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Foto: Clemens Noll-Velten
Der Audi A6 Avant 50 TDI quattro tiptronic sport bietet vollen Fahrkomfort und 100 Prozent Fahrspaß. Mit intelligenten Assistenten und durchdachter Technik spart der Audi vorbildlich am Verbrauch.

bfp-Fahrtest: Audi A6 Avant 50 TDI quattro tiptronic sport

Audi A6 Avant: Viel Auto fürs Geld

Der Audi A6 Avant ist im Fuhrpark seit Jahrzehnten ein beliebter Oberklasse-Dienstwagen. Der Kombi bietet reichlich Platz, viele Assistenzsysteme, Komfort und sparsame Motoren. Wir waren mit dem Audi A6 Avant 50 TDI quattro tiptronic sport unterwegs.

1977 hieß der Werbespruch für Audis Kombimodelle: „Schöne Kombis heißen Avant“. Und sie heißen immer noch so. Allerdings hat sich vom Audi 100 bis zum aktuellen Audi A6 vieles getan. Neben der technischen Evolution sind die Fahrzeuge insgesamt größer geworden - zugunsten des Raumangebots. Mit knapp 1,90 Meter Breite und immerhin 4,94 Meter Länge steht der Audi A6 Avant satt auf der Straße. Das Ladevolumen beträgt 565 Liter im Normalzustand und 1.680 Liter, wenn die dreiteilige Rückbank umgeklappt wird. Allerdings gehört der fünfsitzige Kombi damit nicht zu den Lademeistern in der oberen Mittelklasse, wie das Mercedes E-Klasse T-Modell (640 Liter/1.820 Liter). Das Ladegut kann mit einem Netz oder an stabilen Verzurrösen gesichert werden, die bei Nichtbedarf unter der Kofferraumabdeckung verschwinden. An den Haken kann der Audi A6 Avant 2.000 kg an Zuglast nehmen.Insgesamt wirkt der Audi A6 Avant gerade von vorne und in der Seitenansicht durch seine feine Linie, mit einem sanft, aber eben auch nicht übermäßig steil nach hinten abfallendem Dach sportlich elegant. Die Türen lassen sich leicht und weit öffnen. Das Einsteigen gelingt ohne Verrenkungen und Fahrer und Beifahrer finden auf den sehr gut geformten und angenehm gepolsterten Sitzen bequem Platz. Viel Platz gibt es auch auf der Rücksitzbank, auf der auch große Menschen mit Platz nach oben und nach vorne entspannt sitzen können. Das Klima lässt sich hinten separat für die äußeren Sitzplätze einstellen.

Innenraum und Infotainment

Der Arbeitsplatz des Fahrers ist ergonomisch auf ihn ausgerichtet. Schalter und Hebel sind dort, wo man sie erwartet, und leicht zu bedienen. Der Audi A6 Avant hat die neueste Variante des Bedienkonzepts MMI mit 12,1 Zoll großen Touchscreen verbaut. Unter dem großen Touchscreen in der Mittel-Konsole ist ein weiterer 8,6 Zoll großer Bildschirm platziert, über den die Klimatisierung gesteuert wird. Die Besonderheit der Touchscreens ist, dass sie erst auf einen gewissen Druck reagieren. Das Display knackt dabei und gibt ein haptisches Feedback, als hätte man einen Schalter gedrückt. Der Bildschirm der Klimasteuerung kann auch als Schreibfläche für die Text- oder Zahlen-Eingabe benutzt werden. Zwar kann man damit ganze Wörter schreiben, aber das alte Touchpad neben dem Schalthebel war ergonomisch eine bessere Lösung, das ohne sich zu strecken erreichbar war. Weitere Bedienmöglichkeiten sind die gute Sprachsteuerung und die Dreh-Drück-Räder und Tasten am Lenkrad. Das 12,3 Zoll große Audi Virtual Cockpit hinter dem Lenkrad, das mit einer Auflösung von 1.920 mal 720 Pixeln alle relevanten Parameter gestochen scharf darstellt, ist gelungen. Mit der View-Taste kann man bequem zwischen den unterschiedlichen Ansichten wechseln und, je nach Bedarf, unterschiedliche Informationen ein- und ausblenden. Die zahlreichen Sicherheitsassistenten arbeiten dezent im Hintergrund und gängeln nie. Und wenn sie eingreifen, ist das außerhalb von Gefahren sehr dezent.

