Foto: Cooper

Winterreifen

Die Winterreifen 2017

Es finden sich viele Reifen-Neuheiten für SUVs im Angebot.

Allwetterreifen oder Winterreifen – was soll auf die Felgen?? Wenn Autofahrer mit unzulässiger Bereifung bei winterlichen Straßenbedingungen unterwegs sind, müssen sie jetzt mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen. Auf den Fahrzeughalter, der eine solche Fahrt zulässt, kommen sogar 75 Euro Bußgeld zu. Aber Bußgelder müssen nicht sein. Auch für die kommende Kältesaison stellen die Reifenhersteller wieder zahlreiche Neuheiten zu den bereits etablierten Reifen in die Regale der Händler. Im diesem Winter sind - ganz dem Trend der verkauften Fahrzeugmodelle geschuldet - viele SUV-Reifen darunter. Und das Angebot an Allwetterreifen wächst ebenfalls, auch für die geliebten SUV.

Wir haben uns das Angebot der folgenden Anbieter angesehen:

  • Bridgestone
  • Continental
  • Semperit
  • Cooper
  • Fulda
  • Dunlop Goodyear
  • Falken
  • Hankook
  • Kumho
  • Michelin
  • Nexen
  • Nokian
  • Pirelli
  • Yokohama

Was hat Bridgestone im Angebot?

Die Launen des Winterwetters hat Bridgestone im Blick. Egal ob es nass, kalt, trocken, verschneit oder vereist sein sollte, der neue Blizzak LM001-Evo will bei allen Fahrbahnbedingungen überzeugen. Der Winterreifen verfügt über eine optimierte, abgeschrägte Gestaltung der Querrillen. Eine neuartige Geometrie und erhöhte Anzahl von Lamellen sollen zudem eine gute Verzahnung mit Schnee ermöglichen. Die im Profildesign integrierten hornförmigen Querrillen leiten Wasser optimal nach außen ab. Neben Grip auf nasser Fahrbahn bietet das neuartige Lamellendesign auch mehr Kontaktfläche. Der LM001-Evo ist von 15 bis 17 Zoll-Größen erhältlich und für Fahrzeuge der Kompaktklasse gedacht.

Was bietet Conti?

Bei Continental stehen dagegen in diesem Jahr die „etwas“ schnelleren Fahrzeuge wie zum Beispiel Modelle von Mercedes-AMG oder Porsche im Mittelpunkt der Produkterweiterung. Der neue WinterContact TS 860 S wird zum Marktstart zunächst in 14 Dimensionen zwischen 18 und 21 Zoll angeboten, die Freigaben gehen bis zu 270 km/h. Für die sportliche und sichere Performance dieser gehobenen Dienstvehikel sollen kurze Bremswege und präzises Handling auf trockener Straße sowie optimale Fahreigenschaften auf Schnee sorgen. Die kurzen Bremswege will der Winterspezialist durch ein so genanntes „Bremsband“ - eine breite Profilrille in der Mitte der Lauffläche, die eine große Fläche für hohen Grip zur Verfügung stellt - erreichen. Stabile, breite Schulterblöcke sollen best möglichen Grip zur genauen Umsetzung von Lenkbefehlen sorgen.

Welche Neuheiten gibt es bei Semperit?

Der zu Continental gehörende Reifenhersteller Semperit stellt den neuen Winterreifen Speed-Grip 3 für Pkw ab der Mittelklasse aufwärts sowie für größere SUV in die Regale der Händler. Für Pkw stehen 42 Dimensionen von 15 bis 20-Zoll-Größen und Geschwindigkeitsfreigabe bis 270 km/h, für SUV sechs Größen (17 bis 20 Zoll, 240 km/h) zur Verfügung. Der Kältespezialist verfügt über spezielles, laufrichtungsgebundenes Profildesign, das gute Fahreigenschaften auf vereisten, verschneiten, nassen und trockenen Fahrbahnen gewährleisten soll.

Wen hat Cooper im Visier?

SUV-Kunden nimmt auch Cooper ins Visier. Beim Discoverer Winter sorgen umlaufende Schneerillen mit gezackten Einkerbungen in der Laufflächenmitte für guten Grip sowie eine weiterentwickelte Silicamischung des Gummis für gute Haftung auch auf Nässe und Eis sowie bei Schneematsch. Über das laufrichtungsgebundene Profil wird das Wasser effektiv aus der Bodenaufstandsfläche abgeleitet und so die Gefahr von Aquaplaning gemindert. Der Pneu wird zunächst in Größen von 16 bis 21 Zoll angeboten und ist bis 240 km/h freigegeben.

