Image
Anfang 2023 soll in Europa das erste vollelektrische Jeep-Modell an den Start gehen
Foto: Jeep
Anfang 2023 soll in Europa das erste vollelektrische Jeep-Modell an den Start gehen

Elektromobilität

Jeeps erster Stromer

Mit Stecker ins Gelände. Nun soll bald auch Offroad-Ikone Jeep unter Strom stehen. Für 2023 kündigen die Amerikaner ihr erstes Elektroauto an.

Bevor es über Stock und Stein geht, möchte Jeep jedoch zunächst den Großstadt-Dschungel erobern. Bereits Anfang 2023 soll der erste Stromer der Marke, ein kleines City-SUV, auf den Markt kommen. In den kommenden Jahren sollen weitere Stromer folgen – auf Plattformen der europäischen Mutter Stellantis.

In den USA stark in Deutschland eher mit bescheidenem Marktanteil

In der Autobranche ist Jeep eine der wenigen Marken, die ausschließlich SUV und Geländewagen verkauft. Ihre Fan-Gemeinde ist mindestens ebenso so treu wie die von Land Rover. Jeep haftet der Nimbus von Freiheit, Outdoor und Abenteuer an. Besonders auf dem amerikanischen Kontinent verbucht die Marke große Nachfrage. In Deutschland ist sie logischerweise deutlich kleiner. Voriges Jahr konnte Jeep hier 13.503 Fahrzeuge absetzen, der Marktanteil liegt derzeit bei bescheidenen 0,6 Prozent. Bestseller ist das Modell Compass, das in 2. Generation seit 2016 auf dem Markt ist.

Markenausblick noch mit einigen Fragezeichen

Vom Lebenszyklus her müsste Jeep demnach spätestens 2024 einen Nachfolger präsentieren. Doch Carlos Tavares, CEO von Stellantis, zu dem Jeep seit Anfang 2021 gehört, hält sich mit Zukunftsplänen der US-Marke sehr zurück. Kommuniziert wird unter dem Marketing-Motto „Dare Forward 2030“ lediglich, dass Jeep bis 2025 weltweit 70 Prozent seiner Palette als elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen will und dass man in Europa Anfang 2023 sein erstes vollelektrisches Modell an den Start schickt. Hierbei handelt es sich um ein City-SUV im A-Segment, schick im Design und sehr harmonisch in den Proportionen. Was jedoch unter der hübschen Hülle steckt, darüber schweigt Jeep – und nährt eifrig Spekulationen. Auch einen Namen gibt es noch nicht.

Wird es Mini-SUV nur als Stromer oder auch mit Verbrenner geben?

Zu lesen ist häufig, dass das Mini-SUV als technische Basis die weiterentwickelte CMP-Architektur von PSA nutzen wird und so Komponenten verwendet, die auch unter dem Opel Corsa/Mokka und Peugeot 208/2008 stecken. Sinn würde dies zweifelsohne machen. Zumal sich die Frage stellt, wird es den kleinsten Jeep europaweit nur elektrisch geben oder auch wie seine Konzernbrüder mit konventionellem Antrieb? Eine Antwort gibt es zumindest auf den Produktionsstandort. Für den Jeep fiel die Wahl auf Tichy, dem polnischen Stammwerk des konventionellen Fiat 500. Schon Ende dieses Jahres soll dort die Fertigung aufgenommen werden.

Fertigung im polnischen Werk Tichy soll schon Ende des Jahres starten

Zwar lässt Stellantis derzeit auch komplett neue Elektro-Architekturen entwickeln, STLA Small, Medium und Large. Mit der STLA Small ist jedoch erst ab 2025 zu rechnen. Daher dürfte nicht nur der Mini-Jeep, sondern auch andere elektrische Kompaktmodelle diverser Stellantis-Marken noch in erster Generation auf bestehenden Plattformen aufbauen. Dazu gehören wird wohl auch der nächste Jeep Renegade, vom Alter her längst überfällig, abgelöst zu werden. Den Renegade gibt es seit 2014. Er wird bei Fiat in Melfi gebaut. Gut vorstellbar, dass Jeep mit diesem Modell ebenfalls zirka 2024 aufwartet. Man wäre dann mit drei elektrischen SUV im A- und B-Segment vertreten. Nummer vier könnte der nächste Cherokee sein. Der Name ist seit Jahrzehnten untrennbar mit der Marke verbunden. In Europa allerdings wurde das Modell Ende 2021 aus dem Programm genommen. Warum ihn 2025 nicht wiederbeleben und ihn auf die dann sicher fertig entwickelte STLA-Medium-Plattform stellen? Für sie verspricht Stellantis elektrische Reichweiten bis zu 700 Kilometer.

Jeep setzt bisher auf Plug-in-Hybride, Förderung dafür ab 2023 aber gestrichen

Ein wenig besorgt dürften die Jeep-Strategen in die Zukunft blicken, was den Plug-in-Hybrid-Antrieb betrifft. Die SUV-Marke hat hier konsequent umgestellt und Renegade, Compass, Wrangler und den brandneuen Grand Cherokee (Markteinführung im Herbst 2022) entsprechend elektrifiziert. Ab dem nächsten Jahr entfällt jedoch die staatliche Förderung für die Teilzeitstromer. Man hofft bei Jeep, dass zumindest die Dienstwagenbesteuerung bei den bisherigen 0,5 Prozent bleibt. Andernfalls würde dies den Verkauf der besonders margenträchtigen Modelle Wrangler und Grand Cherokee empfindlich treffen. (Michael Specht/SP-X/MN)

E-Mobilität

EnBW unterstützt Mitarbeiter beim E-Auto-Leasing

Die EnBW fördert erneut seine Mitarbeiter beim Umstieg auf E-Autos: Dieses Mal mit vergünstigten Leasingangeboten in Zusammenarbeit mit Mobility Concept.

Image
Gehört auch zu den elektrifizierten Leichtfahrzeugen: das Peugeot e-Bike eT01 Crossover
Foto: Peugeot

NaKoBeMo in Hannover

Alternative Mikromobilität

Fahrräder, Roller, Seagways, sogenannte Leichtfahrzeuge können durchaus eine Alternative neben dem Auto sein. Deshalb ist das Thema Mikromobilität ein weiterer Schwerpunkt bei der Nationalen Konferenz für betriebliche Mobilität am 8. und 9. September in Hannover.

Foto: William Crozes - DS Automobiles

Elektroautos

Premium-Stromer von DS

Die PSA-Premiummarke DS startet ihre Elektrooffensive: Ab sofort sind der DS 3 Crossback rein elektrisch und der DS 7 Crossback als Plug-in-Hybrid erhältlich.

Foto: ALD Automotive

BMVI-Prämie

ALD Automotive mit E-Auto-Förderung

Leasingkunden der ALD dürfen sich freuen: Ab sofort können sie von Elektroförderungen des BMVI profitieren.

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!