Foto: Modul-System

Aus- und Umbauten im Transporter

Einsatz auf vier Reifen

Mit individuellen oder branchentypischen Einbauten werden Arbeitsplätze für unterwegs effektiv organisiert. bfp FUHRPARK & MANAGEMENT hat sich umgeschaut.

Inhaltsverzeichnis

Von Dennis Gauert

In diesem Jahr ist der Markt für Aus- und Umbauten etwas anders gestrickt als noch im Vorjahr. Durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Lieferverzögerungen bei den Automobilherstellern ist bei Ein- und Umbauten Zeitmanagement gefragt. Wer es eilig hat, dem bleibt der Weg zum Gebraucht- und Jahreswagenhändler nicht erspart, um trotzdem pünktlich an ein Ersatzfahrzeug zu kommen. Dort locken auch satte Rabatte, die einen Kauf attraktiver machen.

Modul-System wiegt aus der Ferne

Der skandinavische Einrichter Modul-System gibt seinen Kunden seit Neuestem das Handwerkszeug per App in die Hand. Per Smartphone lassen sich mit Modul-Connect sämtliche elektrischen Zusatzausstattungen bedienen. So können Leuchten und Warnsignale schnell eingeschaltet werden, und der Nutzer kann auch den Beladungszustand in Erfahrung bringen. Mit einer angeschlossenen Bordfahrzeugwaage kann seit Neuestem das Vorder- und Hinterachsgewicht – ebenso wie auch das Gesamtgewicht – mittels der App überwacht werden.

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Bott stapelt Koffer ohne Rutschen

Bott geht in diesem Jahr mit dem Systainer 3 an den Start. Erst seit Mai vertreibt der Einrichter das Aufbewahrungssystem, mit dem sich Werkzeuge, Maschinen und Montagematerial in Koffern verstauen lassen. Durch den systematischen Aufbau können die Koffer sowohl in die Führungsschienen von Regalen im Fahrzeug, als auch rutschfrei übereinandergestapelt auf dem Rollwagen transportiert werden. Das System ist unter anderem kompatibel mit der hauseigenen Cubio-Betriebseinrichtung.

Sortimo bietet individuelle Schubladen

Bei Sortimo wird’s individuell. Mit My-Sortimo betreibt der Einrichter-Riese mittlerweile eine Plattform, auf der sich Fahrzeuge vom Grundmodell über die Regale bis hin zur Beklebung konfigurieren lassen. Damit wählen die Schwaben beim Ein-Rechnungs-Geschäft den umgekehrten Weg der Automobilhersteller.

Doch auch individuelle Lösungen lassen sich im Kleinen konfigurieren. So gehen neue Einlagen für Werkzeuge an den Start, die individuell konfiguriert werden können. Das wird die kleinen Betriebe und kreative Fuhrparkmanager begeistern. Obendrauf legen die Schwaben noch den Service My-Sortimo-Labels, mit dem sich online Beschriftungen für die SR5-Fahrzeugeinrichtung auch nachträglich erstellen lassen.

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Die Kästen schrumpfen

Groß muss er sein? – Nein. Seit einigen Jahren bewegt sich der Trend bei den Nutzfahrzeugen ins Kleine. Kompakte Transporter wie der neue Caddy, der Nissan NV250 oder der Citan von Daimler bilden häufige Plattformen für Servicefahrzeuge. Denn im urbanen Raum wird die letzte Meile nicht nur aufgrund der Abgasvorschriften zum Drahtseilakt. Auch die Durchfahrtshöhen in Parkhäusern – und besonders die Parkplatzsuche in Nebenstraßen beliebter Stadtviertel – limitieren den Hang zum Gigantismus.

So werden viele Einbauten in Fahrzeugen ohne Stehhöhe realisiert, wo der Kompromiss zwischen praktischer Nutzbarkeit und kluger Raumausnutzung bei der Gestaltung Köpfchen erfordert. Dafür haben die Einrichter Lösungen ausgearbeitet, die auch im nächsten Transporter weiter genutzt werden können. Aluca zum Beispiel nutzt in der Dimension 2 einen doppelten Boden, aus dem sich lange Schubkästen mit hoher Gewichtsbelastung ziehen lassen. Bei Sortimo passt zwischen die schmalen Regale des SR5-Systems hingegen eine Europalette längs.

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Je größer je häufiger

Für die ganz großen Fuhrparks kommen oft nur in Teilbereichen Fahrzeugkäufe in Frage. Und zwar dort, wo individuelle Lösungen gefragt sind und die Nutzung selten ist. Der Großteil der Fuhrparks ist dem Wechselspiel unterworfen, in dem ein Leasingvertrag den nächsten ablöst. Das bedeutet einen konstanten Cashflow und damit konstante Quartalszahlen und Jahresabschlüsse. Gleichzeitig aber eine Umgewöhnung für die Fahrer. Denn nicht jeder Transporter gefällt im nächsten Modelljahr besser als tägliches Arbeitsgerät.

Für Standard-Umbauten ist der Gang zum Hersteller eine gute Wahl. Beim Bestellen mehrerer Servicefahrzeuge kommen Rabatte zustande, die das All-Inclusive-Paket attraktiv machen. Denn der Fuhrparkmanager kümmert sich einmal um die Konfiguration nach Baukastenprinzip, bestellt, und wird mit 20 fertigen Fahrzeugen aus einer Hand beliefert. Damit wird die Verantwortung für die Fertigstellung gleichzeitig auch an den Auftragnehmer übertragen und der Vorgang in der Regel beschleunigt.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die Standardisierung, die ausschließlich geprüfte Lösungen und Ausstattungsmerkmale enthält. Durch Rückmeldungen aus der Branche gehen die Umbauten automatisch mit der Zeit. Bei großen Maschinenbau-Unternehmen lohnt es sich zudem auf einen Einrichter zu setzen, dessen Ein- und Umbauten auch durch kompatible Betriebseinrichtungen ergänzt werden können. Das steigert die Effektivität im Haus.

Zwei Mal zahlen zahlt sich aus

Und zwar für Handwerker. Deren Nutzungsprofil unterscheidet sich von dem typischer Fuhrparks, in denen sich die Transporter manchmal schon nach zwölf Monaten die Klinke in die Hand geben. Handwerker und kleine Servicebetriebe hingegen kaufen ihre Fuhrparks häufig ein, um sie bis zur letzten Zündung zu nutzen. Gerade beim Kauf kann das Zwei-Rechnungs-Geschäft Vorteile bringen, garantiert es doch hohe Abschreibungen in ertragreichen Geschäftsjahren.

Praktiker, die spezielle Wünsche haben, lassen sich beim Einrichter ohnehin besser direkt bedienen. Zum Beispiel bei Aluca, die für ihre einfallsreichen Sondereinbauten aus Aluminium branchenweit bekannt sind. Wohl deshalb gibt es dort auch gerade keine offiziellen Neuheiten, weil jeder Einbau ohnehin ein Unikat ist.

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