Foto: Deutsche Bahn/ Claus Weber

Corona

Bahn-Kunden können Tickets in Gutscheine umwandeln

Die Deutsche Bahn zeigt in der Corona-Krise Kulanz. Außerdem sollen bald weniger Regionalzüge fahren.

Die Deutsche Bahn reagiert mit Kulanz auf die besondere Lage im Zuge der Corona-Krise: Kunden, die ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ab heute (16. März 2020) ihre gebuchten Tickets kostenfrei in einen Reisegutschein im Wert ihres Tickets umwandeln lassen. Das teilte das Verkehrsunternehmen mit.

Die Regelung gilt für alle "Super Sparpreise" und "Sparpreise" für Reisen bis einschließlich 30. April. Reisende mit einem "Flexpreis"-Ticket haben unabhängig von der aktuellen Situation weiterhin die Möglichkeit, ihre Fahrkarten kostenlos zu stornieren.

Zugbindung aufgehoben

Wer eine Reise innerhalb Deutschlands verschieben möchte, kann das gebuchte Ticket bis zum 30. Juni 2020 flexibel nutzen. Bei "Super Sparpreisen" und "Sparpreisen" wird darüber hinaus die Zugbindung aufgehoben. Über weitere Details zu Umsetzung der Kulanzregelungen wird die Bahn kurzfristig auf ihrer Webseite informieren.

Für Online-Bahncard gilt Widerrufsrecht

Nach einer EuGH-Entscheidung gilt eine Bahncard nicht als Fahrschein, sondern als Dienstleistungsvertrag. Daher gelten hier andere Regeln.
Artikel lesen >

Weniger Regionalzüge

Daneben will das Unternehmen wegen der Corona-Krise den Regionalfahrplan herunterfahren. Dies geschehe, weil man erwarte, dass viele Bahn-Mitarbeiter wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht die Arbeit antreten können, heißt es von der Deutschen Bahn.

"Wir wollen auf eine solche Situation gut vorbereitet sein, damit wir auch unter diesen schwierigen Umständen einen kalkulierbaren und stabilen Service anbieten können", sagte ein Bahn-Sprecher dem Nachrichtenmagazin. "Der Spiegel". Man wolle Unannehmlichkeiten für die Kunden so gering wie möglich zu halten und Menschen an ihre Arbeitsstätten zu bringen.

Beim Fernverkehr ändert sich nichts

Allerdings erwartet man bei der Bahn, dass sich wegen der geschlossenen Schulen eine Reihe von Mitarbeitern nicht zum Dienst melden werden. Um diese Situation zu meistern, sollen weniger Züge aufs Gleis gebracht werden.

Diese Planungen betreffen alle Angebote der DB Regio, etwa die in Stuttgart, Berlin oder München. Andere Regionalverkehrsanbieter etwa wie Metronom im Großraum Hamburg sitzen an eigenen Planungen. Der Fernverkehr der Bahn soll weiter wie gewohnt rollen. (SP-X/MID)

hintergrundgrafik

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!