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Gothaer KMU-Studie 2019

Kleinere Unternehmen halten sich bei E-Mobilität zurück

Die Gothaer hat in ihrer aktuellen KMU-Studie gefragt, welche Konsequenzen die Unternehmen aus drohenden Dieselfahrverboten für ihren Fuhrpark ziehen.

Inhaltsverzeichnis

Der Kölner Versicherungskonzern Gothaer hat die Gothaer KMU-Studie 2019 herausgegeben. Darin untersucht der Konzern, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu Dieselfahrverboten stehen und welche Konsequenzen sie für ihren Fuhrpark ziehen. Die Antworten waren eindeutig: Zwei Drittel fühlen sich nicht von Dieselfahrverboten bedroht, genauso viele der befragten Unternehmen erwägen nicht den Umstieg auf Elektrofahrzeuge in ihrem Fuhrpark.

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Ein Drittel befürchtet Nachteile durch Dieselfahrverbote

Von den befragten Unternehmen haben 53 Prozent Firmenwagen im Einsatz. Von diesen Betrieben mit Firmenwagen fürchtet ein knappes Drittel (31 Prozent), von den angekündigten Dieselfahrverboten betroffen zu sein. Diese Furcht ist unabhängig von der Unternehmensgröße gleich verteilt.

Ein Drittel der Befragten hat die Elektromobilität im Auge. 13 Prozent haben bereits E-Fahrzeuge im Einsatz, 21 Prozent planen den Umstieg. Dabei haben größere Unternehmen mit 201 bis 500 Mitarbeiter eher Elektrofahrzeuge im Fuhrpark (19 Prozent) oder planen den Umstieg (24 Prozent) als kleinere Unternehmen.

66 Prozent der befragten Unternehmen haben überhaupt keine Elektrofahrzeuge im Fuhrpark, bei kleinen Unternehmen bis zehn Mitarbeiter sind das sogar 81 Prozent.

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Zu teuer und zu geringe Reichweite

Das größte Hemmnis bei der Anschaffung von E-Fahrzeugen ist für 63 Prozent der Befragten ein zu hoher Anschaffungspreis. Ebenso viele gaben eine zu geringe Akkureichweite an (63 Prozent). Weiterhin halten zu wenig Ladestationen (52 Prozent) und die zu lange Ladedauer (43 Prozent) Unternehmen von der Umstellung ihres Fuhrparks auf E-Mobilität ab. Die zu geringe Akkureichweite ist dabei mit 70 Prozent vor allem größeren KMU ein Dorn im Auge.

Als höchstes Risiko aber sehen die befragten Unternehmen steigende Energiepreise an: Die Energiekosten liegen damit mit 49 Prozent weit vor den steigenden Mindestlöhnen (26 Prozent) und den Niedrigzinsen (21 Prozent). (cr)

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