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Foto: Huber Automotive

Elektro-Umbau

Toyota Land Cruiser wird zum Run-E Electric Cruiser umgebaut

Die Firma Huber Automotive wandelt den Gipfelstürmer in eine Elektro-Version um. Diese soll sich tief unter der Erde durchwühlen.

Toyotas Land Cruiser gilt als klassischer Vertreter der Wärmekraftmaschinen-Fraktion. Doch die nahe Göppingen ansässige Firma Huber Automotive baut auf Wunsch das Allrad-Urgestein zum modernen, emissionsfreien Stromer um. Run-E Electric Cruiser heißt das Ergebnis, das allerdings bislang nur sehr spezielles Terrain betreten darf.

Hauptsächliches Einsatzgebiet in Bergwerken

Bereits einige Land Cruiser haben die Schwaben zum Stromer gewandelt. In der jüngsten Ausbaustufe auf Basis des Land Cruiser J7 kommt ein 122 PS und 1.410 Newtonmeter starker E-Motor zum Einsatz. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Huber 130 km/h an, die maximale Reichweite mit der 35 kWh großen Batterie liegt bei 150 Kilometer. Die Werte beziehen sich allerdings auf eine Straßennutzung. Im Geländeeinsatz sollen 80 bis 100 Kilometer drin sein und der Antrieb bei Steigungen mit 15 Prozent eine Höchstgeschwindigkeit von 35 km/h ermöglichen. Letztere Angabe ist vor allem für Kunden interessant, denn der Run-E Electric Cruiser wird vornehmlich in Bergwerken eingesetzt. Dort sind neben seiner hohen Geländegängigkeit seine Zurückhaltung bei Lärm- und Abgasemissionen von Vorteil.

Zulassung für Land- und Forstwirtschaft geplant

Der Run-E Electric Cruiser ist laut Huber Automotive TÜV-zertifiziert und grundsätzlich einzelzulassungsfähig gem. § 21 StVZO. Allerdings gibt es zwei Komponenten, die in Verbindung mit diesem Fahrzeugtyp keine Herstellerfreigabe für die Straßenzulassung haben, obwohl es in anderen Anwendungen dafür durchaus eine Zulassung gibt, so Huber. Voraussichtlich Ende Januar soll der Electric Cruiser jedoch eine LOF-Zulassung (Land- und Forstwirtschaft) als Zugmaschine bekommen.

Ganz billig ist der Elektro-Offroader übrigens nicht. Da es sich um Individualanfertigungen handelt, bei denen der Preis je nach Ausstattung des Fahrzeugs und eventuellen Optionspaketen variieren kann, nennen die Schwaben als groben Richtwert für ein Gesamtfahrzeug „rund 100.000 Euro“.

(Mario Hommen/SP-X/JL)

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