Foto: Herbert Piel / P!ELmedia

bfp Fuhrpark-FORUM 2019

Elevator Pitches: Die Mobilität der Zukunft ist digital

Die Mobilität der Zukunft ist digital und elektrisch: Sechs Start-ups zeigten bei den „Aufzug-Präsentationen“ innovative Ideen.

Inhaltsverzeichnis

Von Katharina Demleitner

Ohne digitale Komponenten geht nichts mehr – auch nicht in Sachen betriebliche Mobilität. Sechs Start-ups aus ganz Deutschland präsentierten auf dem bfp Fuhrpark-FORUM 2019 ihre Geschäftsideen. Zum ersten Mal stellten auf der Fachmesse Jung-Unternehmen im Rahmen sogenannter Elevator Pitches ihre Konzepte zur Zukunft der betrieblichen Mobilität vor. Es galt, eine Fachjury sowie die Besucher von den Projekten zu überzeugen.

So unterschiedlich die Ideen auch waren, eins hatten sie gemein: E-Mobilität und smarte Vernetzung spielte bei allen Beteiligten eine wesentliche Rolle. Am Ende konnte nur einer gewinnen und die von der Schlüterschen Verlagsgesellschaft ausgelobten 10.000 Euro Preisgeld abräumen. Die Nase vorn hatte schließlich urban Energy mit einer Software, die Energieerzeugung und -verbrauch kombiniert und optimale Ladezeitpunkte errechnet.

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Sieg für Ladesäulenmanagement 2.0

Der Jüngste ist der Sieger: Erst seit April diesen Jahres gibt es urban Energy. Dahinter stecken die beiden Berliner Paul Dittrich und David Stolz. Der Betriebswirt mit Schwerpunkt Energiemanagement und der Wirtschaftsingenieur für Elektrotechnik haben gemeinsam eine intelligente IoT-Plattform für Smart Cities entwickelt. Mit Mitgründer Stephan Thies versteht urban Energy sich als Wegbereiter für E-Mobilität im urbanen Raum.

„Es gibt immer mehr E-Autos, für 2030 erwarten Experten über eine Millionen Neuzulassungen“, erklärt Dittrich. An Ladestationen werde die zunehmende Nutzung zu erhöhten Lastspitzen und überlasteten Stromnetzen führen. Ihre Lösung: Eine Software, die Energie-Erzeugung und -verbrauch miteinander vernetzt, kontinuierlich Kennzahlen wie Verbrauchsdaten und Energieeinspeisung erfasst und mit Prognose-Algorithmen optimale Ladezeitpunkt errechnet. „Wir bringen E-Mobilität und künstliche Intelligenz zusammen“, sagte Stolz.

Erst heiter, dann ernst: So liefen die Pitches

Sechs Mal hatten die Start-ups Gelegenheit, ihre Geschäftsidee zu präsentieren. Keine leichte Aufgabe, in nur drei Minuten alles Wesentliche verständlich zu erklären. Moderatorin Kerstin Werner von der Schlüterschen Verlagsgesellschaft erlebte auf der Start-up-Stage des bfp Fuhrpark-FORUMs am ersten Tag des ungewöhnlichen Wettbewerbs heitere Stimmung. Gründer wie Publikum hatten sichtlich Spaß, teilweise unterstützt von Musik des benachbarten Standes.

Am zweiten Tag ging es ernster zu bei den Kurzvorstellungen, die Start-ups kämpften für ihre Idee, wollten Besucher wie Jury überzeugen. Neben Lutz Bandte, Geschäftsführer der Schlüterschen und Clemens Noll-Velten, Chefredakteur von bfp Fuhrpark & Management, gehörte dem Gremium Julien Ostermann vom Fraunhofer IAO und die Geschäftsführerin der BME Marketing GmbH, Mirjam Zeller, an. Gemeinsam mit den Besuchern wählten die Fachleute das bayerische Start-up Movelo auf den zweiten Platz.

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Zweiter Sieger: Grüne Mobilität mit eBike-Sharing

Der E-Mobilität auf zwei Rädern hat sich Andreas Senger von Movelo verschrieben. Seit 2005 bietet er mit seinen Mitgründern Niclas und Tobias Schubert ein innovatives Mietkonzept für E-Bikes an. „Als Teil einer intelligenten urbanen Mobilität bieten eBikes eine optimale, nachhaltige Alternative und Ergänzung zu anderen Verkehrsmitteln für Kurzstrecken“, sagt Senger. Movelo, das seinen Sitz in Bad Reichenhall hat, stellt E-Fahrräder zur Verfügung. Das Teilen der Räder spart Kosten, Platz und Zeit. Mit einer App oder einer Fleetsoftware können Nutzer den gesamten Ablauf der Rad-Miete koordinieren. Ein Full-Service-Paket sichert über Logistik und Instandhaltung bis hin zur Vollkasko-Versicherung alles ab. Und Movelo bietet passende Ladestationen in verschiedenen Größen.

Rytle: Revolution der City-Logistik

Transport-E-Bikes stehen bei Rytle im Fokus. Ziel ist nichts weniger als die Revolutionierung der City-Logistik. Um die Abläufe bei der Zustellung auf der sogenannten letzten Meile effizienter, flexibler, günstiger und umweltschonend zu gestalten, vernetzt das Bremer Start-up seit 2017 dreirädrige Lastenfahrräder mit mobilen Depots, in denen standardisierte Transportboxen lagern. „Wir unterstützen Ballungsräume mit Nachhaltigkeit, Ökologie, Effizienz und Transparenz“, betont Rytle-Manager Alexander Preuschoff.

The Mobility House: Intelligentes Lade- und Energiemanagement

E-Mobilität und kein Ende: Auch das Start-Up The Mobility House bietet Lösungen rund elektrische Antriebe. „Wir wollen die Energiewende aktiv vorantreiben“, erklärt Stefan Baumann. Die 2009 gegründete Technologieplattform mit Sitz in München verbindet die Automobil- mit der Energiebranche und integriert durch intelligente Lade-, Energie- und Speicherlösungen Fahrzeugbatterien in das Stromnetz. Mittels eines handlichen Controllers lassen sich E-Fahrzeuge zuverlässig und kostenoptimiert laden.

Webasto: Mehr als eine Ladestation

Die brandneue Ladestation Webasto live brachte Hubert Frenzer von Webasto Charging, einer neuen Sparte der Gruppe, mit an den Nürburgring. Mit der ab Sommer verfügbaren Schaltzentrale Webasto Live können eFlotten intelligent gesteuert werden. Die Leistung der Ladestation ist skalierbar bis 22 kW und über eine App steuerbar. Die Plug & Charge- Funktion sowie ein 4G-Modem machen die Station zukunftssicher.

Mobiko: Digitales Mobilitätsbudget

Dienstwagen und Jobticket waren gestern, jetzt gibt es ein Mobilitätskontingent: Mobiko. Mitarbeiter können ein monatlich digital zur Verfügung gestelltes Budget flexibel für den Weg zur Arbeit oder in der Freizeit einsetzen. Je nach Bedarf wird Mobilität genutzt und bezahlt, die Ausgaben in die App eingetragen und mit dem Gehalt erstattet. „So stehen Mitarbeiter nicht länger im Stau“, betont Franziska Mayr, die das Münchner Start-up mit gegründet hat. Zukünftig plant Mobiko, auch Geschäftsreisen mit aufzunehmen.

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