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Foto: Clemens Noll-Velten
Mit 4,21 Meter baut der elektrische Renault Mégane für einen Kompakten ziemlich kompakt.

IAA Mobility 2021

Weltpremiere: Renault Mégane E-Tech auf der IAA

Der Mégane E-Tech von Renault feiert auf der IAA Mobility in München seine Weltpremiere. Der neue batterieelektrische Kompakte tritt gegen den ID.3 von VW an und kommt im Frühjahr auf den Markt.

Zur IAA Mobility in München enthüllt Renault den Mégane E-Tech. Der Fünftürer tritt gegen den VW ID 3 an, ist mit zwei Batteriegrößen zu haben und kommt je nach Version bis zu 470 Kilometer weit. Weit an die Ränder der 4,21 m langen Kompaktwagens gerückte Räder sorgen für knappe Überhänge und ermöglichen einen Radstand von 2,70 Metern. Da diverse Zusatzaggregate, wie zum Beispiel die Klimaanlage, aus dem Passierabteil in andere Bereiche verbannt wurden, gibt es viele Ablagen mit in Summe 30 Litern. Die Ladekabel verschwinden in einem Staufach. Der Gepäckraum reicht mit 440 Litern auch für die Urlaubsreise. Vor allem für die Hinterbänkler bietet der Mégane viel Knie- und Kopffreiheit. Die allerdings müssen beim Einsteigen den Kopf stärker einziehen als üblich. Grund ist die nach hinten abfallende Dachlinie.

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Foto: Clemens Noll-Velten Dank der Unterbodenbatterie baut der Stromer etwas höher, weshalb ihn Renault auch als Crossover positioniert.

Zwei Batterieversionen

Der Fußboden im gesamten Innenraum ist völlig flach und eben, weil auch Renault auf Batterien im Untergeschoß der Plattform setzt. Die kleinere Batterie mit 40 kWh besteht aus acht Modulen mit je 24 Zellen. Die 60 kWh-Version hat vier Module mehr, kommt so auf insgesamt 288 einzelne Zellen. Die von LG aus Südkorea gelieferten Lithium-Ionen-Batterien enthalten Nickel, Magnesium und Kobalt. Der Anteil des Letzteren, durchaus umstrittenen Elements, wurde deutlich reduziert, der von Nickel dagegen erhöht. Renault verspricht eine Acht-Jahres-Garantie für die Batterie. Sollten sie in dieser Zeit unter eine Kapazität von 70 Prozent des ursprünglichen Werts fallen, tauscht Renault aus.

Mit technischen Daten hält sich Renault noch bedeckt. Die große Batterie füttert einen E-Motor mit 162 kW/220 PS. Bei der kleineren sind es 96 kW/130 PS. Die Reichweite liegt bei 300 bis 470 Kilometer. Über den Stromverbrauch verraten die Franzosen nur, dass man mit einmaligem Nachladen von München bis Venedig (ca. 550 Kilometer) stromern kann. An Haushaltsstecker, Wallbox oder Schnellladesäule angedockt, dauert das Nachladen der Batterie zwischen mehr als acht Stunden (7,4 kW) und 30 Minuten für 300 weitere Kilometer an der 130-kW-Station. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 km/h begrenzt, der Standardsprint gelingt in 7,4 Sekunden. Gute Nachricht für Hobby- und Freizeitfans: Der Mégane E-Tech kann einen bis zu 900 Kilogramm schweren, gebremsten Anhänger ziehen.

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Foto: Clemens Noll-Velten Der Megane sieht modern und knackig proportioniert aus, mit 1,50 Meter baut er etwas höher als klassische Kompakte, weshalb ihn Renault als Crossover positioniert. Doch unter Strich kommt der im nächsten Jahr verfügbare Neuling ziemlich konventionell daher.

Ein Blick in den Innenraum, wo ein Monitor in Form einer liegenden „1“ der beherrschende Blickfang ist. Er beginnt hinter dem Lenkrad, zieht sich von da in Richtung Mitte und biegt etwa in der Mitte des Armaturenbretts nach unten ab, um ein Rechteck zu bilden. Die beiden Teile kommen zusammen auf 24,3 Zoll. Vor Fahrer oder Fahrerin sind die gewünschten Inhalte frei konfigurierbar. Die gute Auflösung beider Bildschirme überzeugt ebenso wie die zumindest im Stand einfache Bedienung, wenn alle möglichen Inhalte erstmal gelernt sind.

Preise noch nicht bekannt

Noch verrät Renault keine Preise für den Mégane, auch nicht die Mehrkosten für die zahlreichen Extras und Assistenten. Renault wird wohl versuchen, dass sich der Einstiegspreis des Basismodells abzüglich aller Prämien um die Marke von 24.300 Euro (zzgl. gesetzl. MwSt.) herum bewegt. Der Verkauf beginnt im März 2022. (SP-X/CNV)

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