Ebenso wie die Superb Limousine attestieren die Prognostiker dem Kombi einen Restwert von 46 Prozent.
Foto: Skoda Auto Deutschland

Restwerte

Restwertprognose Mittelklasse: Limousinen- und Kombirestwerte ähnlich

Mittelklasse-Kombis sind deutlich beliebter als Limousinen. Aber wie wirkt sich die Wahl der Karosserieform auf das Restwertverhalten aus?

Von Ute Kernbach

Die Mittelklasse steht unter Druck. Der SUV-Boom wirkt sich auch auf die Nachfrage im jahrelang wichtigsten Flottensegment aus. Zudem wachsen mit immer geräumigeren und besser ausgestatteten Kompakten von unten neue Mittelklasse-Wettbewerber nach. Dennoch: Gerade im Fuhrpark spielt die Mittelklasse weiter eine wichtige Rolle, knapp drei Viertel der Neuzulassungen in diesem Segment entfallen auf gewerbliche Kunden.

Wie sich Mittelklasse-Limousinen und -Kombis im Restwertverhalten unterscheiden, haben die Prognoseexperten von Bähr & Fess Forecasts für ausgewählte Dieselmodelle untersucht. Das Ergebnis: Die Restwerte von Limousinen und Kombis liegen auf einem Niveau, mit maximal einem Prozentpunkt gibt es zwischen den Karosserievarianten nur geringfügige Unterschiede.

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So schlagen sich beim Audi A4, Ford Mondeo und der Mercedes C-Klasse die Limousinen um einen Prozentpunkt besser als die Kombis. Beim Opel Insignia und VW Passat dagegen schneiden die Kombis besser ab als die Limousinen.

Nach zwei Jahren und mit 80.000 Kilometern auf dem Tacho attestieren die Prognoseexperten der Stuttgarter Premium-Limousine C 180d und dem Rüsselsheimer Insignia Sports Tourer 1.6 mit 50,5 Prozent die höchsten Restwerte, was ihnen auf den Platz ganz oben auf dem Gewinner-Treppchen verhilft. Dass der Insignia so gut wie der Premiumwettbewerber abschneidet, liegt unter anderem an der attraktiven Business Edition-Ausstattung. Sie ist die günstigste Variante und beinhaltet eine sehr umfangreiche Ausstattung. „Wer auf gutes Aussehen sowie gute Qualität und viel Ausstattung zu sehr vernünftigen Preisen aus ist, der macht mit dem großen Opel sicher keinen Fehler“, so Dieter Fess Mitinhaber von Bähr & Fess Forecasts.

Analysiert man die Neupreise der jeweiligen Modelle in Euro und errechnet die absoluten Wertverluste, kommen ebenfalls interessante Ergebnisse zu Tage. In Euro ausgedrückt beträgt der Wertverlust der prozentualen Klassenbesten in zwei Jahren nur rund 15.100 Euro für Rüsselsheimer Kombi, die Limousine aus Stuttgart verliert aufgrund des höheren Neupreises 17.500 Euro.

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Dicht dahinter auf dem Bronzeplatz rangieren mit den jeweils anderen Karosserievarianten beider Modelle das Mercedes C 180d T-Modell und der Insignia Grand Sport mit einem Restwert von 49,5 Prozent. Einen lediglich 0,5 Prozentpunkte geringeren Restwert bescheinigen die Experten dem BMW 318d und 318d Touring. Mit einem Restwert von 49 Prozent teilen sich die Münchner den fünften Platz der Restwert-Hitliste.

Restwertschere klafft um acht Prozentpunkte auseinander

Gute zwei Prozentpunkte mehr an Wert verliert die Ingolstädter Limousine A4 (47 Prozent) mit 136 PS-Dieselmotor. Dahinter liegen mit Restwerten von jeweils 46 Prozent in zwei Jahren der A4 Avant 30 TDI sowie die 150 PS starken Škoda-Modelle Superb 2.0 TDI und Superb 2.0 TDI Combi. Die Schlusslichter bilden die Limousinen und Kombis Ford Mondeo und VW Passat. Die Prognose-Experten attestieren dem Quartett einen Restwert von 43,5 beziehungsweise 42,5 Prozent. Insgesamt klafft die Restwertschere bei den ausgewählten Modellen um acht Prozentpunkte auseinander.

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