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Restwertprognose Kleinbusse

V-Klasse: Restwertstar unter den Kleinbussen

Edel aufgemachte Kleinbusse bieten viel Platz, aber auch Pkw-ähnlichen Komfort. Aber wie verhält sich ihre Restwertentwicklung?

Inhaltsverzeichnis

Von Ute Kernbach

Minivans haben ihren Neuzulassungszenit schon lange überschritten. Von Januar bis Mai 2019 lag das Neuzulassungsminus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei rund elf Prozent. Anders sieht es bei den Kleinbussen mit Transportergenen aus. Hier haben die Zulassungen um 54 Prozent zugenommen. Eine Marktnische edel anmutender Shuttle-Fahrzeuge, deren Attraktivität anscheinend immer steigt. Anlass genug für die Prognose-Experten von Bähr & Fess Forecasts aus Völklingen, das Restwertverhalten der Raumtransporter näher unter die Lupe zu nehmen. Das Wichtigste vorweg: Im Wertstabilitätsrennen geben die Propheten aus dem Saarland der Mercedes V-Klasse beste Noten (siehe Download).

15 Punkte Restwertdifferenz

Was heißt das konkret? Unter den gegebenen Annahmen – einer Haltedauer von zwei Jahren mit 80.000 Kilometern Gesamtfahrleistung – prognostiziert Bähr & Fess dem V220d einen Restwert von 53,0 Prozent. Damit liegt der Stuttgarter vier Prozentpunkte über dem zweitplatzierten VW Multivan 2.0 TDI BMT. Der lade- und passagierfreundliche Wettbewerber aus Hannover ist im genannten Zeitraum noch 49,0 Prozent seines ehemaligen Neupreises wert. Auch dem norddeutschen Dauerbrenner bescheinigt Dieter Fess, Mitinhaber von Bähr & Fess Forecasts, damit beste Wertstabilität: „Unter Restwertgesichtspunkten kann man auch mit dem T6 nun wirklich gar nichts verkehrt machen.“

Auf den Plätzen geht es restwerttechnisch Schlag auf Schlag weiter: Den Bronzerang nimmt der Opel-Newcomer Zafira Life mit dem 102 PS starken 1,5-Liter-Diesel für sich in Anspruch. Mit einem Restwert von 46,5 Prozent nach zwei Jahren kann sich der Rüsselsheimer noch vor seinem Konzernbruder Peugeot Traveller mit der 18 PS stärkeren Variante des Selbstzünders (45,5 Prozent) und dem ebenfalls nahezu baugleichen Toyota Proace Verso 1.5 Diesel (44,5 Prozent) behaupten. „In der schrumpfenden Van-Welt ist der Zafira Life ein sehr gelungener Mix aus den französischen Originalen und der optischen Opel-DNA“, so Fess. „Vernünftige und passgenaue Stückzahlen vorausgesetzt, werden die Restwerte auf absehbare Zeit auf stabilem Niveau bleiben.“

Ford und Citroën am Ende der Skala

Insgesamt klafft die Restwertschere bei den ausgewählten Fahrzeugen wie bereits um 15 Prozentpunkte auseinander. Am unteren Ende der Wertstabilitäts-Hitliste rangieren der Citroën Spacetourer 1.5 BlueHDI (42,5 Prozent) und der 105 Diesel-PS starke Ford Tourneo Custom mit einem prognostizierten Restwert von gerade einmal 38,0 Prozent. Betrachtet man die monetäre Seite, klafft die Wertverlustschere im berücksichtigen Zeitraum zwischen rund 17.390 Euro für den 163 PS starken Mercedes V220d bis hin zu knapp 25.680 Euro für den Kölner Tourneo Custom, der allerdings auch den höchsten Neupreis aufweist.

Restwertprognosen Kleinbusse 9-2019

Restwertprognosen Kleinbusse

© bfp fuhrpark & management

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