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Weltpremiere in Los Angeles

Audi e-tron GT: Viertüriges Coupé unter Strom

Audi treibt die Elektromobilität weiter voran. Die Markteinführung des e-tron steht kurz bevor. Weitere Modelle folgen Schlag auf Schlag.

Inhaltsverzeichnis

Von Wolfgang Schäffer

GT steht für Gran Turismo. Fahrzeuge dieses Genres haben traditionell schon optisch einen entsprechenden Auftritt. Daran haben sich die Designer in Ingolstadt auch bei dem GT orientiert, der von Anfang 2021 an ausgeliefert werden soll.

Mit einer Länge von 4,96 Metern, einer Breite von 1,96 Metern sowie einer Höhe von gerade einmal 1,38 Metern zeigt der Sportler genau die entsprechenden Proportionen. Der lange Radstand (2,90 Meter) sowie die dadurch bedingten, extrem kurzen Überhänge sowohl vorne als auch hinten tragen zu einem dynamischen Gesamtbild bei. Die Dachlinie spannt sich - ähnlich wie bei einem A7 - weit Richtung Heck, fällt aber in Vergleich deutlich flacher ab.

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Lang, breit und flach

Die hoch ansetzende Schulterlinie - eine Anlehnung an den TT ist unverkennbar - haben die Designer muskulös ausgearbeitet. Das gilt zudem verstärkt für die Radhäuser, die breit ausgestellt sind und Platz für 22 Zoll große Räder bieten. Die auffällig modellierten Flanken betonen den sportlich-kraftvollen Gesamteindruck ebenso wie die breiten Seitenschweller. Quasi wie eine Leitlinie führen sie den Strom der seitlichen Luftauslässe an den Türen entlang.

Obwohl die Karosserie ganz nahe an die Fahrbahn rückt, konnten die Batterien im Unterboden platziert werden. Das bringt einen tiefen Schwerpunkt mit sich, was sich generell positiv auf die Fahreigenschaften auswirkt.

Die Front des GT wird, typisch für Audi-Modelle, von einem großflächigen Singleframe dominiert. Mächtige Lufteinlässe sowie die darüber liegenden, flachen LED-Scheinwerfer sollen die Performance des Modells unterstreichen. Über die gesamte Breite des Hecks verläuft ein Leuchtenband, das bis in die eigentlichen Leuchteinheiten reicht. Der mächtige Diffusor rundet das kraftvolle Erscheinungsbild ab.

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Veganer Innenraum

Innen ist alles auf Qualität und Sportlichkeit getrimmt. Doch nicht nur das: Nachhaltigkeit ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. So wurde beim Interieur konsequent auf den Einsatz von Produkten tierischen Ursprungs verzichtet. Stattdessen werden synthetisches Leder sowie textile Bespannungen aus recycelten Fasern und Microfasermaterialien verwendet.

Der hochflorige Bodenteppich ist aus nachhaltigem Econylgarn gefertigt, einer Recyclingfaser, die aus gebrauchten Fischernetzen hergestellt wird. Hier können also selbst Veganer mit absolut gutem Gewissen Platz nehmen.

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Die Mittelkonsole, der großflächige Touchscreen im oberen Bereich sowie die Linienführung von Türbrüstung und Cockpit rahmen den Arbeitsplatz des Fahrers ein. Die Mittelkonsole und das frei stehende Kombiinstrument scheinen zu schweben. Sowohl der Bildschirm des Zentralinstruments als auch der Touchscreen oberhalb der Mittelkonsole sind in Black Panel Optik ausgeführt.

Fahrer und Mitfahrer können es sich erfreulich bequem machen. Das gilt selbst für die Reisenden im Fond, die nur etwas weniger Raum als in einem A7 haben. Im Heck mit der großen Ladeklappe lassen sich 450 Liter Volumen unterbringen. Unter der Fronthaube gibt es noch einmal 100 Liter zusätzliche Kapazität. Idealer Raum, um Ladekabel zu verstauen.

Porsche-Technik unterm Blech

Beim Antrieb des e-tron GT concept ist schnell die Handschrift der Konzernschwester Porsche zu erkennen. Audi greift weitestgehend auf die Technik zurück, die auch beim Taycan zum Einsatz kommt. So sorgen zwei E-Motoren mit einer Systemleistung von 590 PS für eine sportliche Performance.

Je eine E-Maschine arbeitet an der Vorder- und Hinterachse. In beiden Fällen handelt es sich um permanent erregte Synchronmotoren. Sie bringen das Drehmoment über alle vier angetriebenen Räder auf die Straße. Dabei gibt es keine mechanische Verbindung zwischen den beiden Achsen. Die elektronische Systemsteuerung koordiniert den Antrieb zwischen Achsen und Rädern.

In 3,5 Sekunden soll der Spurt auf Tempo 100 gelingen, etwas mehr als zwölf Sekunden wird es dauern, bis die Tachonadel 200 anzeigt. Maximal wird der GT 240 Kilometer pro Stunde erreichen. Die Reichweite des Konzeptfahrzeugs beträgt - nach dem neuen WLTP-Standard ermittelt - mehr als 400 Kilometer. Die Antriebsenergie dafür stellt eine Lithium-Ionen-Batterie mit einem Energieinhalt von mehr als 90 kWh bereit.

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Wie schon beim e-tron sorgt ein ausgeklügeltes Rekuperationssystem dafür, dass 30 Prozent der Reichweite auf diese Weise zu Stande kommt. Die Rekuperation bezieht sowohl die beiden E-Maschinen als auch das elektrohydraulisch integrierte Bremsregelsystem mit ein.

Zwölf Modelle mit Elektro-Antrieb bis 2025

Da der e-tron GT, wie auch der Porsche Taycan, mit einem 800 Volt-System ausgerüstet ist, reichen an einer entsprechend dafür vorgesehenen Ladesäule etwa 20 Minuten, um die Batterie wieder auf 80 Prozent ihrer Kapazität zu laden und damit wieder auf eine Reichweite von mehr als 320 Kilometern (WLTP) zu kommen. Es können aber auch Ladesäulen mit geringerem Spannungsniveau genutzt werden. Dort dauert der Ladevorgang jedoch wesentlich länger.

Bis 2025 will Audi zwölf Modelle mit reinem Elektro-Antrieb in den wichtigsten Märkten weltweit anbieten und etwa ein Drittel seines Absatzes mit elektrifizierten Fahrzeugen erzielen. Dazu zählen SUV ebenso wie die klassischen Karosserie-Konzepte Avant und Sportback. Das Angebot soll von der Kompaktklasse bis in die Oberklasse reichen.

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