Foto: Volvo

Alkoholdetektor und Notbremshelfer

EU-Parlament macht Assistenzsysteme zur Pflicht

Neuwagen müssen in Europa zur Unfallverhütung künftig eine ganze Reihe an Helfern und Assistenten an Bord haben.

Inhaltsverzeichnis

Das EU-Parlament hat ein Gesetz gebilligt, das ab Mai 2022 unter anderem Notbremshelfer, Müdigkeitsüberwachung, Spurverlassenswarner und Geschwindigkeitsbegrenzer vorschreibt.

Vorbereitung aufs autonome Fahren

Auch ein Alkoholdetektor, der Trunkenheitsfahrten verhindern soll, sowie ein elektronischer Unfalldatenspeicher sind als Pflichtausstattung vorgesehen. Lkw müssen zudem mit Systemen ausgerüstet werden, die Unfälle mit Fußgängern oder Radfahrern im toten Winkel verhindern.

Telematik im Pkw-Fuhrpark: Danke, kein Bedarf

Bei der bfp-Umfrage sagen die meisten Flottenmanager, sie bräuchten solche Systeme nicht. Für Leasinggesellschaften ist die vernetzte Mobilität aber ein Schlüsselthema, das auch Fuhrparkverantwortlichen Vorteile biete.
Artikel lesen >

Die Standards gelten zunächst für neu zertifizierte Fahrzeugtypen, ab 2024 dann für alle Neuwagen. Die EU will mit der Regelung die Zahl der Verkehrstoten senken und die Bevölkerung durch die Verbreitung der neuen Technik auf das automatisierte Fahren der Zukunft vorbereiten. Noch steht allerdings die abschließende Zustimmung des EU-Ministerrats aus.

VDA: Enger Zeitplan

Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) reagierte grundsätzlich positiv auf die Überarbeitung der "General Safety Regulation". Er weist aber auf einen engen Zeitplan hin.

"Für viele Anwendungen – wie zum Beispiel den intelligenten Geschwindigkeitsassistenten, die Müdigkeitserkennung, den Anti-Ablenkungsassistenten oder auch das Reifendruckkontrollsystem für schwere Nutzfahrzeuge – gibt es bisher noch keine technischen Anforderungen", heißt es in einer Stellungnahme.

Menschliche Notfall-Hilfe für Robotaxis

Forscher der University of Michigan planen eine von Menschen besetzte Leitzentrale, die autonom fahrenden Autos in Not zur Seite springt.
Artikel lesen >

Der europäische Verkehrssicherheitsrat ETSC begrüßt die Regeln ohne Vorbehalte. Er rechnet mit 25.000 Verkehrstoten weniger in den kommenden 15 Jahren. (SP-X/cr)

Verkehrssicherheit in Europa

Die Zahl der Verkehrstoten in Europa sinkt – aber nicht schnell genug, kritisiert der European Transport Safety Council (ETSC). In einem Bericht kritisiert die Organisation, dass sich der Fortschritt über die vergangenen Jahre verlangsamt habe: 25.250 im Straßenverkehr Getötete 2017 entspricht einem Rückgang von 2 Prozent zum Vorjahr, wie schon 2016. 2015 war die Zahl der Opfer sogar um ein Prozent gestiegen, 2014 hatte sie stagniert.

Entscheidung des EU-Parlaments

Digital-Autoradios werden ab 2021 Pflicht

Zur Sicherstellung des terrestrischen Empfangs sollen Digitalradios schon bald zur Serienausstattung von Neuwagen zählen.

Lob und Kritik

Elektroautos: Neue Steuervorteile für Dienstwagen

Elektroautos müssen endlich in Fahrt kommen. Deshalb soll sich künftig bei Firmenautos der vom Arbeitnehmer zu versteuernde Steueranteil halbieren.

"Mobilität muss bezahlbar bleiben“

VDA: Automobile Veränderungen wie nie zuvor

VDA-Präsident Mattes weist auf die Herausforderungen der Branche hin. "Carsharing, Ride-Pooling, Mobilitätsplattformen und Mobilitäts-Apps sind nur der Anfang."

hintergrundgrafik

bfp SONDERHEFT jetzt verfügbar!

Betriebliche Mobilität 2019

Best Practices und Interviews rund um die Themen Fahrzeuge, Mobilitätsbudget, Carsharing, Diensträder und vieles mehr...
DIGITALES MAGAZIN JETZT LESEN

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!