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Das Auto wird zum Datensammler

Digitale Assistenten immer stärker im Kommen

Die elektronischen Helfer eröffnen nicht nur dem Fahrer und Autobauern vielseitige neue Möglichkeiten. Experten warnen vor Daten- und Monopol-Missbrauch.

Dank digitaler Assistenten kann man von Zuhause aus den Kraftstofffüllstand abrufen, das Schiebedach schließen oder die Standheizung in Gang setzen. Im Auto ersetzen die elektronischen Helfer denjenigen aus Fleisch und Blut, managen Termine oder erinnern den Fahrer daran, rechtzeitig aufzubrechen, um pünktlich bei einem Termin zu sein.

Die Autohersteller verlassen sich dabei nicht nur auf Kooperationen mit den Hightech-Giganten aus dem Silicon Valley, sondern arbeiten eifrig an eigenen Lösungen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum einen sind die Tools zur Fahrzeugvernetzung ein starkes Kaufkriterium geworden. Wer dabei nicht mithalten kann, verliert schnell die Gunst technikaffiner Kunden.

Mit Daten lässt sich viel Geld verdienen

Andererseits eröffnet die Vernetzung ein breites Feld für Dienstleistungen und Services, mit denen sich viel Geld verdienen lässt. In modernen Pkw fallen viele Gigabyte an Daten an.

Wer Zugang zu diesem Datenschatz hat und ihn nutzen kann, dem winkt in Zeiten von Big Data eine goldene Zukunft: Von maßgeschneiderten Angeboten für Reparatur und Wartung über Shopping aus dem Stau bis hin zu digitalen Marktplätzen für vielfältige Dienstleistungen und Services - es lässt sich Mehrwert generieren oder es winken Provisionen und Lizenzgebühren.

Digitale Assistenten: Warnung vor Datenmonopolen

Doch die schöne neue Digitalwelt im Auto bietet auch Anlass zur Sorge, mahnt der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA). So sei es wichtig, dass etwa die Fahrzeughersteller keine Datenmonopole errichten könnten. Für fairen Wettbewerb sei es unverzichtbar, dass Autofahrer selbst wählen können, welche Daten an welchen Dienstleister für welchen Service übermitteln werden, so der GVA.

Die Voraussetzung dafür ist, dass auf Wunsch des Autofahrers auch andere Serviceanbieter Zugriff auf die Daten und Ressourcen im Fahrzeug erhalten. Bislang kocht aber jeder Fahrzeughersteller sein eigenes digitales Süppchen und schließt andere Serviceanbieter vom Wettbewerb aus.

Experten fordern offene Telematik-Plattform

Das hemmt nicht nur den Fortschritt, sondern könnte für die Autofahrer zukünftig teuer werden, wenn sie dem jeweiligen Fahrzeughersteller digital ausgeliefert sind.

Die GVA-Experten fordern daher ebenso wie etwa Verbraucherschützer eine offene Telematik-Plattform im Fahrzeug, damit verschiedene Anbieter mit ihren Anwendungen um die Gunst des Autofahrers konkurrieren können.

Das wäre verbraucherfreundlich, weil Wettbewerb technische Innovationen fördert und teure Monopole verhindert. (glp)

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