Sind Fahrzeuge mit Tracking-Technik ausgerüstet, lässt sich der aktuelle Standort auf dem Smartphone anzeigen.
Foto: SP-X/Mario Hommen
Sind Fahrzeuge mit Tracking-Technik ausgerüstet, lässt sich der aktuelle Standort auf dem Smartphone anzeigen.

Telematik

Für welche Anwendungsgebiete lohnen sich GPS-Tracker?

Per GPS lässt sich der Standort von Fahrzeugen mit einer kleinen Box stetig verfolgen.

GPS-Tracker gibt es schon für kleines Geld. Sie sind kompakt, smart, leicht bedienbar und erlauben es Autobesitzern, sich über den aktuellen Standort ihres Fahrzeugs zu informieren. Für den Diebstahlschutz sind sie deshalb eine interessante Ergänzung. Außerdem bieten die Gadgets noch nützliche Zusatzfunktionen. Als ultimative Waffe gegen den Autoklau eignet sich die Technik allerdings nicht.

Wie funktioniert ein GPS-Tracker?

Dank GPS-Modul können die kleinen Geräte über das geographische Positionierungssystem GPS überall auf der Welt ihren Standort ermitteln. Dies funktioniert wie bei Navigationsgeräten oder Smartphones. Allerdings wird zusätzlich noch eine SIM-Karte benötigt, um per Mobilfunknetz die GPS-Koordinaten zu übermitteln. In der Regel werden hierzu SIM-Karten mit günstigen Datenübermittlungstarifen gewählt, die Zugriff auf das Netz in EU-Ländern aber nicht darüber hinaus ermöglichen.

Der Besitzer eines Trackers muss zur Inbetriebnahme auf seinem Smartphone eine zum Gerät passende App installieren und damit den Kontakt zum Tracker herstellen sowie ihn einrichten. Ist der Tracker mit dem Mobilfunknetz verbunden und der Kontakt mit seinem Nutzer hergestellt, lässt sich auf der App der Standort des Fahrzeugs anzeigen, in dem der Tracker sich versteckt. Viele Geräte sind mit Alarmfunktionen ausgestattet, dank derer der Nutzer auf dem Smartphone über Unregelmäßigkeiten wie Vibrationen oder Standortveränderungen per SMS informiert wird. Der Betrieb eines solchen Trackers ist in Deutschland legal. Verboten ist es allerdings, diesen zur heimlichen Überwachung von Personen einzusetzen.

Welches Gerät?

GPS-Tracker gibt es in verschiedenen Formaten. Einige sind kleiner als Streichholzboxen, manche fast so groß wie eine Zigarettenschachtel. Die meisten Geräte werden zu zweistelligen Preisen angeboten. Ein wichtiger Kostenfaktor ist die SIM-Karte, welche die Datenübermittlung über das Funknetz überhaupt erst möglich macht. Besonders günstige Tracker werden ohne Mobilfunkvertrag angeboten. Hier kann sich dann der Nutzer selbst einen für seine Zwecke, Einsatzbereich und Geldbeutel passenden Tarif aussuchen. Alternativ gibt es Geräte, die bereits mit SIM-Karte ausgeliefert werden. Hier wird meist ein Mobilfunkvertrag vermittelt, bei dem eine monatliche Gebühr von wenigen Euro anfällt. Andere Geräte werden mit SIM-Karten mit Langzeit-Flat kombiniert, was den Kaufpreis in die Höhe treibt, dann entfallen allerdings monatliche Gebühren.

Stromversorgung

Wer einen GPS-Tracker im Fahrzeug möglichst gut verstecken will, sollte ein Gerät mit langer Batterielaufzeit wählen. Einige Tracker können über mehrere Jahre ohne Batteriewechsel oder Aufladung autark arbeiten. Nutzer können dabei die Häufigkeit der Tracks einstellen und etwa auf einen pro Tag reduzieren, was die Batterielaufzeit deutlich verlängert. Allerdings ist damit nur eine punktuelle Standortlokalisierung und kein aktives Tracking möglich. Ist eine häufigere Signaldichte gewünscht, reicht die Stromversorgung per Akku meist nur einige Wochen. Alternativ gibt es Geräte, die sich per Kabel am 12-Volt-Bordnetz anschließen, aber deshalb nicht so gut verstecken lassen. Ans Bordnetz angeschlossene Tracker verfügen meist über ein Backup-Akku, weshalb sie auch bei ausgebauter Bordnetzbatterie eine Zeit lang noch Signale senden.

