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bfp testet das Mini-SUV

Seat Arona: klein, aber ziemlich oho

Das City-SUV empfiehlt sich für viele Einsätze, bietet es doch auf kleinem Raum viel Platz – und noch eine Menge mehr Annehmlichkeiten.

Von Timo Bürger

Seat Arona, gab es denn nicht schon einmal? Nein, Arosa hieß einst der Kleinstwagen, den die Spanier in den späten Neunzigern am Start hatten. Ein Kleinst- oder Kleinwagen ist der neue Seat Arona aber nur dann, wenn man die schnöden Abmessungen betrachtet. In der Realität bietet das 4,14-Meter-SUV nämlich erstaunlich viel Platz.

Der Seat Arona hat einen stattlichen Kofferraum

Zum Beispiel im Kofferraum: 400 Liter fasst das Abteil, mehr als ein VW Golf. Klappt man die Rücksitzbank (im Verhältnis 60:40 teilbar) freut man sich über eine fast ebene Fläche und insgesamt 1.280 Liter Stauraum. Zwei Taschenhaken und vier Verzurrösen (im "Ablagen-Paket" für 250 Euro optional) machen das Befestigen von Tüten und Taschen zum Kinderspiel. Ein Zwischensitznetz ist für 36 Euro extra zu haben.

Auf den vorderen und hinteren Plätzen werden sich nur notorische Nörgler oder überdurchschnittlich groß gewachsene Menschen über zu wenig Freiheit beklagen. Mangelnden Komfort wird vermutlich auch niemand kritisieren: Die Sportsitze (Sitzpaket „Art Velours, 400 Euro Aufpreis) sind außerordentlich bequem.

115 PS, die mehr als ausreichend sind

Apropos Spprt: Die auf dem Datenblatt verzeichneten 115 PS fühlen sich in der Praxis nach mehr an. Richtig flott kommt der Seat Arona auf Touren, auch längere Autobahnetappen sind mit und im orangefarbenen Spanier überhaupt kein Problem. Auf die stärkere Benziner-Variante des Seat Arona (150 PS) kann also getrost gepfiffen werden. Was nicht gefällt: Ab 140 km/h pfeift der Wind akustisch recht penetrant um die Karosserie des Seat Arona. Das Zusammenspiel mit dem 7-Gang-DSG ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Auch die Federung ist nicht zu hart.

Die Basis bietet nicht allzu viel

Die Basisausstattung des Seat Arona für 16.290 Euro ist recht übersichtlich: Immerhin sind elektrisch einstellbare Außenspiegel, Berganfahrassistent, das Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung an Bord.

Also heißt es aufrüsten, dann ist der Spanier auch in Sachen Infotainment und Konnektivität up-to-date. Für die volle Dröhnung sorgt das potente BeatsAudio-Soundsystem, aus dessen sechs Lautsprechern plus Subwoofer der Sound mit maximal 300 Wattdrückt (500 Euro Aufpreis). Für den passenden Anschluss sind zwei USB-Slots griffgünstig in der Mittelkonsole verbaut, in der getesteten FR-Variante ist Full-Link-Connectivity serienmäßig enthalten. Wer‘s kabellos mag, kann sein Smartphone wireless laden.

Fazit Seat Arona

In Summe ist der Seat Arona ein nahezu rundum gelungenes Allround-Fahrzeug. Wendig in der Stadt, sparsam, bietet er zudem genügend Stauraum fürs Gepäck sowie Platz für die Passagiere. Auch die Konnektivität und das Infotainment sind absolut auf der Höhe der Zeit.

Technische Daten Seat Arona FR 1.0 EcoTSI Start&Stop (85 kW/115 PS) 7-Gang DSG

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.138/1.780/1.552

Motor: Dreizylinder-Turbo, 999 ccm Hubraum (Euro 6 AG)

Getriebe: 7-Gang-DSG

Leistung: 85 kW (115 PS ) bei 5.000–5.500 U/min

Drehmoment: 200 Nm bei 2.000–3.500 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h

Beschleunigung 0-100 km/h: 10,0s

ECE Verbrauch kombiniert: 5,0l

Testverbrauch: 7,1l

CO2-Emissionen: 112 g/km

Effizienzklasse: B

Kraftstoffbehältervolumen, l ca. 40

Gepäckraumvolumen in l: 400/1.280

Radstand: 2,57 Meter

Testwagenpreis: 30.319 Euro

Betriebskosten Seat Arona

© Timo Bürger

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