Foto: Peugeot

Kleine Vans und Hochdachkombis

Restwerte: VW Caddy und Peugeot Rifter führen die Hitliste an

Dieses Segment ist funktional, hat jede Menge Laderaum zu bieten und ist meist günstiger als ein Multivan. Aber wie sieht es mit den Restwerten aus? bfp hat sie sich angeschaut.

Inhaltsverzeichnis

Von Ute Kernbach

In der Klasse der kleinen Vans beziehungsweise Hochdachkombis mit Pkw-Zulassung wird die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Herstellern in Sachen Entwicklung, Planung und Produktion groß geschrieben. Hier tummeln sich Fahrzeuge wie beispielsweise der VW Caddy, der Citroën Berlingo, der Opel Combo Life und der Peugeot Rifter - um nur die zulassungsstärksten Hochdachkombis im Gewerbe zu nennen.

Hochdachkombis: "Qualitätsanmutung eher auf Transporter Niveau"

"Dieses Segment ist eigentlich für alle geeignet, die nicht das Geld für einen Multivan oder Caravelle aufbringen möchten. Meist strotzen diese Automobile vor Laderaum und Ablagemöglichkeiten. Gleichzeitig können sie ihre Herkunft als Transporter nie so ganz verleugnen", sagt Dieter Fess, Mitinhaber der Bähr & Fess Forecasts GmbH in Völklingen.

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"Verarbeitung und Qualitätsanmutung sind eher auf Transporter Niveau als im Pkw-Bereich angesiedelt. Der Käuferschaft ist dies ziemlich egal, die interessiert sich vornehmlich für rein rationale Qualitäten und die gibt es zuhauf." Wie hoch allerdings der künftige Restwert ist, darüber geben die Forecasts-Spezialisten von Bähr & Fess Auskunft.

Restwerte Mehr als sieben Prozentpunkte Differenz

Unter den ausgewählten Fahrzeugen klafft die Restwertschere um mehr als sieben Prozentpunkte auseinander. Nach jüngsten Prognosen attestieren die Experten aus dem Saarland dem Wolfsburger Caddy 2,0 TDI BMT, unter dessen Motorhaube ein 102 PS starkes Dieselaggregat arbeitet, die beste Wertstabilität unter den ausgewählten Fahrzeugen. In zwei Jahren und einer Laufleistung von 80.000 Kilometer ist der Volkswagen noch 43,5 Prozent seines ehemaligen Neupreises wert.

Platz zwei der Wertstabilitätshitliste kann der ladefreundliche Peugeot Rifter 1,5 BlueHDI für sich in Anspruch nehmen. Der 131 PS starke Franzose kommt nach dem genannten Zeitraum noch auf einen Restwert von 42,5 Prozent, damit liegt der Franzose nur um einen Prozentpunkt hinter dem Wolfsburger.

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"Vielleicht ist der Nachfolger des Tepee die verlockendste Alternative zum Pkw. Trotz typischer Proportionen wirkt er dynamisch und ist auch so motorisiert. Gute Connectivity und eine Achtstufen-Automatik tun das das ihre, um vergessen zu machen, dass man eigentlich in einem kleinen Nutzfahrzeug sitzt. Allerdings ist der Rifter mit der Dieselmotorisierung auch alles andere als preiswert", so Dieter Fess.

Dicht dahinter – auf Rang drei – mit einem prognostizierten Restwert von 41,5 Prozent kann sich der Konzernbruder von Citroën - Berlingo BlueHDI - platzieren. Die Benzin-Pendants der drei Erstplatzierten verlieren bis zu vier Prozentpunkte mehr an Wert. So attestieren die Saarländer dem Caddy 1,4 BMT noch einen Restwert von 39,5 Prozent, beim Rifter 1,2 PureTech und beim Berlingo Pure Tech 110 sind es jeweils 39,5 Prozent.

Doblo und Kangoo am unteren Ende der Scala

Auch in diesem Segment sollte man die jeweiligen Modelle genauer unter die Lupe nehmen. Denn es gibt durchaus signifikante Unterschiede. Auf den hinteren Rängen unter den Zweijährigen sind der Renault Kangoo 1,5 Blue dCi (36,5 Prozent) und die beiden Italiener Doblo 1,4 T-Jet 16V 36,0 Prozent) sowie sein Diesel-Pendant 1,6 16V Multijet (36,5 Prozent) mit jeweils 120 PS-Motorisierung.

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"Der Doblo ist ein reinrassiger Vertreter dieser Gattung Stadt- und Liefervan. Unzählige Ablageflächen und ein riesiges Fassungsvermögen sowie reichlich Platz für die Mitfahrenden lassen sehr schnell vergessen, dass man es mit einem schnöden Kleintransporter zu tun hat. Wie der Name nahelegt, kann der Doblo beides: Kleinlaster und Großraum-Pkw. Er sieht, trotz typischer Proportionen, gar nicht mal so schlecht aus, wirkt dynamisch und ist auch so motorisiert", weiß Fess.

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© bfp fuhrpark + management

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