Einbau eines Trackers

Dass Tracker von Autobesitzern in Fahrzeugen versteckt werden, wissen natürlich auch Autodiebe, die entsprechend versuchen, diese Spione möglichst schnell zu entdecken und zu entfernen. Ist der Tracker gut versteckt, steigen die Chancen, dass er unentdeckt bleibt. Zu den eher einfachen und deshalb leicht auszumachenden Verstecken zählen Handschuhfach, Mittelkonsole, Reserveradmulde, Tankdeckelrückseite oder die Unterseite der Vordersitze. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Geräte, desto besser lassen sie sich verstecken. Schwieriger wird es für Diebe, wenn sich Minisender in der Kopfstütze, hinter der Armaturenbrettverkleidung oder einem Kunststofffänger verbergen. Gute Verstecke finden sich auch im Fahrzeugunterboden oder im Motorraum. Hier vereinfachen im Tracker integrierte Magnete oft die Montage. Soll das Gerät unters Fahrzeug, muss es wasserdicht sein. Grundsätzlich gilt: Als Autobesitzer darf man bei der Suche nach einem guten Versteck ruhig kreativ sein.

Ist der Tracker ein guter Diebstahlschutz?

Immer wieder konnten gestohlene Autos dank Trackingtechnik entdeckt und deren Diebe gestellt werden. Doch die haben sich längst auf die Spionagetechnik eingestellt. Langfinger setzen etwa Jammer genannte Signalstörer ein, mit deren Hilfe die GPS-Verbindung der Tracker gestört beziehungsweise verhindert wird. Werden gestohlene Fahrzeuge in abgeschirmte Hallen verbracht, ist kann auch die Verbindung zum Mobilfunknetz unterbunden werden. Außerdem gibt es Geräte, mit deren Hilfe sich im Auto versteckte GPS-Sender aufspüren lassen. Einen ultimativen Schutz vor Diebstahl sowie eine Garantie für das Wiederauffinden gestohlener Kfz erkauft man sich mit einem Tracker also nicht. Dennoch kann sich die Investition lohnen. Bietet das Gerät eine Alarmfunktion, stehen die Chancen hoch, im Augenblick des Diebstahls auch informiert zu werden. Wird umgehend die Polizei eingeschaltet, kann diese möglicherweise den Dieb in Flagranti stellen. Manche Diebe machen lediglich eine Spritztour und stellen anschließend das Fahrzeug irgendwo ab. Auch hier erhöht ein Tracker die Chancen, das Auto schnell wiederzufinden. Das Tracking kann zudem eine praktische Hilfe im Autoalltag sein, wenn etwa ein Pkw-Nutzer den genauen Parkplatzstandort seines Fahrzeugs vergessen hat.

Apple Airtag

Eine kompakte und günstige Alternative zum GPS-Tracker mit SIM-Karte bietet Apple mit seinem Airtag. Rund 35 Euro kostet dieser kleine Rundling. Statt per GPS und Mobilfunknetz übermittelt der kleine Sender seinen Standort über das Apple-Netzwerk. Steckt im Auto ein Airtag und kommt jemand mit einem iPhone oder iPad in dessen Nähe, nehmen die Geräte automatisch Kontakt zueinander auf. Im Apple-Netzwerk wurde dann der Standort ermittelt, die dem Besitzer des Airtags übermittelt wird. Die Vorteile: Ein Airtag lässt sich gut verstecken. Er ist gegen Jammer geschützt. Die Batterie hält zudem ein Jahr. Eine Standortermittlung ist allerdings nur im Zusammenspiel mit Apple-Geräten in der Nähe möglich. Gibt es keine am Fahrzeugstandort, bleibt dieser auch unbekannt. (Mario Hommen/SP-X/dnr)

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