bfp fuhrpark & management konnte einen ersten Blick auf den neuen Opel Corsa werfen.
Foto: Dani Heyne - Opel Automobile GmbH

Kleinwagen-Neuauflage

Opel erfindet den Corsa neu

Opel stellt den Corsa auf die PSA-CMP-Plattform. Generation sechs kommt stets fünftürig, wirkt deutlich dynamischer und fährt auf Wunsch rein elektrisch.

Inhaltsverzeichnis

Von Christian Frederik Merten

Weltpremiere bei Opel: Mit dem Corsa F hält die CMP-Plattform der Konzernmutter PSA auch bei den Rüsselsheimern Einzug. Bis zu 108 Kilogramm weniger Gewicht, neue Motoren und vor allem die Elektrovariante sind die wesentlichen Kennzeichen der Neuentwicklung.

Deutlich dynamischer

Aber nicht nur technisch, auch optisch unterscheidet sich die sechste Generation des seit 1982 weltweit 13,6 Millionen Mal verkauften Opel Corsa deutlich vom Vorgänger. Vorbei ist es mit One-Box-Design und Keilform, der neue Corsa – mit dem Wegfall von Adam und Karl nun Einstiegsmodell der Rüsselsheimer – fährt mit optisch abgesetzter Motorhaube auf die Straße.

Der Opel Corsa F ist mit 4,06 Meter 39 Millimeter länger als sein Vorgänger, auch der Radstand wuchs um 28 Millimeter. Weil er gleichzeitig 16 Millimeter breiter ist und 48 Millimeter niedriger, wirkt er deutlich dynamischer als der Corsa E. Mit einem cw-Wert von 0,29 ist er für seine Klasse zudem besonders strömungsgünstig – auch weil Opel an verschiedensten Stellen aerodynamisches Feintuning wie den stets serienmäßigen Dachspoiler betrieb.

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Fünf Türen im Corsa Serie

Wenden wir uns von außen nach innen. Der Einstieg erfolgt nun stets über vier Türen, der Dreitürer fällt aus dem Programm. Für seine Größe geht das Raumgefühl absolut in Ordnung, ein 1,80-Meter-Fahrer und ein noch größerer Hinterbänkler sind kein Problem. Allerdings schränkt die Mittelkonsole mit dem bis zu zehn Zoll großen Touchscreen das Raumgefühl subjektiv etwas ein. Wer Gepäck transportieren möchte, dem stehen im Corsa im Standardformat 309 Liter Gepäckraum bereit, im Corsa-e sind es 267 Liter. Innen fällt das äußerst geräumige Handschuhfach auf.

E-Antrieb, aber weiter auch ein Diesel

Kommen wir zu den Motoren. Die Basis markiert ein 75 PS starker 1,2-Liter-Saugbenziner. Mit Turbo leistet das Aggregat 100 oder 130 PS. Die Spitzenvariante kommt serienmäßig mit Achtgangautomatik, für den mittleren Benziner kostet es 1.479 Euro Aufpreis (alle Preise netto zzgl. 19 Prozent USt.). Interessant: Anders als viele andere Hersteller hält Opel auch im Kleinwagensegment am Diesel fest. Wer möchte, wählt den 1.5 Diesel mit 102 PS.

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Weitaus spannender ist allerdings der Elektroantrieb im Corsa-e. Opel legt großen Wert darauf, den E-Antrieb nun ganz alltagstauglich und als eine von mehreren Antriebsoptionen in einer einheitlichen Serienkarosserie anzubieten. 136 PS leistet der Corsa-e, gespeist wird er aus einer 50 kWh großen Batterie und soll nach WLTP-Zyklus mit einer Akkuladung bis zu 330 Kilometer weit fahren. Mit 100 kW Ladeleistung ist die Batterie in einer halben Stunde zu 80 Prozent geladen. Für den Elektro-Corsa bieten die Rüsselsheimer außerdem ein ganzes Servicepaket zum Beispiel aus Schnellladekabeln oder Wallboxen an oder die MyOpel-App für das E-Fahrzeug-Management.

Opel Corsa schon jetzt bestellbar

Ausstattungsseitig stehen die Linien Corsa, Corsa Edition, Corsa Elegance sowie die sportliche Corsa GS Line zur Wahl. Los geht es ab 11.756 Euro, die ersten Fahrzeuge rollen ab Herbst in die Ausstellungsräume der Händler. Der Corsa-e fährt ab Frühjahr 2020 auf die Straßen, ist aber ebenfalls schon jetzt in den Ausstattungslinien Selection, Edition und First Edition ab 25.126 Euro bestellbar. Optionen sind unter anderem zahlreiche Assistenzsysteme oder Matrix-LED-Licht. Explizite Zielgruppen im Gewerbekundenmarkt sind Kleinunternehmer, lokale Behörden sowie Pflege-, Liefer- oder Sicherheitsdienste.

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