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Zweirad- gegen Allradantrieb

Restwertprognosen: Vier gewinnt meist nicht

Je nach Einsatzort kann der Allradantrieb für Flottenfahrzeuge sinnvoll sein. Wie wirkt sich diese Ausstattung bei Limousinen auf den Restwert aus?

Von Ute Kernbach

In Sachen Allradantrieb beim Pkw waren Audi und Subaru lange unangefochten die Platzhirsche. Erst Mitte der 80er Jahre trauten sich BMW mit seinem xDrive-System und Mercedes mit der 4Matic aus der Deckung. Mittlerweile buhlen viele Hersteller mit allradangetrieben Pkw-Modellen um die Gunst der Kunden.

Allrad-Version bedeutet Aufpreis

Lohnt sich die Anschaffung einer Limousine mit Allradantrieb unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten? Die erhöhte Fahrsicherheit muss dem potentiellen Käufer etwas wert sein: Meist sind die Aufpreise wahrnehmbar. Wie sich ausgewählte Limousinen der Mittelklasse mit vier angetriebenen Rädern in Sachen Wertstabilität verhalten, haben die Prognose-Experten der Bähr & Fess Forecasts GmbH näher ins Visier genommen.

"Jede Marke hat Tops und Flops"

Dieter Fess vom Prognose-Instituts Bähr & Fess Forecast verrät, weshalb Fahrzeuge zu Gewinnern und Verlierern in Sachen Wertverlust werden.
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"Es gilt abzuwägen, ob der Mehrpreis und der Mehrverbrauch für allradgetriebene Autos das Mehr an aktiver Fahrsicherheit, insbesondere bei widrigen Witterungsverhältnissen, wettmachen. Kluge elektronische Traktionshilfen und Assistenten machen den Allradler vor allem im städtischen Flachland eher obsolet. In Mittel- und Hochgebirgsregionen hingegen ist ein vierradgetriebenes Fahrzeug als Gebrauchtwagen wahrnehmbar attraktiver als der herkömmliche Antrieb", so Dieter Fess, Mitinhaber der Bähr & Fess Forecasts GmbH in Völklingen.

Allrad verliert schneller an Wert

In puncto Wertstabilität verlieren die Allrad-Limousinen mindestens einen Prozentpunkt mehr an Wert. Platzhirsch in Sachen Wertbeständigkeit in der untersuchten Limousinen-Klasse sind die Mercedes C 220-Modelle mit Hinterrad- und Allradantrieb. Die Experten attestieren dem C 220d 9GTronic 4Matic einen Restwert von 48 Prozent in zwei Jahren und dem Pendant mit Hinterradantrieb einen Restwert von 49 Prozent.

Audi Q7 auf der Überholspur

Die Dickschiffe sind in Sachen Wertverlust keine Kostverächter, dennoch im Fuhrpark äußerst beliebt. Fast zwei Drittel sind gewerbliche Neuzulassungen.
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Dahinter kann sich der Ingolstädter Wettbewerber Audi A4 2,0 TDI S-Tronic (45 Prozent) auf Platz drei der Wertstabilitäts-Hitliste einreihen. Rang vier mit einem Restwert von jeweils 44,5 Prozent unter den ausgewählten Modellen teilen sich die 4x4 Limousine Audi A4 2,0 TDI S-Tronic quattro und der 2WD-Rüsselsheimer Opel Insignia Grand Sport mit 170 PS.

Opel Insignia "sicher kein Fehler"

Die Allrad-Variante vom Insignia (41,5 Prozent), unter dessen Motorhaube ein 210 PS starker Bi-Turbo werkelt, verliert drei Prozentpunkte mehr an Wert als sein 2WD-Pendant. "Wer auf gutes Aussehen, gute Qualität und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis aus ist, der macht mit dem großen Opel sicher keinen Fehler", so Dieter Fess.

Danach geht es Schlag auf Schlag: Mit Restwerten zwischen 41 und 39 Prozent rangieren die BMW 3er-Modelle 320d, der Jaguar XE 20D, der Ford Mondeo 2,0 TDCI und der VW Passat 2,0 TDI am unteren Ende der Wertstabilitäts-Skala.

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