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Strom aus "grauen Kästen"

Telekom baut Ladesäulen für E-Autos

Es gibt noch zu wenig Stromtankstellen an deutschen Straßen. Nun funktioniert die Deutsche Telekom Verteilerkästen und alte Telefonzellen um.

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Bisher ist die Deutsche Telekom vor allem dafür zuständig, dass Menschen in Deutschland mit ihrem Handy oder Festnetztelefon bestens vernetzt sind. "Erleben, was verbindet" lautet der Slogan des Unternehmens, das jetzt auch die grüne E-Mobilität in "Magenta" erstrahlen lassen möchte.

Erste Stromtankstellen in Bonn und Darmstadt

Die Telekom hat jetzt die ersten öffentlichen Stromtankstellen an ihren Unternehmensstandorten in Bonn und Darmstadt in Betrieb genommen - der Startschuss für den Aufbau eines bundesweiten Netzes mit öffentlichen Ladestellen für Elektroautos. Das Unternehmen setzt damit genau dort an, wo E-Mobilität in Deutschland ihre größte Schwachstelle hat: bei der Ladeinfrastruktur.

Die Telekom könnte sich in Sachen mobiler Energiewende als wichtiger Impulsgeber erweisen. Denn das Unternehmen kann auf eine bestehende Infrastruktur zurückgreifen: Strom für Elektroautos kommt künftig auch aus den "grauen Kästen" am Straßenrand, den sogenannten Kabelverzweigern für Festnetz und Internet.

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Auch Schnell-Ladestellen gehen ans Netz

Je Ladestelle können zwei Fahrzeuge über einen "Typ 2-Stecker" mit jeweils 11 kW mit Strom betankt werden. Die "Destinationsladestellen", wie die Telekom diese Stromtankstellen nennt, versorgen E-Autos je nach Typ und Akku innerhalb einer Stunde mit Strom für 50 bis 75 Kilometer Reichweite.

Neben diesen Ladepunkten sollen in den nächsten drei Monaten etwa 100 Schnell-Ladestationen ans Netz gehen, 500 sollen es Ende 2021 sein. Bei einer Leistung von 150 kW könnte dann in zehn Minuten Strom für 100 Kilometer in die Akkus geladen werden - die derzeit schnellste Lademöglichkeit für E-Autos in Deutschland. Dann heißt es: "Erleben, was verbindet" - auch auf der Straße. (glp)

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