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Mobilitätsrevolution

Wie sich das Mobilitätsverhalten in den kommenden Jahren verändern wird und die Auswirkungen auf Fuhrparks

Auch wenn die Nachfrage nach Dienstwagen in Unternehmen bislang noch hoch ist, wird sich mit fortschreitender technischer und gesellschaftlicher Entwicklung auch das Mobilitätsverhalten der Firmenwagennutzer ändern. Das ist ein Ergebnis einer Studie von Prof. Bratzel im Auftrag von BNP Paribas Cardif.

Die Auto-Mobilität steht aktuell vor einem evolutionären Sprung. Dies betrifft jedoch nicht nur die Mobilität selbst, sondern auch deren Finanzierung und Absicherung. Das belegt die Studie „Finanzierung und Absicherung neuer Mobilitätskonzepte“ des Center of Automotive Management (CAM) im Auftrag von BNP Paribas Cardif Deutschland.

Präsentiert wurde die wissenschaftliche Untersuchung vom Studienleiter Professor Dr. Stefan Bratzel, Direktor des CAM, am 21. März 2018 auf dem Branchentag Automotive von BNP Paribas Cardif in der Motorworld Stuttgart.

Das Mobilitätsverhalten von 1.002 Konsumenten wurde untersucht

Durchgeführt wurde die Studie in zwei Stufen: Zunächst wurden in einer quantitativen Erhebung 1.002 Konsumenten zu ihrem Mobilitätsverhalten und zu Finanzierungsthemen befragt. Im zweiten Teil wurden qualitative Tiefeninterviews mit Experten von unterschiedlichen Mobilitätsanbietern geführt. Im Fokus beider Erhebungsstufen standen zunächst die Zukunftstrends der Mobilität und anschließend die Themen Finanzierung und Absicherung.

Junge Städter nutzen zukünftig Mobilitätsservices

Die größten disruptiven Veränderungen der nahen Zukunft für die Automobilbranche stellen die Megatrends Elektromobilität, Connectivity und autonomes Fahren dar. Diese werden die Entwicklung von neuen Mobilitätsangeboten beschleunigen. „Fahrzeuge werden bis 2025 mehr und mehr als Teil von neuen Services genutzt. Der Siegeszug dieser Dienstleistungen wird zum Ende dieses Jahrzehnts erstmals deutlich an Fahrt aufnehmen. Der Schlüssel hierzu ist die Generation Z, also die heute 18- bis 25-Jährigen, die bis 2025 die Hauptklientel neuer Mobilitätskonzepte ausmachen werden“, erklärt Professor Dr. Stefan Bratzel. Die deutschlandweite Konsumentenbefragung zeigt, dass neue Mobilitätskonzepte die bevorzugte Wahl der heute 18- bis 25-Jährigen sind. Die Nutzungsbereitschaft für Angebote wie „Freefloating Carsharing“ (zum Beispiel Car2Go) liegt in dieser Altersgruppe bei fast 50 Prozent. Ferner würde fast die Hälfte der jüngeren Stadtbewohner unter 25 Jahren auf einen privaten PKW zugunsten neuer Mobilitätservices, wie zum Beispiel Robotaxis, verzichten. „Durch den Trend vom Kaufen zum Nutzen wird auch das Finanzierungsvolumen für Kraftfahrzeuge nach einem kurzen Anstieg ab 2025 spürbar sinken. Dies belegt den Trend, dass die eigene Mobilität wichtiger ist als das eigene Auto“, so Professor Bratzel.

Versicherer werden zu Mobilitätsabsicherern

Der Mobilitätswandel hat somit auch einen starken Einfluss auf die Finanzierungs- und Versicherungsbranche. Ab 2030 wird sich diese Entwicklung weiter beschleunigen – darauf müssen sich Autofinanzierer und -absicherer bereits heute einstellen. Beide Branchen sind darauf angewiesen, neue Services zu entwickeln, um ihr Geschäft zukunftssicher zu machen. Innovationsfähigkeit und Flexibilität nehmen daher für die Finanzdienstleister an Wichtigkeit zu. David Furtwängler, Hauptbevollmächtigter und CEO von BNP Paribas Cardif Deutschland, blickt zuversichtlich nach vorne: „Insbesondere Mobilitäts-Flatrates sehen wir als großes Evolutionsfeld für die gesamte Branche. Versicherungen werden künftig zu Mobilitätsabsicherern. Gerade Zusatzversicherungen wie die Raten- und Wartungsversicherungen, aber auch Mobilitätsgarantien, gewinnen vor diesem Hintergrund signifikant an Bedeutung.“ Ein Mobilitätsvertrag wird von mehr als der Hälfte der Befragten (57%) in Betracht gezogen. Vor diesem Hintergrund gaben knapp 40 Prozent aller Studienteilnehmer an, sie wären an einer Versicherung interessiert, die etwa im Falle von Arbeitslosigkeit den Betrag für eine Mobilitäts-Flatrate übernimmt. Auch hier sind die Vertreter der Generation Z dominierend: 51 Prozent wünschen sich diese Form der Mobilitätsabsicherung. In Anbetracht der Kosten einer Mobilitäts-Flatrate von 400 Euro im Monat steigt die Bereitschaft noch, diese abzusichern. 46 Prozent der Befragten können sich vorstellen, eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit abzuschließen. Beim Risiko Arbeitsunfähigkeit ist dies sogar bei 49 Prozent der Fall.

Die Studie hat gezeigt, dass Finanzdienstleiter auf den Zeitgeist reagieren müssen. BNP Paribas Cardif begleitet seine Partner bei diesem Trend und arbeitet schon heute an Dienstleistungen, die völlig unabhängig von Finanzierungen sind. „Mit unserem Produktportfolio ‚Keep on Moving‘ flankieren wir diese Entwicklung und positionieren uns als Mobilitätsabsicherer“, unterstreicht David Furtwängler.

Clemens Noll-Velten

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