durch Qualifizierungsmaßnahmen mit frischem Know-how aus der Branche und profunder Fachkompetenz profilieren. Mit anderen Worten: Fuhrparkmanager-Qualifizierungen helfen, der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein und erhöhen den Professionalisierungsgrad deutlich.

Fuhrparkmanagement seit fast 20 Jahren

So war zum Beispiel die bfp AKADEMIE 2001 eines der ersten Anlaufstellen für die zertifizierte Weiterbildung von Fuhrparkmanagern. Die langjährige Erfahrung in der Branche spiegelt sich in der Bandbreite ihrer Fortbildungsangebote wider: Die zwei Ausbildungsrichtungen zum zertifizierten Fuhrparkmanager oder Fuhrparkmanagementberater greifen Basics rund um den Fuhrpark aus zwei unterschiedlichen Perspektiven auf. Zudem erhalten Teilnehmer auch für die Zeit nach der Weiterbildung wichtige Hilfestellung, wie Ausbildungsabsolvent und frisch zertifizierter Fuhrparkmanagementberater Johannes Rübsamen findet: "Die Unterlagen und das Arbeitsmaterial sind sehr hilfreich im Job. Es ist jeder Bereich abgedeckt und gerade am Anfang ist es super, zu einzelnen Themen auch mal etwas nachschlagen zu können." Nützliche Unterlagen gibt es auch zu den Seminaren: Die kommen in kleineren Häppchen und fokussieren einen Bereich, sodass auch einzelne Wissenslücken umfangreich gefüllt werden können, wie zum Beispiel für diese Themen:

  • Car Policy und Dienstwagenüberlassungsvertrag
  • Datenschutz im Fuhrpark
  • Unfallverhütungsvorschriften im Pkw-/ Transporter-Fuhrpark
  • Die Versteuerung des geldwerten Vorteils
  • Grundlegende Basiscs des Fuhrparkmanagements
  • Fuhrparkrecht (Aufbau- und Basisseminar)
  • Einstieg in die E-Mobilität
  • Kostenmanagement
  • Leasing und Full-Service-Leasing
  • Schadenmanagement

Aus der Masse herausstechen kann dadurch auch frisch gebackener Flottenmanagementberater Daniel Safavi vom Autohaus Stopka in Essen. Durch die Ausbildung zum zertifizierten Fuhrparkmanagementberater hat er neue Soft Skills erarbeiten können: "Besonders interessant waren die Themen rund um Motivations- und Statusfahrzeuge sowie die zukünftigen Anforderungen an Fuhrparklösungen bezügliche alternativer Antriebe und Mobilität. Dabei habe ich spannende neue Akquisitionswege für mich entdeckt, die es mir ermöglichen unsere Fahrzeuge noch attraktiver für Flotten zu gestalten."

Das bfp Fuhrpark-FORUM 2020 macht Sie fit für den Berufsalltag

Um in Mobilitätsfragen up-to-date zu bleiben, müssen Sie gar nicht viel tun. Machen Sie einfach beim Fachprogramm des bfp Fuhrpark-FORUMS 2020 mit, schon sind Sie rundum informiert.
Artikel lesen >

Disruptive Umbrüche stehen bevor

Gerade jetzt, wo sich die Fuhrparkbranche durch alternative Mobilität und Antriebe wandelt, ist Agilität gefragt. Denn neue Antriebstechniken erfordern neue Denkansätze. Und auf neue gesetzliche Regelungen und Förderungen gilt es schnell zu reagieren. Der klassische Fuhrparkmanager steht vor ungewohnten Herausforderungen durch die Elektromobilität – und das gleich an mehreren Fronten. Davor warnt auch Axel Schäfer: "Zu den betrieblichen und ökonomischen Anforderungen kommen in Zukunft ökologische und soziale Aspekte, die bei der Organisation der Transportaufgaben zu berücksichtigen sind. Das ist nicht nur eine intellektuelle Herausforderung, sondern wird in vielen Fällen sicher auch für innerbetriebliche Konflikte sorgen. Nur mit viel Geschick wird dieser Spagat auf dem Schwebebalken gelingen."

Auch für die kompetente Konsultation der Flottenverwalter ist neuer Input zu alternativer Mobilität wichtig. Julia Mackenroth, neueste Absolventin und Fuhrparkmanagementberaterin bei Avalon Premium Cars, kann durch die Weiterbildung Ihren Kunden nun einen Mehrwert bieten: "Jedes Unternehmen ist anders. Hier sehe ich es als unsere Aufgabe, auf die einzelnen Bedürfnisse der Unternehmen einzugehen und die richtige Mobilitätslösung zu erarbeiten, sodass Unternehmen rund um das Thema Fuhrpark entlastet werden können."

Klar ist, dass der Fuhrparkmanager von heute für diese neuen Herausforderungen auch neues Know-how benötigt. Denn selbstverständlich prägen Entwicklungen in der Automobiltechnik das Fuhrparkmanagement erheblich: Elektroautos sind sparsam, aber wie wickelt der Flottenverwalter die Unterhaltung dieser Fahrzeuge am effizientesten ab – sowohl operativ-strategisch, als auch juristisch? Und wie sieht das bei der Integration neuer Mobilitätslösungen aus? Axel Schäfer stellt in diesem Zusammenhang fest: "Das klassische Flottenmanagement wird noch eine ganze Weile existieren. Aber es werden massive Änderungen erforderlich sein – in Denke und Aufgabenstellung sowie Stellenbeschreibung. Es geht eben längst nicht mehr nur um "Autos", sondern um Verkehrsmittel und Mobilitätslösungen. Ohne Weiterbildung wird das nicht gelingen."

hintergrundgrafik

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!