Worauf konzentrieren sich Fulda und Dunlop?

Auch Fulda – die Traditionsmarke gehört zu Dunlop Goodyear – spricht mit dem Kristall Control SUV Fahrer von Kompakt- und Mittelklasse-SUV an. Der Pneu ist in den Dimensionen von 16 bis 20 Zoll verfügbar. Optimale Traktion auf schneebedeckter Fahrbahn soll die sogenannte Snow-Catcher-Technologie ermöglichen. Sie nutzt die Adhäsionskräfte des Schnees, deshalb sind die Profilrillen im Mittelbereich so angeordnet, dass der Schnee komprimiert und im Profil gehalten wird. Durch die „3D-Bubble Blades“- Verbundlamellentechnologie, durch die sich die Lamellen selbst abstützen, ist das Reifenprofil sehr stabil. Außerdem verfügt der Winterreifen über zusätzliche Blockstabilisatoren. Diese Verbindungsbrücken zwischen den Blöcken im Mittenbereich des Profils machen die Lauffläche stabiler und erhöhen damit die Performance des Fahrzeugs auf trockener Straße.

Wie hat Falken das Angebot erweitert?

Falken erweitert seinen Winterreifen EUROWINTER HS01 um Größen für SUV-Fahrzeuge. Von 16 bis 19 Zoll wird das Dimensionsangebot reichen, in der Spitzenspezifikation geht die Geschwindigkeitsfreigabe bis Tempo 270. Das Laufflächenprofil bietet optimierte Blocksteifigkeit, querlaufende Profilrillen und so genannte 3D -Miura-Ori-Lamellen. Diese Technologie erzeugt eine spezielle Verwindung der Profilblöcke, die die Kontaktfläche des Reifens bei Druck- und Zugbelastung deutlich vergrößert und somit für gute Schnee- und Nässeperformance sorgen soll. Ein spezielles Profildesign gewährleistet dank eines neuen Laufflächenbereiches eine gleichbleibende Druckverteilung im Bereich der Kontaktaufstandsfläche, was sich auch positiv auf den Verschleiß auswirken soll.

Welche Runflats hat Hankook?

Auch Hankook dreht am SUV-Rad und erweitert das Größenangebot seines Winter i*cept evo² SUV und bietet zwei neue Runflat Versionen an, die den Fahrzeughaltern zusätzliche Sicherheit bieten sollen. Die Größen 255/55R18V XL HRS (Hankook Runflat System) und 255/50R19V XL HRS sind auf die Bedürfnisse sportlicher SUV abgestimmt (bis Tempo 240). Hankook vergisst aber auch sein Pkw-Portfolio nicht und bietet nun auch für den Winter i*cept evo² neue Runflat-Größen an. (225/55R16H HRS und 245/45R17V XL HRS)

Wie ist Kumho bei den Allwetterreifen aufgestellt?

Reifenhersteller Kumho verbindet die Trends SUV und Allwetterreifen und nimmt den Allwetterreifen Solus 4S HA31 SUV in sein Programm auf. Der Pneu, der auf seinem Pkw-Pendant Solus 4S HA31 aufbaut, verfügt über einen verstärkten Schulterbereich sowie eine hohe Blocksteifigkeit und ist so auf das höhere Gewicht von SUV- und Crossover-Modellen abgestimmt. Der Reifen will nicht nur auf trockener Straße, sondern auch bei Schnee mit guter Traktion sowie auf nasser Fahrbahn mit sicherem Handling überzeugen. Der Neue ist zum Marktstart in 19 Größen (16 bis 19 Zoll) verfügbar.

Was gibt es Neues bei Michelin?

Auch Michelin kombiniert Allwetterreifen mit SUV: Der Allwetterreifen CrossClimate ist nun in 14 SUV Varianten (16 bis 18 Zoll) erhältlich. Der CrossClimate SUV richtet sich an Fahrer, die überwiegend auf Asphalt unterwegs sind. Die Gummimischung ist für ein besonders weites Temperaturspektrum ausgelegt. Darüber hinaus haben die Michelin Ingenieure den Profilcharakter auf noch höhere Laufleistung ausgelegt. Zudem verfügt die jüngste CrossClimate Generation über tief reichende 3-D-Lamellen, die sowohl bei Schnee als auch auf trockenem Untergrund bis zum Erreichen der Verschleißgrenze sehr gute Traktion und Bremswerte ermöglichen.

Wen möchte Nexen ansprechen?

