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Foto: BMW
Die Technik des BMW Hydrogen 7 geriet ins Hintertreffen: Er konnte Wasserstoff verbrennen, ging aber nie in Serie.

Alternative Antriebe

Wasserstoff-Verbrenner ad acta gelegt

Der nur halb so große Wirkungsgrad und das flüchtige Gas machen dem Wasserstoff-Verbrennungsmotor aus Sicht der Bundesregierung den Garaus.

Wasserstoff-Verbrennungsmotoren sind für die Bundesregierung aktuell keine Option bei der Dekarbonisierung des Straßenverkehrs. Der Antrieb eigne sich insbesondere für „Off-Highway“-Fahrzeuge wie Traktoren oder Baumaschinen sowie bestimmte Schienenfahrzeuge, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage des Parlaments. Ob es darüber hinaus Potenziale in anderen Bereichen des Nutzfahrzeug- und Schwerlastverkehrs gebe, sei noch nicht abzusehen. Für alle anderen bodengebundenen Verkehrsmittel dürften im Bereich der Wasserstoffmobilität aus Effizienzgründen und aufgrund der Emissionsfreiheit Brennstoffzellenantriebe zu bevorzugen sein.

Viel Aufwand für wenig Wirkungsgrad

Wasserstoff kann für den Antrieb von Kraftfahrzeugen prinzipiell auf zwei Arten genutzt werden. Aktuell gängiger ist die Verwendung zur Stromerzeugung in der Brennstoffzelle, um so E-Motoren anzutreiben. Prinzipiell ist aber auch die direkte Verbrennung im Ottomotor möglich. Grundsätzliches Problem dabei der geringe Wirkungsgrad, der etwa nur halb so hoch liegt wie in der Brennstoffzelle. Außerdem ist das Gas extrem flüchtig, so dass Motor und Kraftstoffleitungen sehr stark abgedichtet werden müssen.

Als bislang letzter Pkw-Hersteller hatte BMW ernsthaft am Wasserstoffverbrennungsmotor gearbeitet und auch ein Kleinstserienmodell auf den Markt gebracht, das allerdings bereits 2009 nach kurzer Laufzeit wieder eingestellt wurde. Aktuell hat der H2-Verbrenner allerdings als Nutzfahrzeugmotor ein kleines Comeback, gleich mehrere Prototypen sind in den vergangenen Monaten präsentiert worden. (Holger Holzer/SP-X/deg)

Foto: Renault

Alternative Antriebe

Mehr Reichweite mit der Brennstoffzelle

Noch dieses Jahr möchte Renault den Kangoo Z.E. mit Batterie unterstützender Brennstoffzelle auf den deutschen Markt bringen. Bis zu 230 Kilometer mehr Reichweite soll die Brennstoffzelle liefern.

Foto: Toyota

Ausbau der Tankstellen-Infrastruktur

Brennstoffzelle soll mehr gefördert werden

Derzeit gibt es in Deutschland 76 öffentliche Wasserstoff-Stationen. Das soll dem Verkehrsministerium zufolge deutlich mehr werden.

Foto: DHL

500 KIlometer Reichweite

Der StreetScooter kommt bald mit Brennstoffzelle

Die ersten Wasserstoff-Fahrzeuge sollen 2020 auf die Straße kommen. Vorerst sind 100 Einheiten des Transporters geplant.

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VERKAUFSSTOPP FÜR BENZINER UND DIESEL

Der Verbrennungsmotor auf dem Abstellgleis

Immer mehr Länder terminieren den Verkaufsstopp für konventionell angetriebene Fahrzeuge. Los geht es europaweit ab 2025.

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