Motor und Fahrwerk

Hinter der Bezeichnung 50 TDI unseres Testwagens verbirgt sich ein 3,0-Liter V6 Turbodiesel mit 286 PS und 620 Nm, 8-Gang Tiptronic, Allradantrieb und einem 48-Volt-Bordnetz mit Mild-Hybrid-Technik. Herzstück des 48-Volt-Bordnetzes ist ein Riemen-Starter-Generator (RSG). Der gewinnt beim Verzögern bis zu zwölf Kilowatt Leistung zurück, die dann in eine zusätzlich eingebaute Lithium-Ionen-Batterie eingespeist wird. Das 48-Volt-System erlaubt es, den Funktionsbereich des Start-Stopp-Betriebs bis zu einer Geschwindigkeit von 22 Kilometer pro Stunde zu erweitern. Im Tempobereich zwischen 55 und 160 wird der Motor bis zu 40 Sekunden deaktiviert, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Das spart Kraftstoff. Einen Vorteil von bis zu 0,7 Litern auf 100 Kilometer gibt Audi für diese so genannte Segelfunktion an. Der prädiktive Effizienzassistent sorgt  für das vorrausschauende Fahren. Das funktioniert mit und ohne eingeschaltetem Tempomat sehr gut. Der Assistent weist den Fahrer darauf hin, wenn er mit einem Ausrollvorgang beginnen kann, der komfortabel und ohne Beeinflussung nachfolgender Verkehrsteilnehmer verläuft. Der Hinweis erfolgt durch eine Meldung im Display des Fahrerinformationssystems und durch ein leicht pulsierendes Gaspedal. Das Segeln mit zum Beispiel 100 km/h auf einer Landstraße bis zu einer 80er Zone wurde rechtzeitig zugunsten der Motorbremse beendet. Bei unseren Testfahrten schafften wir einen guten Schnitt von 6,9 Litern Diesel pro 100 Kilometer.

Für ein sehr entspanntes Gleiten sorgen die Luftfederung und die Allradlenkung. Das bedeutet: adaptive Dämpfer und mitlenkende Hinterachse. Bei Geschwindigkeiten über 60 km/h lenken die Hinterräder mit den Vorderrädern ein, unter 60 km/h lenken die Hinterräder bis zu fünf Grad entgegen der Vorderräder. Damit lässt sich der Audi A6 Avant souverän und agil durch die Kurven führen. Auch beim Rangieren und in der Stadt macht sich das bezahlbar. So beträgt der Wendekreis des großen A6 nur elf Meter. Fahrgeräusche kommen, dank Akustikverglasung, so gut wie nicht in den Innenraum.

Kosten und Fazit

Ab 53.573 Euro netto ist der Audi A6 Avant 50 TDI quattro tiptronic sport zu haben. Mit den zahlreichen nützlichen Assistenzsystemen für Querverkehrswarnungen, kamerabasierter Verkehrsschilderkennung, Matrix-LED-Licht, Allradlenkung, Virtual Cockpit und vieles mehr muss man mindestens 25.000 Euro netto zusätzlich rechnen. Audi bietet eine große Auswahl buchbarer Optionen. Und so steht dann ein Nettopreis von knapp 80.000 Euro auf der Rechnung. Dafür gibt es viel Komfort, sehr gute Verarbeitungsqualität hochwertiger Materialien, neueste Technologie bei der Sicherheit und ein schönes Auto mit großem Fahrspaß. Fuhrparkmanager dürfen mit Betriebskosten in Höhe von relativ günstigen 78 Cent pro Kilometer rechnen (83,6 Cent sind es beim Mercedes-Benz E400 d T). Unser Fazit: Das Preis-Leistungsverhältnis beim Audi A6 Avant stimmt.

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Mit knapp 1,90 Meter Breite und immerhin 4,94 Meter Länge steht der Audi A6 Avant satt auf der Straße.
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Der Arbeitsplatz des Fahrers ist ergonomisch auf ihn ausgerichtet. Schalter und Hebel sind dort, wo man sie erwartet, und leicht zu bedienen. Der Audi A6 Avant hat die neueste Variante des Bedienkonzepts MMI mit 12,1 Zoll großen Touchscreen verbaut.
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Das Ladevolumen beträgt 565 Liter im Normalzustand und 1.680 Liter, wenn die dreiteilige Rückbank umgeklappt wird. Das Ladegut kann mit einem Netz oder an stabilen Verzurrösen gesichert werden, die bei Nichtbedarf unter der Kofferraumabdeckung verschwinden. An den Haken kann der Audi A6 Avant 2.000 kg an Zuglast nehmen.
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Das Einsteigen gelingt ohne Verrenkungen und Fahrer und Beifahrer finden auf den sehr gut geformten und angenehm gepolsterten Sitzen bequem Platz.
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1977 hieß der Werbespruch für Audis Kombimodelle: „Schöne Kombis heißen Avant“. Und sie heißen immer noch so. Allerdings hat sich vom Audi 100 bis zum aktuellen Audi A6 vieles getan.
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Betriebskosten/TCO Audi A6 Avant 50 TDI quattro tiptronic sport

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