Keine SUV-Fahrer - dafür Besitzer von sportliche Fahrzeuge will Nexen mit dem Winguard Sport 2 ansprechen. Der neue UHP-Winterreifen startet zur Wintersaison in 25 Dimensionen zwischen 17- und 19 Zoll und will mit sehr guten Trocken-, Nässe-und Schneeeigenschaften punkten. Die V-förmige, laufrichtungsgebundene Profilgestaltung sowie 3DLamellen sollen die Fahrstabilität unter winterlichen Straßenbedingungen sowie gutes Handling und Traktion auf Schnee und Eis gewährleisten.

Der finnische Reifenbauer Nokian legt bei seinem Winterreifen WR A4 nach und bringt neue 18, 19 und 20 Zoll-Größen in den Markt. Bis zu 270 km/h schnell darf (20 Zoll) hier gefahren werden.

Was macht Pirelli schnell und stark?

Schnell und stark und das nicht nur im Sommer, sondern auch auf Schnee: Mit dem Scorpion Zero All Season hat Pirelli einen Ganzjahres-UHP-Reifen für SUV von 18 bis 23 Zoll im Programm. Die Lauffläche des Scorpion Zero All Season verfügt über ein asymmetrisches Design mit abgeschrägten Profilblöcken im Schulterbereich, Das erhöht beim Bremsen die Kontrolle und das Ansprechen des Reifens. Die vier breiten Längsrillen leiten das Wasser aus der Aufstandsfläche ab und senken das Aquaplaning-Risiko. Ein optimiertes Profildesign soll die Abrollgeräusche reduzieren, die hohe Anzahl der Lamellen für mehr Traktion auf Schnee sorgen.

Außerdem hat der italienische Reifenhersteller die Mischung des Allwetterreifens Cinturato All Season Plus überarbeitet. Der Reifen für Fahrzeuge der Mittel- und Kompaktklasse ist vornehmlich für das Fahren im urbanen Bereich und Umfeld ohne schwere Winterbedingungen ausgelegt. Die neue Mischung soll die Performance im Winter wie im Sommer verbessern. Der Reifen wird zunächst in Größen zwischen 15 und 17 Zoll angeboten. Die Geschwindigkeitsfreigabe geht bis 270 km/h.

Welche Karte zieht Yokohama?

Yokohama zieht ebenfalls die SUV- und Allwetterreifen-Karte. Der Geolandar A/T G015 ist für als All-Terrain-Reifen sowohl für den Einsatz auf der Straße als auch abseits befestigter Pfade geeignet. Der Pneu verfügt über eine flexible Gummimischung, die für niedrige und hohe Temperaturen ausgelegt wurde. Der Reifen will zudem mit guten Grip- und Bremsleistungen bei Nässe auf sich aufmerksam machen. 51 Dimensionen in Größen von 15 bis 18 sowie 20 Zoll sind erhältlich.

Außerdem ersetzt der japanische Hersteller den W.drive durch den BluEarth*Winter V905. Der neue Pneu wird in 119 Dimensionen von 15 bis 22 Zoll erhältlich sein und ist bis zu einer Geschwindigkeit von 240 km/h freigegeben. Er will mit guten Leistungen auf Eis und Schnee und trockenen Straßenbedingungen bei gleichzeitig hoher Kraftstoffeffizienz auf sich aufmerksam machen.

Schon mit der Kennzeichnung von Winterreifen hat es so seine Tücken:

Nicht ohne meine Schneeflocke

Früher konnte man Winterreifen leicht erkennen. Das stollenartige Profil unterschied die Kältespezialisten von den Sommerpneus. Mittlerweile ist es nicht mehr so einfach. Die Profile sind sich auf den ersten Blick doch sehr ähnlich geworden. Lange Zeit galt daher die Kennzeichnung „M+S“ (mud + snow oder Matsch + Schnee) auf der Reifenflanke zum Beispiel bei einer Kontrolle gemäß der situativen Winterreifenpflicht als sicherer und schneller Anhaltspunkt, dass es sich bei einem so markierten Reifen um einen echten Winterreifen handelt.

Allerdings war und ist diese Kennzeichnung nicht geschützt. So konnten/können Reifenhersteller auch Sommerreifen mit dem Kürzel M+S markieren. Ab dem 1. Januar 2018 müssen alle in Deutschland verkauften Winter- und Allwetterreifen das Schneeflockensymbol tragen, um den Winterregeln der StVO zu genügen. Reifen, die schon am Wagen sind und bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt wurden, können aber noch bis Ende September 2024 genutzt werden. Das „3 Peak Mountain Snow Flake”-Symbol erhält nur ein Reifen, der zuvor einen standardisierten Vergleichstest gewinnt. Schon heute tragen die meisten Winterreifen renommierter Hersteller dieses Symbol.

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