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bfp-Fahrbericht

Facelift Peugeot 3008 und 5008: Geschärftes Profil

Peugeot überarbeitet seinen Bestseller 3008 und dessen Langversion 5008. Für die SUVs gibt es die aktuelle Familien-Optik und mehr Technik-Features.

Inhaltsverzeichnis

Von Christian Frederik Merten

Ein Facelift für das wichtigste Modell der Marke: So kündigt Peugeot-Deutschland-Geschäftsführer Haico van der Luyt die Modellpflege des Kompakt-SUVs 3008 an. 2016 war der Peugeot 3008 eine wesentliche Säule bei der Neupositionierung der Marke. Nach mehr als 41.000 verkauften Exemplaren in Deutschland steht für die zweite Lebenshälfte nun ein Feinschliff an – für den 3008 und sein Schwestermodell 5008, quasi ein 3008 mit langem Radstand.

Erkennbar sind die gelifteten 3008 und 5008 am neuen rahmenlosen Grill, dessen ausstattungsabhängige Struktur fließend in den Stoßfänger übergeht. Neu sind auch die LED-Tagfahrleuchten, die wie beim 208, 2008 und 5008 nun vertikal aus den serienmäßigen LED-Scheinwerfern gen Boden wachsen. Am Heck kennzeichnet eine neue Leuchtengrafik den neuen Jahrgang. Außerdem erweitern weitere Farbtöne die Lackpalette der französischen Zwillinge.

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Größerer Touchscreen für das Navi

Innen empfangen der Fünfsitzer 3008 wie der Siebensitzer 5008 ihre Passagiere mit gewohnt großzügigem Platzangebot. Auch das Peugeot-typische Cockpit-Layout hat sich nicht verändert: Über dem kleinen Lenkrad thronen weiterhin 12,3 Zoll große Digitalinstrumente. In Verbindung mit dem Navigationssystem gibt es jetzt einen Zehn-Zoll-Touchscreen mit verbesserter Farbtiefe und mehr Kontrast. Serienmäßig ist in der Basis für die SUVs allerdings nur ein Acht-Zoll-Monitor.

Mit dem Facelift hat Peugeot das 3008- und 5008-Angebot an seine neue Ausstattungsstruktur angepasst. Mit Active, Allure und GT stehen für die SUVs grundsätzlich drei Linien zur Wahl, auf die jeweils eine besser ausgestattete Pack-Version aufbaut. Mit Active Pack, Allure Pack und GT Pack hat Peugeot also insgesamt sechs – teils an bestimmte Motorisierungen geknüpfte – Ausstattungsversionen geschnürt.

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Erweiterte Assistenzsysteme und auf Wunsch mehr Style

Wer den 3008 oder den 5008 als GT oder GT Pack bestellt, erhält immer Full-LED-Scheinwerfer. Dann gibt es eine automatische Leuchtweitenregulierung, statisches Kurvenlicht und eine sogenannte "Foggy Mode"-Funktion als Ersatz für klassische Nebelscheinwerfer. Der adaptive Tempomat – ebenfalls Serie im GT und GT Pack – bietet nun auch eine "Stop&Go"-Funktion und fährt nach einem Stillstand automatisch wieder an. Und auch sonst hat Peugeot in Sachen Fahrerassistenzsysteme aufgerüstet: Neue sind ein Spur-Positionierungsassistent, eine Infrarotkamera mit 200 Meter Reichweite und erweiterte Funktionen der Verkehrszeichenerkennung. Sie informiert jetzt auch über Stoppschilder, Einbahnstraßen und Überholverbote.

Nicht sicherheitsrelevant, dafür aber gut für die Optik ist das Black Pack, das es für 3008 und 5008 optional ab dem GT-Niveau gibt. Neben schwarzen Zierteilen an der Karosserie fahren die SUVs dann auch mit schwarzen Leichtmetallfelgen vor.

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5008 weiter ohne Plug-in-Hybrid

Motorenseitig setzt Peugeot bei 3008 und 5008 grundsätzlich auf die bekannte Palette. Beide Modelle gibt es mit 131- und 181-PS-Benzinern. Wer möchte, bekommt die SUVs auch mit dem 131-PS-Diesel, ausschließlich den 5008 auch mit dem 177-PS-Selbstzünder. Dafür sind die Plug-in-Hybride mit 225 (Fronttriebler) beziehungsweise 300 PS (Allradler) Systemleistung weiterhin dem Peugeot 3008 vorbehalten. Bei den reinen Verbrennern kann der Fahrer jetzt übrigens aus den Fahrmodi Normal, Sport und Eco wählen. Bei den Hybriden lauten die Auswahlmöglichkeiten Electric, Hybrid und Sport sowie gegebenenfalls 4WD für den Allradbetrieb.

Auf einer ersten kurzen Testfahrt konnten wir den 5008 PureTech 130, den 3008 BlueHDi 130 sowie den 3008 Hybrid4 300 fahren, und zwar alle mit der bewährten Achtgang-Automatik. Sowohl der Benziner als auch der Diesel machten mit ihren 131 PS eine gute Figur. Auch an ausgeprägten Steigungen bieten sie wenn nötig genügend Kraft zum Spurt. Insgesamt wirkt der Diesel ruhiger als der unter Last etwas röhrende Benziner. Mit Blick auf Fahr- und Abrollkomfort würden wir den 3008 dem 5008 vorziehen. Die kürzere Version macht in Sachen Abrollkomfort den deutlich souveräneren Eindruck. Das auf den ersten Blick etwas verwirrend gestaltete Interieur erweist sich aus unserer Sicht in der Praxis als durchaus ergonomisch durchdacht. Schick und praktisch also.

Mit ihrer brutto 13,2 kWh großen Batterie soll die Allradversion des Plug-in-Hybrid rein elektrisch 59 Kilometer weit fahren. Das konnten wir auf unserer Runde zwar nicht überprüfen. Im Hybrid-Modus und unter Einsatz der Rekuperations-Funktion – Automatik in Stellung B – haben wir auf unserer knapp 40 Kilometer langen Etappe jedoch rund drei Viertel der Strecke lokal emissionsfrei zurückgelegt. Im Schnitt flossen laut Bordcomputer so 2,8 Liter Benzin durch die Zylinder unseres 3008.

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