Foto: AUDI AG

Restwertprognosen für große SUV

Audi Q7 auf der Überholspur

Die Dickschiffe sind in Sachen Wertverlust keine Kostverächter, dennoch im Fuhrpark äußerst beliebt. Fast zwei Drittel sind gewerbliche Neuzulassungen.

Von Ute Kernbach

Große Geländewagen sind heute für profanere Dinge des Lebens gerüstet: Luxus, viel Raum, kein Understatement und billig schon gar nicht.

SUV: "In der Oberklasse zeigen noch einige, was man hat"

"Der SUV-Trend und kein Ende. Vor allem im kompakten Segment ist noch Luft. Da spielen Design und Sitzposition eine deutlich größere Rolle als Allrad. In der Oberklasse zeigen noch einige, was man hat, aber die Tendenz geht eher hin zum nächstkleineren Modell", weiß Dieter Fess, Mitinhaber der Bähr & Fess Forecasts GmbH.

Fess weiter: "Das Image eines Macan ist mindestens so gut wie das des Cayenne. Die Anschaffung spart obendrein Geld, das man in Ausstattung investieren kann und der Wiederverkauf sowie die Sozialverträglichkeit sind ebenfalls besser."

Wie sich die zukünftigen Restwerte ausgewählter großer SUVs in Zukunft verhalten, haben die Prognose-Spezialisten der Bähr & Fess Forecasts näher ins Visier genommen.

Audi Q7 führt die SUV-Rangliste an

Nach jüngsten Prognosen steht im Zweijahresvergleich mit einem prognostizierten Restwert von knapp über 50 Prozent der Audi Q7 quattro auf der Pole Position. Unter dessen Motorhaube arbeitet ein 218 PS starker Selbstzünder.

Dahinter können der BMW X5 25d und der Range Rover Sport 3,0 SDV6, der mit einem Neupreis von 69.000 Euro zwar keine preiswerte, aber eine interessante und stilvolle Alternative zu den deutschen Wettbewerbern ist, mit einem Restwert von je 48,5 Prozent den zweiten Rang für sich in Anspruch nehmen.

Auch der Volvo XC90 schlägt sich sehr gut

Lediglich einen Prozentpunkt weniger an Restwert attestieren die Prognostiker dem Schweden-SUV XC90 D5. Der Volvo ist in jedem Fall eine gute Alternative zu den deutschen Premium-Geländegängern. Hervorragende Verarbeitung, ein Höchstmaß an Innenraumflexibilität sind Attribute mit denen der XC90 aufwarten kann.

Danach geht es Schlag auf Schlag: Mit Restwerten von 46,5 beziehungsweise 46,0 Prozent stehen der Mercedes GLE 350d und der Ford Edge 2,0 TDCI restwerttechnisch fast auf dem gleichen Niveau. Derjenige, der die prozentuale Betrachtung des Restwertes als das allein selig machende Kriterium für den Werterhalt eines Fahrzeugs ansieht, wird bei monetärer Sicht sein Weltbild revidieren müssen.

Absolut sehr hoher Wertverlust beim Mercedes GLE

Zwar hat der Stuttgarter GLE in zwei Jahren noch einen Restwert von 46,5 Prozent, das heißt aber auch, dass der Mercedes-Eigner aufgrund des hohen Anschaffungspreises von rund 65.300 Euro mehr als 34.900 Euro abschreiben muss. Beim Ford Edge indessen sind in zwei Jahren nur circa 22.600 Euro verloren, hier ist zwar der Restwert etwas geringer (46,0 Prozent), aber der Anschaffungspreis mit 41.900 Euro ist auch erheblich niedriger.

Der Mercedes-Fahrer muss also einen um rund 12.300 Euro höheren Wertverlust verschmerzen als der Edge-Lenker.

Restwertprognosen Grosse SUV 9-2018

Tabelle Restwertprognosen Grosse SUV 9-2018

© bfp fuhrpark & management

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